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ALG II und Selbstständigkeit

Das Anrechnungsverfahren und die Ermittlung des Erwerbseinkommens bei Selbstständigen

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Stand: 22. März 2011 (aktualisiert)

ALG II für Selbstständige

Arbeitslosengeld-II-Empfänger dürfen selbstständig tätig sein. Umgekehrt können hilfsbedürftige Unternehmer und Freiberufler ALG II erhalten. Wir nennen die Voraussetzungen und rechnen vor, was unterm Strich übrig bleibt.

Selbstständige, die "hilfbedürftig" werden, können die "Grundsicherung für Arbeitssuchende" nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II) in Anspruch nehmen. Aufgeben müssen sie ihre Selbstständigkeit dafür nicht. Denn Bezieher von Arbeitslosengeld II dürfen durchaus gewerblich oder freiberuflich tätig sein. Selbstständige (Neben-)Einkünfte sind sogar ausdrücklich erwünscht, da sie erfahrungsgemäß die Chance der vollständigen Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt erhöhen. Die vom SGB III (Arbeitslosengeld bzw. -hilfe) bekannte Arbeitszeit-Obergrenze von wöchentlich 15 Stunden gibt es im SGB II nicht.

Eines für alle: das Anrechnungsverfahren

Bei der Berechnung der ALG-II-Unterstützung bzw. Anrechnung von Einkünften wird grundsätzlich nicht zwischen Angestellten und Selbstständigen unterschieden. Sie erfolgt grob gesagt in folgenden Schritten:

  1. Ermittlung der maximal zustehenden monatlichen ALG-II-Unterstützung, insbesondere Regelleistungen von bis zu 364 Euro (Stand: 2011) pro Person der Bedarfsgemeinschaft plus Miet- und Heizkostenzuschuss.

  2. Verwertung nicht geschützter privater Vermögensbestandteile (z. B. "unangemessene" Immobilien, Fahrzeuge oder Alterssicherungen oberhalb bestimmter Freigrenzen) und Verbrauch der damit erzielten Einnahmen.

  3. Ermittlung des vorhandenen monatlichen Netto-Erwerbseinkommens (Umsatz / Bruttoeinkommen minus Betriebsausgaben / Werbungskosten sowie Steuern und Versicherungen).

  4. Minderung des Einnahmeüberschusses um einen Erwerbstätigen-Freibetrag.

  5. Abzug des sich ergebenden Restbetrags von der individuellen ALG-II-Obergrenze.

Die Rechtsgrundlagen finden sich in folgenden Gesetzen und Verordnungen:

ALG II und Gründungsförderung sind kompatibel

Der gleichzeitige Bezug von ALG II und Gründungszuschuss ist grundsätzlich möglich: Zwar hat das Bundessozialgericht hat vor Jahren entschieden, dass der Gründungszuschuss beim Antrag auf Arbeitslosengeld II anrechenbares Einkommen darstellt. Um eine anrechnungsfreie zweckbestimmte Einnahme handelt es sich nicht. Grund: Beide Unterstützungen dienen dem gleichen Zweck, nämlich der Eingliederung in Arbeit und der Sicherung des Lebensunterhalts. Das ändert aber nichts daran, dass hilfebedürftige Gründungszuschuss-Empfänger (und deren Bedarfsgemeinschaften) ALG II bekommen können.

Darlehen und Sachmittel

Im Rahmen einer Eingliederungsvereinbarung können Selbstständige, deren Unternehmen Aussicht auf dauerhafte Tragfähigkeit bietet, auch Darlehen und Zuschüsse für Sachmittel erhalten, wenn diese unbedingt benötigt werden und keine andere Finanzierungsmöglichkeit besteht. Diese Fördermöglichkeit stellen wir hier ausführlich vor:

"Zuschüsse und Darlehen: Betriebs-Beihilfen"

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Ständige Probleme bei Selbständigkeit im Leistungsbezug

