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5 Tipps für knackige Vorträge

Wie Sie Ihre Präsentation oder Ihre Rede spannender gestalten

Es gibt vreshiceedne Wgee, Irhe Afumekrsaemkit zu feelssn. Sie knönen bspeilsiewisee die Bcuhasetbn in aleln Wrörten duerchindeanr wrüefln (nur der esrte und der ltezte Bchuastbe msüesn erlhaetn blbeien). Weil das Lesen solcher Texte anstrengend ist, erzwingt es automatisch eine höhere Konzentration. Unser Vortragsexperte Lorenz Hölscher hat aber noch bessere Tipps, wie Sie Ihre Präsentation oder Ihre Rede spannender gestalten.

1. Tipp: "Man"? Nein: Sie und ich!

Vermeiden Sie unverbindliche Formulierungen wie "man kann die Energiebilanz eines Hauses so verbessern". Dieser "man" ist irgendjemand anders, mit dem Ihre Zuhörer nichts zu tun haben. "Sie können die Energiebilanz Ihres Hauses so verbessern" spricht jeden im Publikum persönlich an.

Reden und Präsentieren ist ein Dialog, also ein Zwiegespräch. Es geht zwar um eine Sache, aber eben auch um die beiden Akteure. Zeigen Sie auf, welchen persönlichen Bezug Sie zum Thema haben und ebenso, welchen Nutzer jeder einzelne Leser/Zuhörer davon hat.

Schließlich wollen Sie Ihrem Publikum Ihr Thema "verkaufen" und es zahlt mit Zeit und Aufmerksamkeit. Wenn es aus Ihrem Vortrag etwas als persönlichen Nutzen für sich mitnehmen konnte, empfindet es das als "bereichernd" und ist zufrieden.

2. Tipp: Überraschen Sie!

Wenn Sie die fünfte Präsentation auf einem Kongress oder die dritte Rede bei einem festlichen Anlass halten, stellt sich gerne gepflegte Langeweile ein. Eintöniges Herunterlesen des Manuskripts oder die ewiggleichen PowerPoint-Aufzählungen tragen ihr Übriges dazu bei. Wenn Sie Pech haben, hat Ihr Vorredner sogar dasselbe Design benutzt.

Spannung erzeugen

In verschiedenen Beiträgen ("'Worüber reden Sie eigentlich?' - Lebendige Vorträge halten" und "PowerPoint-Vorträge: Wie Sie mit perfekten Texten überzeugen") habe ich schon Beispiele genannt, wie Sie abwechslungsreicher reden und präsentieren können. Nicht ganz neu, aber trotzdem effektiv ist es, am Anfang demonstrativ etwas Merkwürdiges aufs Rednerpult zu stellen, beispielsweise einen Ziegelstein mit Schleife aus Geschenkband.

Ihr Publikum wird gespannt auf die Auflösung warten und intensiv lauschen. Dabei kommt dieses Objekt in Ihrem Vortrag gar nicht vor. Wenn am Ende jemand danach fragt, drehen Sie den Stein um: dort klebt nur ein Zettel mit der Schlusszeit Ihres Vortrags, damit Sie den Termin nicht überziehen.

3. Tipp: Kill your darlings!

Beim Ideensammeln für eine Rede oder einen Vortrag findet sich immer mal eine besonders gelungene Formulierung oder Illustration. Diese bleibt dann irgendwie weiter drin, auch wenn sie eigentlich gar nicht mehr so gut in Ihr Konzept passt. Sie müssen bereit sein, sich auch von diesen Lieblingen zu trennen.

Gerade das Wegschmeißen fällt mir selbst am schwersten, aber es befreit einen Vortrag meistens von den Zwängen genau dieser Formulierung oder Illustration. Heben Sie sich diese Idee einfach für eine andere Gelegenheit auf, dann fällt die Trennung leichter und dort freuen Sie sich vielleicht über diese Lösung.

4. Tipp: Erzählen, nicht aufzählen!

Auch dieser Tipp wird ebenso oft erwähnt (siehe "Erzählen statt aufzählen") wie missachtet. Ihre Zuhörer wollen nicht nur trockene Fakten erfahren, sondern brauchen dabei auch "Fleisch auf den Knochen". Gerade beim Zuhören fehlt oft der bildhafte Anteil.

Wenn Sie wenig oder gar keine Bilder haben, müssen Sie sprachliche Bilder wie in "Vorträge: Metaphern gezielt einsetzen" bieten. Eine Geschichte bietet dafür einen Zugang auf mehreren Kanälen, nämlich akustisch, bildhaft und emotional. Das verbessert das Verstehen erheblich.

5. Tipp: Nicht drumherum reden!

Wer etwas erfahren möchte, ist ungeduldig (im Internet übrigens noch viel mehr als beim Vortrag). Kommen Sie bald zum Kern des Themas und schwafeln Sie nicht über die äußeren Umstände der Entwicklung oder welche furchtbaren Probleme Sie hatten, um zu diesem Ergebnis zu kommen.

In Radio und Fernsehen, wo Zeit noch kostbarer ist, heißt das: "ist der Redakteur auch noch so fleißig, wird's am Ende doch eins-dreißig", nämlich 1:30 Minuten für den Beitrag. In dieser Zeit muss alles gesagt und gezeigt worden sein, egal zu welchem Thema. Da ist kein Platz und keine Zeit fürs Drumherumreden.

Fazit

Texte, Präsentationen und Reden unterliegen weitgehend den gleichen Anforderungen. Langweilig bleibt langweilig. Umgekehrt gilt aber auch: Mit überraschenden Formulierungen und wohldosierten originellen Einfällen fesseln Sie Ihr Publikum.

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