Steuer-Abschreibungen sinnvoll nutzen: Was Selbstständige über GWG, AfA und Sonderabschreibung wissen sollten

Mit Abschreibungen das Finanzamt kurz halten - Steuer-Praxiswissen in kompakter Form

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Stand: 15. März 2013

Betriebliche Anschaffungen müssen Sie zwar sofort bezahlen oder finanzieren. Als Betriebsausgabe von der Steuer abziehen, sprich "absetzen", dürfen Sie die Kosten meist jedoch nur in Jahres-Häppchen. Immerhin: Bei den ominösen Abschreibungen lässt Ihnen das Finanzamt einen gewissen Spielraum. Wer sich richtig entscheidet, kann einiges sparen - an Steuern und an Aufwand. Deshalb ist es von Vorteil, wenn Selbstständige und Unternehmer mit den Grundbegriffen der "Abschreibungslehre" vertraut und nicht nur auf die Entscheidung des Steuerberaters angewiesen sind.

"Steuerliche Abschreibungen" - das klingt nach staubtrockener, langweiliger Lektüre. Nur: Wenn von Abschreibungsmethoden, GWG und Investitionsabzugsbeträgen die Rede ist, geht es oft um viel Geld. Geld, das entweder Ihr Unternehmen hat oder das Finanzamt. So gesehen ist das Thema alles andere als langweilig.

Wir erklären verständlich, knapp und praxisbezogen, was Unternehmer über Abschreibungen wissen sollten. Sie werden sehen: Abschreibungen sind keine Geheimwissenschaft:

  • Was hat es eigentlich mit den ominösen "Abschreibungen" auf sich?

  • Welche Abschreibungsarten gibt es, welche Auswirkungen, Vor- und Nachteile haben sie?

  • Ist die "Absetzung für Abnutzung" (AfA) für Selbstständige und kleine Unternehmen unterm Strich eher ein Segen oder ein Ärgernis?

  • Wann gilt eine Anschaffung als "geringfügiges Wirtschaftsgut" und was hat es mit dem merkwürdigen GWG-Sammelposten oder dem Investitionsabzugbetrag auf sich?

  • Wieviel Spielraum haben Selbstständige und kleine Unternehmen beim Abschreiben betrieblicher Anschaffungen und wie lassen sich dabei Steuern sparen?

Unser Grundlagenartikel liefert die Antworten und bringt Licht ins Abschreibungs-Dickicht.

Abschreibungen? Darum kümmert sich mein Steuerberater.

Klar, diese Arbeitsteilung ist sinnvoll - solange es bloß um die Details geht. Wenn jedoch größere Investitionen anstehen oder die Geschäftsstrategie der nächsten Jahre Thema wird, dann brauchen Sie Grundkenntnisse des Abschreibungsverfahrens. Ohne blassen Schimmer von AfA, GWG, betrieblicher Nutzungsdauer oder Investitionsabzugsbeträgen können Sie sonst weder die zur Auswahl stehenden Alternativen verstehen noch deren Folgen abschätzen. Auch Steuer-Grundkenntnisse sind eine Voraussetzung für eigenständige, souveräne Geschäftsentscheidungen.

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Wirtschaftsgüter bis 150,– als Betriebsausgabe oder GWG

Ich verstehe Ihren Beitrag so, dass ich bei Wirtschaftsgütern bis 150,– die Wahlfreiheit habe zw. a) einer Buchung als Betriebsausgabe oder b) einer Aufnahme ins Anlagenverzeichnis als geringwertiges Wirtschaftsgut. Stimmt diese Interpretation oder muss ich hier auf jeden Fall eine Betriebsausgabe verwenden?

Antwort: Wirtschaftsgüter bis 150,– als Betriebsausgabe oder GWG

Guten Tag,
die Aufnahme "in ein besonderes, laufend zu führendes Verzeichnis" ist gemäß § 6 EStG
http://www.gesetze-im-internet.de/estg/__6.html
... erst bei Wirtschaftsgütern ab 150 Euro aufwärts erforderlich. Warum Sie Wirtschaftsgüter mit einem geringeren Wert freiwillig ins "Anlagenverzeichnis" aufnehmen wollen, habe ich leider nicht verstanden.
Freundliche Grüße
Robert Chromow

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