Bei mir wurde seit nun 4 Jahren kein abschließender Bescheid mehr erstellt. Seitdem arbeite ich in einer rechtlichen Grauzone, da ich seit 4 Jahren nicht weiß, ob meine wirtschaftliche Handlungsweisen für die Damen und Herren im Jobcenter nun notwendig oder angemessen genug sind, oder ob ich hier und da ein paar Euro hätte sparen können müssen, die mir Jahre später dann vielleicht in Form eines Erstattungsbescheids auf die Füße fallen. Der letzte abschließende Bescheid liegt übrigens bei Gericht, da das Jobcenter vor nun über 4 Jahren getätigte betriebliche Betriebsausgaben (welche steuerrechtlich anerkannt wurden im Steuerbescheid!) nicht anerkannte und nun knapp 1.000 Euro zurückfordern möchte, was meiner Auffassung nach unberechtigt erfolgt. Zumal das Geld gar nicht vorhanden ist, da es in den Betrieb geflossen ist.
Keine Abschreibungen (Investitionen besitzen demnach dauerhaft Neuwert), keine Rückstellungen, daher keine Sicherheiten. Immer Wirtschaften auf dem Zahnfleisch. Die Freibeträge für selbständige Arbeit sind lächerlich niedrig. 100 Euro im Monat + 20% für Beträge zwischen 101 und 1.000 Euro. Maximal also 280 Euro im Monat darf also demnach hinzu verdient werden, alles andere wird angerechnet. Wohlgemerkt: Bei Tätigkeiten, die oftmals über 40 Stunden pro Woche leicht hinaus gehen. Altersvorsorge ist unmöglich. Und da meist kein Kapital vorhanden ist, sind auch Investitionen fast nicht möglich. Und aus dieser praktisch ausweglosen Situation soll sich ein Mensch nun aus dem Leistungsbezug verabschieden? Das ist praktisch unmöglich und gleicht einer Lotterie. Und im Endeffekt wirft man dann diesen Menschen, die wirklich engagiert sind, vor, dass sich ihre Tätigkeit "nicht lohne", während man gleichwohl keine Perspektive anbietet. An dessen Stelle treten dann Schrottmaßnahmen, die nachgewiesenermaßen keinerlei Erfolg haben, aber horrend viel Steuergelder verbrennen. Unterstützung gibt es keine, ständig Streitgespräche, Klageverfahren, Beschwerdeverfahren. Widersprüche werden größtenteils sowieso pauschal als "unbegründet" zurückgewiesen. Die Jobcenter wissen, dass Klagen Jahre dauern und die Betroffenen ihre Ansprüche nur sehr spät durchsetzen können. Das System ist unmenschlich und weltfremd. Neuerdings werden Selbständige im Leistungsbezug, die all ihr Vermögen in den Aufbau gesteckt haben, abberufen und der Arbeitsvermittlung unterworfen, ihre Selbständigkeit boykottiert und bewusst zerstört, so dass diese Menschen (einschließlich mir) in die Hoffnungslosigkeit fallen.
Ich persönlich fühle mich wie das letzte Stück Abfall, das man irgendwie entsorgen oder verwerten möchte. Perspektiven gibt es keine, dafür nur Hürden. Ich verdiene nicht genug. Schuldig in dieser Beziehung. Aber rechtfertigt das, mir meine Menschenwürde zu nehmen? Selbst juristische Vertretung wird einem nach und nach genommen, Anwalt bereits im Widerspruchsverfahren? Praktisch unmöglich zu bekommen. Wieso soll ein hilfsbedürftiger Mensch auch angemessen und auf gleicher Ebene mit dem Jobcenter stehen? Dieser wird erst in eine missliche Lage gebracht und dann gefordert, er solle sich auch gleich selbst verteidigen. Mit rechtsstaatlichen Methoden hat das nichts mehr zu tun!

Ständige Probleme bei Selbständigkeit im Leistungsbezug

warum lässt du es nicht einfach sein ?

Ruh dich aus. Stress ist eh nicht gut

Prognoseverfahren

Weiteres Problem sind die sogenannten Prognoseverfahren. Man muss VOR einem neuen Abschnitt eine Prognose abgeben, in der zu stehen hat, wieviel man in den nächsten 6 Monaten zu verdienen gedenkt, wie hoch und im Detail die Betriebsausgaben aussehen werden.

