Grafiker, Agentur, Druckerei: Wie Sie sich im (Preis-)Dschungel zurecht findenDieser Tipp wurde mit 5 von 5 Sternen bewertet.

Seite drucken
Diese Seite bookmarken: Diese Seite zu del.icio.us hinzufügen Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen Diese Seite zu Google hinzufügen

Von Elisabeth Posch

(14.09.2009) Grafiker, Agenturen und Drucker zu beschäftigen muss nicht zwangsläufig teuer sein. Kosteneffizienz ist das Schlagwort - wer vorausschauend die Gestaltung und Produktion plant, kommt im Endeffekt günstiger weg, als bei so manchem Billigangebot. Wir geben die nötige Hilfestellung, damit Sie den besten Weg durch den (Preis-)Dschungel von Grafikern, Agenturen und Druckern finden.

Fragen ...

... zu denen dieser Beitrag Antworten liefert:

  • Wann benötige ich die Hilfe eines Grafikers oder einer Agentur?

  • Wie erkenne ich eine gute Agentur bzw. einen professionellen Grafiker?

  • Was darf die Leistung einer Agentur/eines Grafikers kosten?

  • Was kann ich selbst machen?

  • Was kann ich bei welcher Druckerei produzieren lassen?

  • Wie erkenne ich eine gute Druckerei?

  • Wie formuliere ich durchdachte Anfragen?

Wann benötige ich die Hilfe eines Grafikers oder einer Agentur?

Grundsätzlich schadet es nicht, sich von einem Profi helfen zu lassen. Es sei denn, Sie beherrschen zumindest ein Grafikprogramm aus dem "ff" und der Gedanke an die Erstellung einer Druckvorlage oder einer Webgrafik bringt Sie nicht ins Schwitzen.

Alle anderen sollten sich zumindest für die ersten Entwürfe an eine Agentur oder einen Grafiker wenden. Im Endeffekt sparen Sie Zeit und Geld, wenn Sie mit einem Profi arbeiten:

  • Know-how: Sie kaufen neben dem Endprodukt auch das nötige Wissen und langjährige Erfahrung ein. Was geht, was macht Sinn, was kann verbessert werden?

  • Beratung: Ein guter Grafiker bzw. eine Agentur denkt nicht nur für Sie und denkt mit, sondern korrigiert auch Ihre Vorstellungen, wenn es nötig ist.

  • Exakte Planung: Wenn Sie mit einem Dienstleister arbeiten, geben Sie einen Zeitrahmen vor. Es fällt immer leichter, diesen in der Zusammenarbeit mit Dritten genau einzuhalten. Bei der Eigenleistung kontrolliert man nur selbst seine Zielvorgaben, da werden Deadlines gerne verschoben.

  • "Freie Hände": Rechnen Sie - Ihr "Stundenlohn" im Vergleich zu den Kosten des Grafikers oder der Agentur. Rechnen Sie auch mit hinein, was Sie in der Zwischenzeit tun könnten: Akquisition, Korrespondenzen erledigen, Behördengänge, Aufträge bearbeiten...

  • Mehr Objektivität: Sie werden Ihre eigenen Entwürfe immer subjektiv bewerten. Bei Entwürfen Dritter ist Kritik nicht nur leichter, sondern fällt meistens auch viel konstruktiver aus.

Arbeiten mit einem Grafiker: Wenn Sie konkrete Vorstellungen haben und ein sehr detailliertes Briefing verfassen können, dann sind Sie mit den Leistungen eines Grafikers bestens versorgt.

Einige Grafiker bieten auch Schulungen für bestimmte Grafikprogramme an, damit Sie später selbst einige Elemente nachbearbeiten können.

Arbeiten mit einer Agentur: Wenn Ihnen die Zielrichtung noch nicht ganz klar ist, Sie Zweifel haben, ob Ihre Strategie noch Lücken hat oder Sie einfach keinen Kopf für Design und Text haben, dann sollten Sie sich an eine Agentur wenden. Es muss ja nicht gleich Jung von Matt sein ...

Eine Agentur hat den Vorteil, dass sie Ihnen gleich ein Paket für die Umsetzung und Produktion Ihrer Geschäftsausstattung schnüren kann. Das hat den positiven Effekt, dass alle Elemente aus einem Guss sind, weil sie von der Visitenkarte bis zur Homepage quasi aus einer Feder stammen.

Anmerkung: Auf Fachkompetenz achten

Das sind die Idealfälle - gute Beratung und Top-Leistung. Nun ist es für Neulinge auf diesem Terrain nicht einfach, eine gute Agentur bzw. einen guten Grafiker zu erkennen.

Wie auch in anderen Berufen sagt die Berufsbezeichnung nichts über die Kompetenz aus, die dahinter steckt. Bei Werbeagenturen kann eine oft nur rudimentäre Ausbildung der Mitarbeiter nicht das nötige Gespür für die Thematik und die nötige Erfahrung ersetzen.

Bei Grafikern ist es ähnlich. Natürlich gibt es Einschränkungen für die Berufsbezeichnung "Diplom-Designer"; hierzu ist eine mindestens vierjährige Ausbildung nötig.

Meiden Sie "Selbstberufene" und Autodidakten. Es sei denn, diese können einen beeindruckenden und vor allem überzeugenden Katalog an Referenzen vorweisen.

Versuchen Sie nicht, Kosten zu sparen, indem Sie mit Laien arbeiten. Auch wenn die Nachbarstochter gerade eine Ausbildung zur Mediengestalterin macht, der Cousin sich so gut im Web auskennt und die beste Freundin ein Zeichentalent ist - lassen Sie die Finger davon. All diesen möglicherweise durchaus talentierten Laien fehlt es an der nötigen Fachkompetenz.

...

Tipp: Weiterlesen ...

Die Zusammenarbeit mit einem Grafiker, einer Agentur oder einer Druckerei empfiehlt sich u. a. dann, wenn Sie Ihre Geschäftsausstattung konzipieren. Was eine Geschäftsausstattung genau beinhaltet und welche Überlegungen Sie im Vorfeld anstellen sollten, verrät der Praxis-Ratgeber "Die eigene Geschäftsausstattung entwickeln".

Wie Sie ganz allgemein die Qualität von Dienstleistern einschätzen, verrät Lorenz Hölscher: "So finden Sie den passenden Dienstleister - 10 Kriterien für die richtige Auswahl von Experten und Lieferanten".

Einen Kriterienkatalog für die Suche nach dem passenden Steuerberater halten wir hier bereit: "So finden Sie den passenden Steuerberater".

Icon
Mitglieder akademie.deAls Mitglied von akademie.de lesen Sie den ganzen Beitrag. [Zum Login]

Sie sind noch nicht Mitglied bei akademie.de? Testen Sie einfach 14 Tage gratis unser Angebot! Nach der Anmeldung erhalten Sie sofort Zugriff auf 99% aller Beiträge.

Ihre Mitgliedschaft können Sie 14 Tage lang stornieren - eine E-Mail mit "Storno" im Betreff genügt schon. Ausführliche Informationen zum Mitgliederabo und den Vorteilen finden Sie auf unseren Seiten "Mitglied werden" und den "AGB".

Die Anmeldung benötigt nur drei Minuten:

Anrede
     



Wenn ich in den 14 Tage Probezeit nicht storniere, entscheide ich mich für das Abo: