Partnerprogramme und Partnernetzwerke
Das passende Netzwerk finden
Die Qual der Wahl haben jene, die aus dem großen Repertoire an Partnernetzwerken das passende finden möchten. Bevor Sie sich für ein bestimmtes Partnernetzwerk entscheiden, sollten Sie sich im Klaren sein, was Sie eigentlich wollen. Grundsätzlich gibt es vier Zielsetzungen von Online-Werbung:
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Bekanntheit und Markenbildung: Egal um welche Werbeform (Radio, TV, Zeitung etc.) es sich handelt - es gilt, ein Produkt bekannt zu machen und dessen Verkauf zu fördern. Bei Mode, Haushaltswaren oder Lebensmittel, die nahezu überall erhältlich sind, reicht eine bloße Bekanntmachung des Produkts meist völlig aus. Jeder Konsument kann dann in den nächsten Laden gehen und beispielsweise den Schuh, die Töpfe oder den Käse kaufen.
Bei Online-Produkten gestaltet sich das zumeist schwieriger. Zwar gibt es auch hier einige zentrale Anlaufstellen wie Amazon, BOL und eBay. Dennoch sind viele Produkte nur über die Webseite des Herstellers beziehbar. Hier wäre es wenig sinnvoll, ein Produkt lediglich bekannt zu machen - niemand würde wissen, wo man es kaufen könnte. Die Folge: Kunden müssen gezielt angeworben werden.
Besucher: Den meisten Werbetreibenden geht es schlicht darum, mehr Besucher auf Ihre Seiten zu bekommen. Im Online-Bereich ist dies zwar sehr leicht übertragbar, dennoch ist nicht Besucher gleich Besucher. Was bringen einem 1.000 Besucher am Tag, wenn davon keiner ein Produkt kauft? Es kommt auf die Zielgruppe an: Sollen Frauen oder Männer angesprochen werden? Für welche Altersgruppe ist das Produkt interessant? Verkauft eine Seite z.B. Autos, so macht es wenig Sinn, die 18-Jährigen auf die Seite zu locken. Vielleicht sind es doch eher die Berufsanfänger ab 30 Jahre, die sich das Produkt auch leisten können.
Newsletterabonnenten, Umfrageergebnisse, Kontaktdaten: Besucher für den eigenen Newsletter zu werben hat einen großen Vorteil: Man verspricht sich dadurch keine direkten Einnahmen wie bei einem Kauf, sondern indirekte Einnahmen wie Werbung im Newsletter oder spätere Käufe des geworbenen Nutzers. Ebenso ist es auch denkbar, die Zielsetzung der Werbung auf das Ergattern von Kundendaten oder Umfrageergebnissen zu richten. Vertreiben Sie auf Ihren Seiten z.B. Software, die unter anderem als Testversion zum Download angeboten wird, dann könnte die Zielsetzung hier auch lauten: neue Besucher zum Download anregen. Je nach Webseite bieten sich diese Zielsetzungen auch als Nebenlösungen an.
Produkte und Dienstleistungen verkaufen: Wenn Sie direkte Gewinne aus der Werbung ziehen möchten, sollten Sie dies auch so definieren und sich nicht mit Besucherzahlen oder Kontaktdaten herumschlagen. Wenn Sie das Ziel direkt ansteuern, wird es auch am schnellsten erreicht.
Wie wird vergütet?
Die Vergütung kann bei den meisten Partnernetzwerken selbst bestimmt werden. Man legt Art und Höhe selbst fest. Dabei unterscheidet man nach vier Vergütungsarten, die den oben genannten Zielstellungen entsprechen:
AdViews: Die Bezahlung nach AdViews, auch AdImpressions genannt, ist besonders für Werbekampagnen geeignet, die lediglich den Bekanntheitsgrad fördern sollen. Dabei wird pro Werbeeinblendung ein festgelegter Betrag gezahlt. Dieser Betrag nennt sich CPV (Cost per View/Kosten pro Einblendung), wird aber meist nur in Tausenderblöcken angeboten und nennt sich dann CPM (Cost per Mille/Kosten pro 1000) oder TKP (Tausender Kontaktpreis). Der Preis variiert hier stark und ist abhängig von Werbetyp und -größe, Form und ggf. der Animation.