Nun wird diese Prognose gerne von den Jobcentern missbraucht. Schätzt man realistisch, gibt Einnahmen und voraussichtliche Betriebsausgaben an, dann kürzen die Jobcenter gerne in den prognostizierten Angaben Betriebsausgaben weg. Dadurch werden künstliche, viel zu hohe fiktive Gewinne generiert, welche dann konkret im Vorfeld zur Kürzung von existenzsichernden Leistungen führt. Eigentlich wäre das Verhalten im Bereich der Kriminalität anzusiedeln, im Jobcenter herrscht dagegen Straffreiheit. Die Betroffenen müssen dann zusehen, wie sie mit den gekürzten Leistungen die kommenden 6 Monate überleben. Oftmals damit einhergehend, dass der Bedarf nicht deckt ist, Betriebseinnahmen für den Lebensunterhalt zweckentfremdet werden müssen und dann für die betriebliche Führung nicht mehr vorhanden sind, demnach Aufträge mangels Mittel nicht mehr ausgeführt werden können, während sich die Spirale immer weiter dreht. Das kann bis in die Obdachlosigkeit führen.

Weder das Sozialgericht, noch die Jobcenter erkennen bis heute die Unsinnigkeit solcher Prognosen. Wie kann eine tatsächliche Existenzsicherung für kommende 6 Monate aufgrund fiktiv angenommener unternehmerischer Gewinne vorab centgenau berechnet/geschätzt werden? Das ist absurd!

Nun kann man das umgehen, indem man die Prognosen vorsichtig schätzt, so dass das Jobcenter keinesfalls zu Anrechnungsbeträgen aufgrund fiktiver Gewinne kommen kann. Dann wiederum dreht das Jobcenter die Argumentation, sagt, die Selbständigkeit ist nicht gewinnbringend und soll deswegen reduziert oder aufgegeben werden.

Es folgt ganz dem Prinzip Nahles von der SPD: Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt.

Absurd ist ebenfalls, dass einer Prognose mehr Wertigkeit geschenkt wird als den Tatsachen der abschließenden EKS-Angaben, also dem, was tatsächlich und konkret erwirtschaftet wurde. Und auch hier setzt das Jobcenter häufig den Rotstift bei Betriebsausgaben an, die es dann an dem eng anliegenden Maßstab "notwendig" und "angemessen" nur allzu gerne wegkürzt. Ein Selbständiger im Leistungsbezug kann daher niemals wirtschaftlich arbeiten, weil er immer vom Jobcenter gezwungen wird, die kleinsten aller kleinen Brötchen zu backen. Und das am besten nur mit Improvisation. Dass da am Ende nichts entstehen kann, leuchtet jedem Menschen mit Vernunft ein. Aber wie sieht die Realität aus? Da wird auf die Menschen eingehackt, die noch etwas versuchen!

Zuletzt einige Anekdoten aus dem Jobcenter:

