Anders werben mit Marketing-Alternativen
Google AdWords
Erst seit wenigen Jahren im Geschäft, aber sehr aussichtsreich ist Googles AdWords-Marketingprogramm. Dabei nutzen Sie als Werbetreibender die Vorteile der umfassenden Suchmaschine: nach Suchwort gerichtete Werbung.
Google AdWords?
Das Google AdWords-Programm ist ursprünglich aus der Werbevermarktung von Google entstanden, breitet sich mittlerweile aber auch auf eine Unzahl anderer Webseiten aus. Das Prinzip: Ihre Werbung wird gezielt mit bestimmten (Such)-Begriffen verknüpft. Dabei definieren Sie die Keywords. Werben Sie beispielsweise für einen Online-Buchladen, könnten Ihre Wörter "Buch", "E-Book" oder "Harry Potter" sein. Gibt nun ein Internet-Benutzer in die Google-Suche eines dieser Wörter ein, erscheint automatisch zu den Suchergebnissen Ihre Werbung am rechten Rand. Der Vorteil liegt auf der Hand:
Der Benutzer bekommt nur relevante Werbung zu sehen und klickt entsprechend öfter und gezielter.
Da der Besucher schon sein Interesse an einem bestimmten Begriff ausgedrückt hat, ist es wahrscheinlicher, dass er zum Kunden wird.
Einziger Nachteil der AdWords: Sie können nur Textwerbung erstellen - Banner werden nicht vermarktet.
Google AdSense
Der Erfolg von Google AdWords ist nicht zuletzt auch einer weiteren Technologie aus dem Hause zu verdanken: Google AdSense. Dabei wird, ähnlich wie bei den Anzeigen in den Suchresultaten, dem Kontext entsprechende Werbung eingeblendet - allerdings auf fremden Webseiten. Google scannt dazu zunächst die Webseite ein, die mit Werbung gefüllt werden soll, und entscheidet dann anhand des Inhalts, welche Werbebotschaften eingeblendet werden sollen.
Das AdSense-Programm ist ausschließlich für Website-Betreiber gedacht, die Googles Werbung auf Ihren Seiten anzeigen möchten. Werben Sie jedoch mit AdWords, wird Ihre Werbung zusätzlich zur Google-Webseite auch auf den Seiten des AdSense-Programms angezeigt. Ihre Werbung erscheint somit im Rahmen von externem Content und erscheint dadurch weitaus seriöser.
Klickpreis festlegen
Bei Google AdWords wird ausschließlich auf Klickbasis vergütet. Der Preis für einen Klick hängt dabei von Ihnen ab, bestimmt jedoch auch die Art der Einblendung und deren Anzahl. Wollen Sie Werbung erstellen, definieren Sie dazu zunächst den Text, die Keywords, mit denen dieser verknüpft werden soll, und was der Klick kosten wird. Der Mindestpreis für einen Klick liegt hier bei 0,05 EUR, ist aber nach oben offen. Entsprechend des Klickpreises platziert Google Ihre Anzeige weiter oben auf der Seite - zahlt jemand mehr als Sie für ein Keyword, hat dessen Anzeige Vorrang. Daraus folgt: Je mehr Sie pro Klick bezahlen, desto öfter wird Ihre Werbung angezeigt und Sie erhalten mehr Klicks pro Tag.
Welcher Preis sich für Sie lohnt, hängt davon ab, wie viele Klicks pro Tag Sie erzielen möchten und ob Ihnen die Platzierung der Anzeige wichtig ist. Möchten Sie beispielsweise nur möglichst viele Besucher in möglichst kurzer Zeit auf Ihr Angebot aufmerksam machen, reicht im Prinzip ein Klickpreis von 0,05 Cent. Haben Sie aber viele Konkurrenten, die mit dem gleichen Keyword werben möchten, müssen Sie unter Umständen bis zu 1,00 EUR und mehr zahlen, damit das Suchwort überhaupt angezeigt wird. Wollen Sie zunehmend auch die Anzeige zur Markenbildung nutzen, muss Sie entsprechend platziert werden und kostet damit ebenfalls mehr. Letzten Endes liegt es also auch hier wieder an Ihnen: Wie viel ist Ihnen ein Besucher wert?
Keywords
Eine sorgfältige Auswahl ist oberstes Gebot: Die Auswahl der Keywords ist entscheidend, wie viele Klicks Sie pro Tag erzielen und wie teuer die Anzeige wird. Google hilft hier zwar mit einigen Tools, die Ihnen Keywords vorschlagen, Synonyme nennen oder Phrasen bilden, dennoch sind die Hilfen nicht immer nützlich: Wollen Sie beispielsweise für den Begriff "kostenlos" werben, bekommen Sie derzeit bei 0,63 EUR Klickpreis 1.000 Klicks pro Tag - zahlen Sie nur den Mindestbetrag von 0,05 EUR, sind es nur noch 340 Klicks. Wollen Sie dennoch viele Klicks pro Tag zum Mindestpreis einkaufen, lohnt es sich, "alternative" Wörter zu verwenden. Wörter, die von Mitbewerbern nicht verwendet werden und dadurch billiger sind, bringen Ihnen vielleicht nicht gleich 1.000 Besucher pro Tag, haben Sie aber 3 oder 4 "kleinere" Begriffe, kommt auch schnell der Besucherwert eines "großen" Begriffs zustande.
AdWords vs. Partnerprogramme
Die Entscheidung für Google AdWords und für ein Partnerprogramm dürfte nicht schwierig sein, sie ist abhängig von den Zielen, die Sie mit den Marketing-Maßnahmen erreichen möchten. Der drundsätzliche Unterschied zwischen Google AdWords und einem Partnerprogramm ist die Bezahlung: Bei Google gibt es nur Klicks zu kaufen - bei Partnerprogrammen können Sie auch Leads oder Sales kaufen und haben damit mehr Sicherheit. Im Gegenzug bietet Ihnen Google einen wichtigen Vorteil bei der Planung des Programms: Sie können genau sagen, wie viele Klicks Sie pro Tag haben möchten - bei einem Partnerprogramm sind Sie auf die Gunst und das "Können" Ihrer Partner angewiesen. Das kann unter Umständen schnell nach hinten losgehen: Sollte Ihr Programm so gut ankommen, dass Sie plötzlich mehrere tausend Klicks pro Tag verbuchen, müssen Sie auch entsprechend dafür zahlen. Bei Google können Sie das im Vorfeld eingrenzen und Ihre Kosten kontrollieren.
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