Wer ist denn eigentlich ... Jacqueline Esen?

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Jacqueline EsenJacqueline Esen ist Fotografin und schreibt für akademie.de Beiträge zu Digitalfotografie, zu Bildgestaltung und zum Einsatz von Fotografien auf Webseiten oder im Marketing. Hier verrät Sie etwas mehr über sich.

Beschreiben Sie sich selbst mit drei Begriffen!
Jacqueline Esen: Vielseitig, optimistisch, zuverlässig.

Was ist für Sie "richtiges Glück"?
Jacqueline Esen: Es beginnt mit dem bewussten Empfinden von tiefer, innerer Zufriedenheit und Dankbarkeit. Dieses Gefühl kann durch vieles ausgelöst werden - durch Begegnungen mit Menschen, bei einem Spaziergang in der Natur, durch einen beruflichen oder persönlichen Erfolg. Solche Glücksmomente stellen sich manchmal ein, manchmal lassen sie auf sich warten. Eine echte Befreiung sind Momente, in denen ich feststelle, dass die äußeren Umstände meine Gemütslage nicht wirklich beeinflussen. Wenn in meinem Inneren alles zur Ruhe kommt...

Wen oder was bewundern Sie?
Jacqueline Esen: Menschen, die in allen Lebenslagen ruhig und gelassen bleiben können - und das Beste aus jeder Situation machen.

Wen oder was können Sie überhaupt nicht ausstehen?
Jacqueline Esen:Sellerie. Ansonsten bin ich pflegeleicht.

Worüber haben Sie das letzte Mal richtig gelacht?
Jacqueline Esen: Ich glaube, ich lache täglich mehr als einmal richtig, es fällt mir recht schwer, einen besonders exemplarischen Lach-Anfall heraus zu picken. Ich glaube heute war es der Anblick eines alten Fotos von mir selbst. Ich sah so bescheuert aus! Ich liebe es, herum zu blödeln. Und natürlich ist immer eine Kamera griffbereit.

Jacqueline Esen, mal anders

Jacqueline Esen bei akademie.de

Jacqueline Esens Beiträge für akademie.de finden Sie im Thema Digitalfotografie. Dazu gehören zum Beispiel:

Wie sieht bei Ihnen ein typischer Sonntag aus?
Jacqueline Esen: Einen richtig typischen Sonntagnachmittag gibt es eigentlich nicht - manchmal sitze ich am Computer, manchmal vor der Glotze. Manchmal geht's in den Biergarten oder ich beschließe kreativ zu sein und krame Pinsel und Leinwand heraus. Oft kommt auch jemand auf ein Tässchen Tee vorbei. Der Sonntag ist kreativer Freiraum für das, was gerade ansteht. Und wenn Arbeit ansteht, dann wird eben gearbeitet. Dafür nehm' ich mir dann an einem anderen Tag frei. Aber da ich meine Arbeit sehr liebe, gibt es diesen Unterschied fast nicht mehr.

Was ist für Sie die größte Herausforderung in Bezug auf Ihre Arbeit?
Jacqueline Esen: Die Gratwanderung zwischen Kommerz und Kunst und mein gnadenloser Perfektionismus, den ich natürlich nie befriedigen kann.

Was war für Sie die überraschendste Erkenntnis im Hinblick auf Ihr Fachgebiet? Wo haben Laien die "falschesten" Vorstellungen
Jacqueline Esen: Die Vorstellung, dass Fotografieren einfach sei und dass man nur eine teure Ausrüstung kaufen müsse, um gute Bilder zu bekommen. Und ich glaube, die wenigsten können sich vorstellen, dass professionelles Fotografieren mit Kreativität oft überhaupt nichts zu tun hat, ein knochenharter Job ist, und körperlich auch noch enorm anstrengt.

Welche Websites empfehlen Sie als Einstieg in das Thema?
Jacqueline Esen: Das größte deutschsprachige Informationsportal ist www.fotografie-forum.de. Die beste Fundgrube für Fotowissen ist für mich www.digitalkamera.de: Dort gibt es hervorragende Fototipps, und die Datenblätter der Kameras eignen sich bestens, wenn man die technischen Daten verschiedener Modelle vergleichen will.

Wichtiger als die Technik sind aber die Bilder. Man sollte sich so viele wie möglich anschauen - und das Web ist voll davon. In Foto-Communities kann man sich dann auch in die Diskussion stürzen - aber leider gibt es dabei auch immer wieder unschöne und meines Erachtens überflüssige Streitereien. Mit meiner eigenen Seite www.online-fotokurse.de versuche ich ein Alternativangebot zu schaffen, indem ich die Leute wirklich individuell in kleinen Gruppen betreue

Was würden Sie Einsteigern mit auf den Weg geben?
Jacqueline Esen: Wer nur so zum Spaß knipst und keine großen Ansprüche hat, soll das auf jeden Fall so beibehalten. Wer bessere Bilder machen will, muss über die wesentlichen handwerklichen Grundkenntnisse verfügen, viel üben und auch die Bilder von anderen Leuten intensiv studieren und sich darüber austauschen. Die größte Gefahr sehe ich darin, dass viele talentierte Amateure in den fotografischen Klischees hängen bleiben, die durch Wettbewerbe oder Hochglanzbroschüren vorgegeben sind. Persönliche, individuelle Ansichten, auch wenn sie technisch nicht perfekt sind, finde ich spannender als extrem schöne Menschen vor besonders schönen Kulissen.

Jacqueline Esen

Und zum Schluss noch einen Satz zum Internet: "Es ist ..."
Jacqueline Esen: ... für mich die größte Erfindung des letzten Jahrhunderts. Es kann Kontakte zu realen Personen nicht ersetzen, aber ich habe schon einige Leute im Internet "gefunden" und später persönlich getroffen. Für mich ist es eine absolute Bereicherung. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge beobachte ich die Ereignisse im Zusammenhang mit dem Urheberrecht. Einerseits freut es mich, dass die Autoren endlich mal die Chance haben, Geld für ihre Werke zu bekommen - aber es sollte möglich sein die Werke großer Künstler wie René Magritte zu zeigen, ohne dass man dabei gleich horrende Lizenzgebühren abdrücken muss oder eine Abmahnung ins Haus flattert.

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