Sachbearbeiter: "Wieso geben Sie überhaupt Betriebsausgaben an? Die müssen sie doch gar nicht vom Umsatz abziehen. Denn im Umsatz sind doch die Betriebsausgaben schon drin! Dem Kunden berechnen Sie doch den Werkstoff, den Sie einsetzen, also ist das doch schon bezahlt und muss doch nicht extra aus den Betriebsausgaben abgesetzt werden."
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Wir schreiben Anfang August:
Sachbearbeiter: "Bitte bringen Sie mir Ihre Abrechnung für August."
Ich: "Das kann ich nicht, denn eine Abrechnung für August, kann ich frühestens am 01. September erstellen."
Sachbearbeiter: "Nein, Sie können mir die bereits morgen vorbeibringen."
Ich: "Tut mir leid, auch ich kann keine Zeitreisen machen."
Sachbearbeiter: "Doch, Sie können sehr wohl am 03. August die Abrechnung für August vorbeibringen, Sie wollen nur nicht, also bekommen Sie auch keine Leistungen bewilligt."
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Sachbearbeiter: "Wieso können Sie nicht im Studio arbeiten? Der Fotograf macht doch nur das Licht an und dann macht er das Foto! Und Photoshop das kann doch jeder."
Ich: "Klar, deswegen machen Fotografen oder Mediengestalter und Photo-Artists auch mehrjährige Ausbildungen und Fortbildungen, um das zu lernen. Aber Sie haben völlig recht, das kann doch jeder, die Ausbildungen und Studiengänge sind völlig sinnlos."
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Sachbearbeiter: "Investitionen? Sie müssen mit den Betriebseinnahmen den Lebensunterhalt finanzieren. Sie dürfen daher keine Investitionen tätigen, diese sind nicht angemessen."
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Sachbearbeiter beharrt darauf, eine EÜR haben zu müssen.
Ich: "Die benötigen Sie nicht, für Sie gilt die EKS, da steht alles drin."
Sachbearbeiter beharrt weiter auf die EÜR, sperrt Geldleistungen wegen fehlender Mitwirkung.
Das Ende vom Lied: EÜR ist nicht notwendig, da EKS alles aussagt. Aber Hauptsache erstmal Leistungen streichen und Menschen in die Bedrängnis bringen, dass diese ihre Miete nicht rechtzeitig an den Vermieter überweisen können mangels Mittel.
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Sachbearbeiter: "Bitte bringen Sie ihre Buchhaltung für den Zeitraum der EKS im Original mit. Diese erhalten Sie nach Prüfung wieder zurück."
Ich: "Erstens verstosse ich damit gegen den Datenschutz, da auf ungeschwärzten Belegen Kundendaten stehen, die Sie nichts angehen, meine Kunden haben das Recht auf Datenschutz. Und Zweitens hafte ich für verlorengegangene Unterlagen und nicht Sie. Ich muss diese Dokumente für das Finanzamt 10 Jahre lang sicher aufbewahren und gebe die ganz sicher nicht aus der Hand."
Sachbearbeiter: "Gucken Sie mal da in die Ecke."
Sachbearbeiter zeigt auf einen Stapel Aktenordner auf dem Boden.
Sachbearbeiter führt fort: "Was denken Sie denn, was ich mit Ihren Unterlagen mache. Die Aktenordner sind alles Geschäftsdokumente von anderen Selbständigen, die ich zur Prüfung habe."
Ich: Facepalm... Wenn Unternehmer so bereitwillig ihre Originalbelege an Dritte übergeben, wundert mich, dass die überhaupt ein Gewerbe führen dürfen!
Das Ende vom Lied: Datenschutzbeauftragter schiebt dem in meinem Fall einen Riegel vor. Dokumentekopien reichen aus, sind zu schwärzen um Kunden- und Lieferantendaten und je nachdem auch der Inhalt der ausgeführten Leistung.
*
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Sachbearbeiter: "Warum fahren Sie mit dem ÖPNV, wenn Sie ein betriebliches KFZ nutzen? Das ist nicht angemessen, die Kosten können wir nicht anerkennen."
Ich: "Weil es manchmal sinnvoller ist. Ich kann aber gerne das nächste mal mit dem betrieblichen KFZ fahren und dann anstatt 5 Euro ÖPNV 20 Euro Parkgebühren abrechnen, wenn Ihnen das lieber ist. Wer handelt hier denn nun unwirtschaftlich? Ich oder Sie?"
*
*
Sachbearbeiter möchte vorführen, wie kompliziert die Berechnung der EKS sei. Sie nimmt dabei einen Umsatzbeleg von PayPal aus einem Geschäftsmonat. Wer sowas kennt, weiß, wie das aussieht. Da steht der Bruttobetrag und der Nettobetrag drauf, daneben die angefallenen PayPal-Gebühren. Am Ende der Seite steht dann die jeweilige Summe aller Brutto-, Netto und PayPal-Gebühren.
Sachbearbeiter nimmt Taschenrechner und fängt an, nimmt den ersten Posten. Rechnet: Bruttosumme abzüglich Nettosumme, ergibt die PayPal-Gebühr (die bereits im Kästchen daneben steht) und macht dann ein Häkchen, wenn die Summe übereinstimmt. Das macht sie dann exemplarisch bei 5 Posten. Danach wendet sie sich mir zu: "Sehen Sie, wie aufwändig wir das prüfen müssen? Eine Vorlage reicht da eben nicht aus, Sie müssen uns die Unterlagen schon überlassen."
Ich: "Das ist jetzt nicht ihr ernst, oder?"

