Abrechnung bei PaidContent

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Bepreisung und Abrechnung von PaidContent | Bezahlverfahren | Betrieb von PaidContent-Bereichen | Spenden statt PaidContent

Neben der technischen Umsetzung des redaktionellen Bereichs ist oft auch die Umsetzung der Abrechnung ein Problem. Viele Webmaster beginnen an diesem Punkt damit, ein eigenes Abrechnungssystem zu entwickeln und auf die Geschäftsprozesse zu übertragen. In vielen Fällen ist dies jedoch nicht notwendig, da meist kostengünstig und wesentlich effektiver auf bereits bestehende Systeme zurückgegriffen werden kann. Für jedes Bezahlverfahren bieten sich verschiedene Systeme an.

Bepreisung und Abrechnung von PaidContent

Den richtigen Preis für ein PaidContent-Angebot zu finden ist nicht immer eine einfache Sache. Setzt man den Preis zu hoch an, wird das Angebot evtl. nicht genutzt, weil es sich niemand leisten kann. Setzt man den Preis jedoch zu tief an, wird das Angebot vielleicht schnell unrentabel, da mit den Einnahmen die Ausgaben nicht gedeckt werden können. Zudem kann bei einem zu niedrigen Preis beim Nutzer der Eindruck entstehen, die Qualität des Produkts sei nicht allzu hoch. Eine ausgewogene Mitte muss gefunden werden. Zudem ist die Wahl des Abrechnungsmodells wichtig für den Erfolg eines Angebots. Im Internet haben sich bisher drei Modelle etabliert:

  • Pay-per-Time: Hierbei zahlt der Kunde nach der von ihm in Anspruch genommenen Nutzungsdauer einen bestimmten Betrag. Dieses Verfahren eignet sich z.B. bei Onlinespielen: Pro angefangener Spielstunde wird dem Spieler ein bestimmter Betrag berechnet. Das Verfahren wird dadurch relativ transparent und der Kunde kann letztlich selbst entscheiden, wie viel er für seine Unterhaltung bezahlen möchte.

  • Pay-Per-Use: Bei diesem Modell wird dem Kunden pro Benutzungsvorgang ein bestimmter Betrag berechnet. Z.B. könnte für jedes herunter geladene Handylogo ein bestimmter Betrag in Rechnung gestellt werden. Dieses Verfahren entspricht dem gewöhnlichen Einkauf und wird daher von Kundenseite gut angenommen.

  • Abonnements: Ein Abonnement entspricht in etwa dem Pay-per-Time-Modell, nur dass dabei vorher die Dauer der Nutzung festgelegt wird. Wie es bei Zeitungen im Offlinebereich der Fall ist, kann hier dem Kunden beispielsweise für den Zeitraum von mehreren Monaten die Nutzung eines bestimmten Bereichs oder das Lesen von sonst kostenpflichtigen Artikeln ermöglicht werden.

Bezahlverfahren

Aufgrund der eher niedrigen Summen bei PaidContent bieten sich im großen und ganzen meist nur Micropayment-Verfahren an, um auch diese kleinen Beträge möglichst einfach abrechnen zu können. Zwar sind die klassischen Bezahlverfahren wie Rechnung und Kredikarte bei den Usern weiterhin auch die beliebtesten, leider sind diese jedoch nur selten zu gebrauchen. Grundsätzlich gilt: Wer Produkte unter einem Preisniveau von 5 bis 10 EUR anbietet, sollte auf Micropayment-Anbieter setzen - alles, was höher liegt, kann getrost auch per Rechnung bezahlt werden.

Wem die Provisionen der Micropayment-Anbieter jedoch zu hoch sind, kann auf Prepaid-Modelle setzen: Der Kunde bezahlt einmal einen bestimmten Betrag ein und kann diesen dann bei Ihren Angeboten abnutzen.

Betrieb von PaidContent-Bereichen

Einen PaidContent-Bereich einzurichten ist das eine - und soweit noch relativ einfach. Das andere ist es jedoch, diesen Bereich auch zu betreiben. Besonders bei Abonnement-Paketen erwarten die Kunden in regelmäßigen Abständen neue Inhalte. Der "Aktualisierungsfaktor", also wie häufig und in welchem Maße der PaidContent-Bereich aktualisiert wird, ist ausschlaggebend für die Kundenzufriedenheit. Allerdings hat dauerhafte Qualität auch Ihren Preis - und der muss erstmal wieder eingespielt werden. Bevor Sie derartige Angebote planen, sollten Sie bedenken, was es kosten wird, das Angebot zu betreiben. Je nach Höhe der monatlichen Ausgaben und Höhe des Abonnementpreises werden pro Monat immer wieder neue Abonnenten benötigt, um den Finanzstatus zu sichern. Im Umkehrschluss bedeutet das: Jeden Monat, in dem Sie keine oder zu wenige neue Abonnenten gewinnen, werden Sie Minus machen. Das sollte gut durchdacht sein. Besonders bei Seiten, die über ein gewisses "Stammpersonal" verfügen, ist in den ersten Monaten die Abonnentenzahl recht hoch, wird jedoch höchstwahrscheinlich schon nach einigen Monaten nach unten abfallen, sofern nicht durch geschicktes Marketing, Sonderaktionen oder dergleichen gegengesteuert wird.

Spenden statt PaidContent

Bei kleinen Projekten, privaten Projekten oder Gemeinschaftsprojekten ohne Gewinnorientierung ist die Spende eine Alternative zum PaidContent. Vorteil für die Besucher: Jeder bezahlt/spendet nur so viel, wie er für angemessen hält. Machen Sie einen Aufruf auf Ihrer Homepage. Schildern Sie, wofür das Geld genau benötigt wird und warum es so wichtig ist. Ein Spendenziel, also eine Summe, die erreicht werden soll, kann zudem die Motivation der Spender fördern.

Spenden-Erfolg bei SelfHTML Spenden-Erfolg bei SelfHTML
(Bild vergrößern)

Erfolgreiche Projekte schießen sogar über das Ziel hinaus, wie kürzlich das SelfHTML-Projekt zeigte: Für den Kauf eines neuen Servers sollten 5.000 EUR Spenden gesammelt werden. Die Resonanz war so groß, dass bisher über 21.000 EUR - also mehr als das 4-fache - an Spenden eingegangen sind.

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