Affiliate Marketing - Wie erfolgreicher Vertrieb im Internet funktioniert

Von: Jan Winkler
Stand: 1. September 2005
4.5
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Partnerprogramm starten und vermarkten

Provisionen kalkulieren

Die Provisionen sollten nicht zu tief aber auch nicht zu hoch gewählt werden. Zu tiefe Provisionen können dazu führen, dass nur kleine Websites an Ihrem Programm teilnehmen. Die großen Fische aber, also die, die Ihnen viele Besucher bringen könnten, bleiben aus. Durch zu hohe Provisionen gewinnen Sie viele Affiliates für Ihr Programm - machen aber vielleicht auch nur wenig Gewinn.

  • AdView-Programme: Ist Ihr Ziel die Bekannheitsteigerung, bietet sich allgemein eine AdView-Vergütung nach festen Preisen an. Die Preise für 1.000 Einblendungen eines normalen Full-Banner (468 x 60 Pixel) schwanken etwa zwischen 0,70 und 25 EUR. Den richtigen Preis zu finden ist schwierig, besonders da der Preis schnell für Sie unrentabel werden kann. Hier sollten Sie sich fragen, wie viel Ihnen der Blick auf den Banner wirklich wert ist. Normale Erinnerungsraten liegen zwischen 5% und 20 % - wie viele Besucher davon dann zu Kunden werden, hängt hingegen von Ihnen ab - ist also auch sehr unterschiedlich.

  • AdClick-Programme: Zur Besuchersteigerung empfehlen sich klassische AdClick-Programme. Diese sind ebenso wie AdView-Programme bei Affiliates sehr beliebt, da man hier besser mit den zu erwartenden Einnahmen rechnen kann. Bei reinen AdClick-Programmen sollten Sie einen Klickpreis 5 bis 20 Cent ansetzen - bei Kombinationsmodellen etwas weniger. Aber auch hier sollten Sie rechnen, wie viel Ihnen ein Besucher wirklich wert ist. Eine einfache Rechnung:

    Sie verdienen im Schnitt pro 1.000 Seitenabrufen ca. 10 Euro durch Werbung auf Ihren Seiten. Da jeder Besucher durchschnittlich beispielsweise 4 Seiten bei Ihnen abruft, ist ein Besucher also 10 EUR (4/1000) wert - also ganze 4 Cent. Zahlen Sie nun 5 Cent pro Besucher, machen Sie 1 Cent Verlust.

    Diese Rechnung soll nur als Beispiel dienen, verdeutlicht jedoch sehr gut die Problematik der Preisfindung. Ähnliche Rechnungen lassen sich für nahezu jedes Geschäftsmodell aufstellen.

  • AdLead-Programme: Die Vergütung bei AdLead-Programmen sollte sich danach richten, wie schwierig die zu lösende Aufgabe ist und welchen Wert die gelöste Aufgabe für Sie hat. Sollen beispielsweise Kundendaten gesammelt werden, ist der "Schwierigkeitsgrad" sehr niedrig. Wenn Sie die Daten aber für Produktstudien einsetzen wollen, sind einzelne Datensätze für Sie wertvoll und sollten daher auch dementsprechend vergütet werden. Umgekehrt ist das natürlich ähnlich. Das Minimum der Provision sollte bei 0,50 Euro liegen - das Maximum kann bei besonderen "Aufträgen" auch schon mal bis zu 10 Euro und mehr angesetzt werden.

  • AdSale-Programme: Bei reinen Verkaufsprogrammen sollte sich die Höhe der Provision an Ihren Gewinnen orientieren. Verkaufen Sie ein Produkt beispielsweise für 50 EUR, wobei Sie einen Gewinn von 30 % (15 EUR) machen, dann sollten Sie ruhig 10% bis 15 % Verkaufsprovision ansetzen (also 5 bis 8 EUR). Setzen Sie eine sehr tiefe Provision an (unter 5%), werden sich nur wenige Partner finden, die an Ihrem Programm teilnehmen. Ist die Provision zu hoch, sinken Ihre Gewinne pro Produkt und der Verkauf wird schnell unrentabel.

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