Also wenn die tatsächlich so arbeiten, dann sollte da mal jemand prüfen, ob da nicht sinnloserweise massenhaft Steuergelder verbrannt werden. Wieso müssen Beträge nachgerechnet werden, die bereits auf dem Papier stehen? Das ergibt keinen Sinn. Sollte es auch nicht, es soll nur aufgezeigt werden, warum die Unterlagen monatelang in der Leistungsabteilung liegen.
*
*
Und wenn man es täglich mit diesem Irrsinn zu tun hat, dann fragt man sich nicht mehr, wieso viele Menschen krank und depressiv werden. Fern jeglicher Logik, fern vom Verständnis von einfachsten betrieblichen Zusammenhängen. Aber Regeln und Restriktionen aufstellen! Und darin sind die gut.

EKS ausgaben werden nicht anerkannt - nur die Einnamen

Hallo

Ich bin seit Jahren selbststädig und immer wieder vom Jobcenter abhängig. Ich habe einen gültigen Gewerbeschein und die Bedarfsgemeinschaft besteht nur aus mir selbst.
In meinem Gewerbeschein stehen mehrere tätigkeiten unter anderem Grafik Design, Installationen von Entverbraucher geräten im TV und Internetbereich und noch weitere.

In der Vergangenheit habe ich immer eine Vorläufige EKS abgegen und 6 Monate später eben die abschließende EKS, dann wurde verrechnet und ich musste eben etwas nachzahlen.

Nun habe ich meine Abschließende EKS eingereicht und wurde anschließend aufgefordert für jede Tätigkeit erneut eine seperate EKS einzureichen, da die meine Tätigkeiten in keinem Zusammenhang zueinander stehen. Da ich dies aus der Vergangenheit nicht kannte und ich auf die schnelle keine entsprechenden Gesetzte dazu fand, habe ich schriftlich argumentiert, dass der Zusammenhang aus meiner sicht ist, dass es sich um ein Gewerbe handelt und ich für diese Aufforderung keine Gesetztliche Grundlagen sehen. Zuvor habe ich auch im JC Callcenter mich erkundigt. Einen verweis auf einen Gestztestext oder eine Rechtsfolgebelehrung gabe es im Schreiben vom JC nicht. Nur die Drohnung, das meine eingereichte EKS "nur zur Kenntnis" genommen wurde und mein Verdienst ansonsten geschätzt werden würde.
Darüber hinaus habe ich auch in dem Schreiben darum gebeten, wie z.B. die letzte Seite der EKS mit den "C" Zeilen bei mehrfachausführung auszufüllen sind. Oder Telefonkosten (nur ein Anschluss) zu verteilen sind.
Eine Antwort auf diesen Schreiben habe ich nicht bekommen, allerdings den Bescheid.
In diesem Bescheid wurden nun alle meine in der EKS angegebenen Einnahmen abzüglich der Freibeträge (100 Euro pro Monat ect.) berechnet und es ist eine für mich sehr hoche Rückzahlung zu leisten.
Allerdings wurden keinerlei Ausgaben berücksichtigt, also auch nicht unstrittige und gesetztlich geregelte ausgaben, wie Telefonkosten, Internetkosten oder Beiträge zur Riester Rente. Auch nicht besonders hoche Ausgaben, welche mir zuvor schriftlich von meinem Jobberater (Arbeitsvermitler) genemigt wurden.
Habe ich mir selber einen Bock geschossen, da ich das erste Schreiben nicht ernst genug genommen haben. Schließlich begründet der Sachbearbeiter die nichtberechnung der Ausgaben mit meiner Antwort. Anderseit hatte ich auch darum geben mir zu erklären mit welchen faktoren die "C" Felder oder eben auch Internetkosten zu verteilen wären. Werden Internetkosten nach Zeit oder geschätzter Downloadzahl verteilt? Im Gesetztestext steht dazu nur, das ohne Einzelverbindungsnachweiß die kösten zu 50 % gewerblich geltend gemacht werden können, so wie es eben in der Vergangenheit auch immer war.

Das ich gegen diesen Bescheid (Abschließende Bewilligung von Leistungen) wiederspruch einlege ist klar. Eine Frage wäre auch habe ich die Canche noch einmal unterlagen nachzureichen im Rahmen des wiederspruch, damit meine Ich zwei getrennte EKS doch noch einzureichen auch wenn ich noch immer nicht genau weiß, wie diese Im Detail dann auszufüllen wären.

