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Von André Schenk
(30.03.2006) Content-Klau ist im Internet leider ein Dauerbrenner. Auch Discount-Design per Copy&Paste gehört nach wie vor zur Online-Realität. Mehr noch: Häufig fehlt dabei auch noch jegliches Unrechtsbewußtsein. Rechtsanwalt André Schenk hält einige Tatsachen zum Urheberrecht im Internet fest.
Die goldenen Zeiten im Bereich des Webdesigns sind in Deutschland seit einigen Jahren vorbei. Spätestens seit dem Börsencrash des Neuen Marktes haben viele Unternehmer ihr Vertrauen in das Internet als Handels-Präsentationsplattform verloren. Entsprechend hart umkämpft ist deshalb mittlerweile auch der Markt der Webdesigner. Erschwerend kommt noch hinzu, dass den vielen guten und professionell arbeitenden Webdesign-Agenturen auch noch ebenso viele unprofessionelle Hobbydesigner gegenüberstehen.
Folge dieser Marktüberfrachtung ist ein sehr aggressiver Verdrängungswettbewerb zwischen den einzelnen Webdesign-Agenturen, die mit immer geringeren Budgets immer größere Projekte starten müssen.
So finden sich im Netz Angebote von Webdesignern, die eine professionelle Internet-Präsenz bereits ab 250 Euro zu erstellen bereit sind. Mit spitzer Zunge könnte man in diesen Fällen vom "Discount-Design" sprechen.
Copy-and-paste gehört "zum guten Ton"
Die entsprechenden Webdesignanbieter müssen die Aufträge im Sinne der Wirtschaftlichkeit des Projektes mit möglichst geringem finanziellen Aufwand betreiben und die Website im selben Atemzug innerhalb kürzester Zeit erstellen.
Aus diesem Grund verbleiben häufig keine Mittel für eine kreative eigene Textgestaltung durch die Webdesign-Agenturen. Auch reicht das Budget nicht immer aus, um eigene Fotografien anzubieten. Selbst für die Gestaltung eines professionellen Designs ist der erforderliche Zeitkorridor vielfach zu eng.
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Kommentieren, bewerten, Fragen an den Autor: "Copyright-Verletzungen und Webdesign"
Am 31.03.2006 15:28:29 schrieb <Anonym>:![]()
Der Artikel geht juristisch voll in Ordnung, die Überschrift ist voll daneben. Der Artikel geht auf die Rechtslage in Deutschland ein, nicht auf die Rechtslage, die ein angelsächsischen Ländern gilt. Denn da - und nur da - gibt es die Copyrights, Trademarks und alles mögliche weitere, wo es auf Kenntlichmachung ankommt. In Deutschland und in allen anderen europäischen Ländern geht die Rechtslage aus Gesetzen hervor und es kommt auf gesteigerte Gestaltung, Schöpfungshöhen oder Patentanmeldungen (Wort- und Bildmarken...) usw. an.
Am 31.03.2006 12:51:47 schrieb <Anonym>:![]()
Das Thema beschäftigt mich schon lange und ich sehe es mit einem lachenden und einem weinenden Auge - es wird endlos viel geklaut, weil man sich mit fremden Federn so toll schmücken kann. Es ist nichts dagegen einzuwenden, dass (nichtkommerzielle) Seitenbetreiber gute Sammler sind, und ihre Zusammenstellungen von tollen Fundsachen im Web präsentieren - dann aber muss ein Hinweis und Link auf den Urheber der Texte und Bilder her. So lange das nicht erfolgt - und viele Leute wissen tatsächlich nichts über die Rechtslage - muss man den Leuten mit juristischen Mitteln auf die Finger klopfen. Und den kommerziellen Anbietern sowieso. Geiz ist geil, eine Webseite für 250 EUR - das ist wahrlich ein Hohn.
Am 31.03.2006 11:39:55 schrieb <Anonym>:![]()
Lieber Herr Schenk,
das ist eine rechtliche Grauzone, die sich nicht nur der sogenannte »Webdesigner« zu nutze macht, sondern auch der potientielle »Auftraggeber«, der möglichst schnell und billig (wozu gibt's schliesslich MAE's!?) sein Unternehmen im Internet präsentiert haben möchte. Dabei verläßt er sich weniger auf die Erfahrung eines professionellen Gestalters, sondern
mehr auf den Rat seiner Erbsenzähler. »Zeit« ist der Hauptfaktor bei der Planung und Umsetzung einer Website und wird häufig aus Unkenntnis oder Arroganz sehr knapp bemessen. Eine individuelle Webpräsenz ist zeit- und kostenaufwendig und erfordert nicht nur gestalterisches und technisches Know-how, sondern auch genügend Spielraum und Bewegungsfreiheit. Sprich: eine vernünftige »Kommunikation« aller Beteiligter oder Projektverantwortlichen. Ist dies nicht gegeben, kann der »Benutzer« auch nicht später davon profitieren und wird diesen wahnsinnig schnell und billig produzierten Internetauftritt erst gar nicht wahrnehmen.
Mike
Am 31.03.2006 11:24:48 schrieb <Anonym>:![]()
Lieber Herr Schenk,
das ist eine rechtliche Grauzone, die sich nicht nur der sogenannte »Webdesigner« zu nutze macht, sondern auch der potientielle »Auftraggeber«, der möglichst schnell und billig (wozu gibt's schliesslich MAE's!?) sein Unternehmen im Internet präsentiert haben möchte. Dabei verläßt er sich weniger auf die Erfahrung eines professionellen Gestalters, sondern
mehr auf den Rat seiner Erbsenzähler. »Zeit« ist der Hauptfaktor bei der Planung und Umsetzung einer Website und wird häufig aus Unkenntnis oder Arroganz sehr knapp bemessen. Eine individuelle Webpräsenz ist zeit- und kostenaufwendig und erfordert nicht nur gestalterisches und technisches Know-how, sondern auch genügend Spielraum und Bewegungsfreiheit. Sprich: eine vernünftige »Kommunikation« aller Beteiligter oder Projektverantwortlichen. Ist dies nicht gegeben, kann der »Benutzer« auch nicht später davon profitieren und wird diesen wahnsinnig schnell und billig produzierten Internetauftritt erst gar nicht wahrnehmen.
Mike