AdClicks: Die Bezahlung nach AdClicks, also den Klicks auf ein Werbemittel, ist die gängigste Variante, um Besucher zu locken. Dem Affiliate wird dabei ein zuvor festgelegter Betrag für jeden Klick bezahlt (CPC/Cost per Click/Kosten pro Klick), den er durch die Werbung auf seiner Seite generiert. Die meisten Netzwerke haben dazu meist Sperren und Beschränkungen eingebaut, um einen Missbrauch zu verhindern. Der CPC liegt meist zwischen 0,02 und 0,25 EUR.
AdLeads: Bei AdLead-Programmen wird nur dann bezahlt, wenn ein geworbener Besucher auf der Seite des Merchants eine bestimmte Aktion durchführt. Diese Aktion kann z.B. die Registrierung beim Newsletter, das Versenden von Grußkarten oder das Hinterlassen von Kundendaten sein. Der Affiliate wird dann mit einem festen Betrag (CPL/Cost per Lead/Kosten pro Durchführung) vergütet, der meist 0,50 EUR und mehr beträgt. Er richtet sich nach dem "Schwierigkeitsgrad" der durchzuführenden Aktion.
AdSales: Bei AdSale-Programmen wird nur dann bezahlt, wenn auch ein Verkauf zustande gekommen ist. Dieses Verfahren ist besonders für Shops geeignet. Natürlich ist dieses Verfahren bei Affiliates nicht sonderlich beliebt, da man meist weniger verdient als bei AdClick oder AdLead. Die Bezahlung erfolgt nach einem festen Prozentsatz des Verkaufswerts und liegt zwischen 5% und 30 %.
Die Zielgruppe
Die Spezialisierung der Konsumentengruppe sollte gut überlegt sein. Bei der Eingrenzung der Zielgruppe wird nach Geschlecht, Sprache, Alter, Beruf, Finanzstärke, Bildungsstand usw. differenziert. Wirbt man in einer nahezu exakt festgelegten Zielgruppe, können die Erträge deutlich steigern. Besonders die Streuverluste werden gesenkt. Ist die Zielgruppe bekannt, kann auch das Partnernetzwerk entsprechend ausgesucht werden. Bei manchen Netzwerken ist es auch gang und gäbe, dass sich die Affiliates beim Merchant um die Teilnahme am Programm bewerben müssen und erst nach dessen Zulassung teilnehmen dürfen. Solche Programme bieten Ihnen eine zusätzliche Sicherheit: Sie können sich Partnerseiten aussuchen, die vorwiegend von Usern besucht werden, die Ihren Produkten und Dienstleistungen offen gegenüber stehen.
Die Höhe der Investition
Die Rechnung lautet so: Wie viel muss investiert werden und wie hoch ist der Gewinn? Will man Online-Werbung bei einem Partnerprogramm schalten, fallen dafür meist pauschal 200 EUR bis 500 EUR an, die allerdings im Nachhinein mit der gebuchten Werbung verrechnet werden. Sie sind also nicht verloren. Es gibt zwar auch Netzwerke, bei denen man mit 25 EUR einsteigen kann. Allerdings werden 25 EUR auf Dauer nicht reichen, der Erfolg hält sich in Grenzen. Bei einigen Netzwerken kommen dann noch Anmeldegebühren, Traffic-Gebühren oder pauschale Monatsgebühren hinzu. Überlegen Sie also vorher genau, wie viel Sie wirklich ausgeben wollen. Ebenfalls wichtig bei der Entscheidung für ein Partnernetzwerk ist die Provision, die Sie an das Netzwerk zu zahlen haben.
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