Was sagt Ihr dazu, kennt Ihr solche Fälle mit mehreren abschließenden EKS einreichungen bei nur einem Gewerbe? Für mich war dies absolut neu.
Wenn ich jetzt einen Fahrrad laden hätte müsste ich dann auch zwei abschließende EKS einreichen, weil der "verkauf" und die "reperatur" zwei verschiedene tätigkeiten sind.

Kann mir zu diesem Sachverhalt jemand weiterhelfen

Liebe Grüße
Thorsten

Antwort: EKS ausgaben werden nicht anerkannt - nur die Einnamen

Hallo Thorsten,
eine rechtliche Einzelfallberatung ist an dieser Stelle nicht möglich. Daher nur ganz allgemein:

1.
Eine gesetzliche Bestimmung, derzufolge bei "gemischten" Tätigkeiten im Rahmen _eines_ angemeldeten Gewerbes mehrere EKS-Formulare ausgefüllt werden müssen, gibt es nicht.

2.
Eine entsprechende Verwaltungspraxis kenne ich auch nicht. Was den Sachbearbeiter in Ihrem Fall dazu bewogen hat, kann ich leider nicht beurteilen - und geht aus Ihren Schilderungen auch nicht hervor.

3.
Die die ALG-II-Verordnung sieht vor, dass im Rahmen der Einkommensermittlung Selbstständiger nur "betrieblich notwendige Ausgaben" berücksichtigt werden. Möglicherweise konnten Sie den Sachbearbeiter nicht davon überzeugen, dass die von Ihnen geltend gemachten Aufwendungen betrieblich notwendig waren.

4.
Dass daraufhin gleich sämtliche Ausgaben ignoriert und ausschließlich die Einnahmen berücksichtigt werden, ist aus meiner Sicht jedoch mit Sicherheit nicht rechtens.

Am besten stellen Sie Ihre Frage noch einmal im Forum "Tacheles Sozialhilfe": Dort tauschen Fachleute und Betroffene ihre Erfahrungen aus - auch zum Thema Selbstständige, ALG II und EKS:
http://forum.tacheles-sozialhilfe.de/forum/default.asp

Alles Gute und freundliche Grüße
Robert Chromow

Wichtige frage

Selbständigkeit von 2007-2011 mit aufstockendem Hartz 4!Nach Betriebsprüfung des Finanzamtes(Nachzahlung 18900 Euro) werden für die Jahre neue Einkommensteuer Bescheide erstellt!Was ist nun mit dem Hartz 4?Die endgültiges Bewilligung aller Bescheide war in 2013!Sehr dringend!Vielen Dank

Lg

Antwort: Wichtige frage

Guten Tag,
eine sozialversicherungsrechtliche Einzelfallberatung ist an dieser Stelle nicht möglich. Daher nur ganz allgemein:

1.
Arbeitslosengeld II, Sozialgeld und andere "Hartz IV"-Leistungen werden auf Grundlage des tatsächlichen Einkommens und anrechenbaren Vermögens gezahlt.

2.
Eine nachträgliche Änderungs des Einkommens (z. B. durch Steuernachzahlungen) wirkt sich m. W. nicht rückwirkend auf das ALG II aus.

3.
Wenn Sie durch die Nachzahlung wieder hilfebedürftig werden, haben Sie selbstverständlich wieder Anspruch auf Grundsicherungs-Leistungen.

Mit freundlichen Grüßen
Robert Chromow

Rückfrage

Vielen Dank für Ihre Mühe,

kurze Rückfrage:Die Einkommensteuerbescheide wurden natürlich für diese Jahre zu Ungunsten erhöht!Bedeutet dies nicht das eine Rückzahlung der Sozialleistungen erfolgt!Diese Selbständigket besteht zwecks Anmeldung Insolvenz in 2013 nicht mehr!Vielen Dank

Antwort: Rückfrage

Guten Tag,
helfen Sie mir bitte weiter:
Wenn die tatsächliche Einkommensteuerbelastung - wie nach Betriebsprüfungen üblich - höher ausfällt als ursprünglich vermutet (und gegenüber dem Jobcenter beim ALG-II-Bezug mitgeteil), wenn Sie also unterm Strich Steuern nachzahlen: Warum sollten Sie dann Sozialleistungen zurückzahlen müssen!?
Viele Grüße
Robert Chromow

