PaidContent

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PaidContent versus FreeContent | Wer kauft PaidContent?

Vor ein paar Jahren war PaidContent noch das Zauberwort der New Economy. Von PaidContent hatte man sich die Wende nach der Talfahrt versprochen. Mittlerweile sind die Erwartungen zwar etwas gedämpft, aber dennoch lässt sich damit ein guter Teil der Einnahmen generieren.

PaidContent ist, wie der Name schon sagt, der Oberbegriff für bezahlte Inhalte im Internet. Beispiele hierfür sind die Online-Ausgaben einiger Zeitschriften, für die man bezahlen muss, oder die Artikelarchive von Magazinen.

PaidContent versus FreeContent

Jahrelang galt das Internet als eine Art Selbstbedienungsladen. Bis auf die Erotik-Branche nahm man alles als kostenlos hin - eine Gebühr für eine Webseite zu verlangen erschien als absurd. Mittlerweile hat sich dieses Bild etwas geändert, dennoch stellt sich beim Besucher weiterhin die Frage: Warum dafür bezahlen, wenn im Internet doch alles kostenlos ist? Wenn Sie Ihren Besuchern diese Frage beantworten können, haben Sie schon fast gewonnen. Denn eigentlich trifft die Frage ins Schwarze: Nahezu jede Information kann irgendwo anders im Internet kostenlos gefunden werden, sofern man lange genug danach sucht.

Mit der Umstellung von Free- auf PaidContent tun sich die meisten Webseitenbetreiber und auch die Besucher schwer. Der Besucher fragt sich, warum er plötzlich für etwas bezahlen soll, was vor kurzem noch kostenlos war. Der Webmaster wundert sich, warum niemand die Angebote in Anspruch nimmt. Um bei der Umstellung nicht auch noch Besucher zu verlieren, empfehlen sich zweigleisige Modelle, d.h. es wird nicht der Free-Bereich in einen Paid-Bereich umgewandelt, sondern zum Free-Bereich kommt ein neuer Paid-Bereich hinzu. Machen Sie Ihren Besuchern damit auch klar, dass sie auf nichts verzichten müssen, da ja alles wie gehabt vorhanden ist. Es muss deutlich werden, dass mit dem PaidContent etwas Neues, Zusätzliches geschaffen wird.

Bei Webseiten mit einem starken Verbund zu den Besuchern, wie es etwa bei Comunities der Fall ist, ist es zudem ratsam, den Paid-Bereich auch auf eine völlig neue Domain zu legen, um die Trennung noch deutlicher hervorzuheben. Auf der alten Domain kann dann alles wie gehabt weiterlaufen und kräftig Werbung für die neue Seite gemacht werden. Um den Nutzern einen schnellen Einstieg zu bieten, sollte die neue Homepage dann ähnlich ausschauen.

Wer kauft PaidContent?

Wenn Sie PaidContent-Angebote planen, sollten Sie darauf achten, dass Sie auch die richtigen Kunden finden und ansprechen. Sehr hilfreich sind einige Umfragen, die in der letzten Zeit zum Thema PaidContent durchgeführt wurden. Zwar unterscheiden sich die Umfragen in den Fragestellungen teils erheblich, dennoch hinterlassen Sie ein recht einheitliches Bild, was den Nutzer von PaidContent angeht. So würden einer Umfrage der VDZ zufolge zwar über 55% der Befragten für bisher kostenlose Angebote in Zukunft auch nicht zahlen wollen, aber immerhin 18% könnten sich vorstellen, von einem kostenpflichtigen Angebot Gebrauch zu machen. Gerade was die Umstellung von Free- auf PaidContent angeht, können Sie sich damit recht gut ausrechnen, wie viele ihrer derzeitigen Nutzer auch ein zukünftig kostenpflichtiges Angebot nutzen würden - bedenken Sie aber, dass die Zahl wahrscheinlich deutlich geringer als 18% ausfallen wird.

Im Gegensatz dazu sind allerdings über 70% der Nutzer, die bereits ein kostenpflichtiges Angebot in Anspruch genommen haben, auch dazu bereit, es erneut zu nutzen. Daraus lässt sich ableiten, dass man auf eine große Produktpalette setzen sollte: Nutzer, die Produkt A gekauft haben, werden dann leichter auch zu Produkt B greifen als Nutzer, die Produkt A noch nicht gekauft haben. Was das Interesse an PaidContent angeht, so stehen hier vor allem Datenbanken, Downloads, Archive, Finanzinformationen und Onlinebanking in der Gunst der User. Weniger interessant sind hingegen Chats und Foren, Kultur, Newsletter sowie Klatsch und Tratsch. Bei den letzteren Angeboten sind weniger als 2% der Nutzer bereit, für ein bisher kostenloses Angebot etwas zu bezahlen - bei Datenbanken oder Onlinebanking sind es dagegen 10% bis 17% der Nutzer.

Das ist eine Leseprobe

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