Rückfrage

Hallo,es wurde natürlich ein höheres Einkommen für diese Jahre angesetzt!Finanzamt erstellt höhere einkommensteuerbescheide !Arge weiß nichts davon da man ja nichts mehr bezieht und die Jahre ja auch schon endgültig festgesetzt wurden in 2013!Meine Frage :kann durch das angeblich höhere Einkommen auch noch Rückzahlung Hartz 4 kommen?vielen Dank ihnen PS:es wird ja höheres Einkommen in den bescheiden sein als angegeben!Das Finanzamt prüft ja anders!

Ergänzung

Buchhaltung verworfen und Einnahmen hinzugeschätzt!Die Nachzahlung Finanzamt fällt mit in die Insolvenz!da es vor 2013 war!

Ergänzung

Ich muss mich verbessern-habe gerade mit der ehemaligen Inhaberin gesprochen-durch insolvenzeröffnung wurden die Steuererklärungen geschätzt die nicht abgegeben wurden!Dadurch die hohe Summe und nicht durch steuerprüfung!alles etwas verwirrt!Auf jeden Fall befindet sie sich seit 2013 in der wpv und hat nichts mehr gehört von Finanzamt oder arge!sie hat nur Angst das im nachgang noch was kommt und sie wieder überschuldet ist!lg

Antwort: Ergänzung

Guten Tag,
vielen Dank für die Nachträge. In dem Fall gilt meine ursprüngliche Antwort:

1.
Arbeitslosengeld II, Sozialgeld und andere "Hartz IV"-Leistungen werden auf Grundlage des tatsächlichen Einkommens und anrechenbaren Vermögens gezahlt.

2.
Eine nachträgliche Änderung des Einkommens (z. B. durch Jahre später geänderte Steuerbescheide) wirkt sich normalerweise nicht rückwirkend auf Sozialleistungen aus. Anders verhält es sich m. W. nur, wenn der ursprüngliche Bescheid vorläufig ergangen ist.

3.
Wird die Betroffene durch die Nachzahlung wieder hilfebedürftig, hat sie auch wieder Anspruch auf Grundsicherungs-Leistungen.

Freundliche Grüße
Robert Chromow

Danke

Vielen Dank für Ihre Hilfe!Da die Nachzahlung aber mit in die Insolvenz fällt hat sie denke ich Anspruch auf Grundsicherung nicht!Momentan ist sie durch die wvp vor allen Gläubigern geschützt Sodas sie gerade so mit ihrem erwirtschaften Geld klar kommt!Ich bin auch der Meinung das alles was vor der insolvenzeröffnung 2013 war mit in die Insolvenz fällt-auch entsprechende überzahlte Leistungen!Oder sehe ich das falsch?lg

Ehemann wird nicht als ausgabe angerechnet!

Guten Abend!
Ich bin Selbständig und mein Ehe Mann arbeitet bei mir in Vollzeit für ihm und unsere 5 Kinder zahle ich Krankenversicherung und Rentenbeiträge in höhe von 549.50 Euro. Nun ich muss einen Hartz 4 Antrag stellen
da wir nicht klar kommen mit unser Geld. Ich habe ihm mit rein genommen in die Ausgaben als Netto lohn 978,20 Euro und Beitrag für Krankenkasse ich selber muss 540,50 Euro für meine Krankenkasse zahlen.
Mein Mann wurde komplett gestrichen weil Familien Angehörige kostenfrei arbeiten müssen anderseits wenn er nicht angemeldet ist arbeitet er schwarz und ist nicht versichert.
Also er wurde komplett gestrichen ist das so korrekt denn ich muss ja trotzdem die Beiträge zahlen?
Und von meinen Krankenkassenbetrag ist nirgends eine Spur?

Ich brauche wirklich Hilfe Dienstag muss ich da noch mal hin und weiß mir nicht zu helfen.

Ehemann wird nicht als ausgabe angerechnet!

Hoffe wirklich das mir da jemand bis Morgen was zu sagen kann, am Dienstag habe ich ein Termin und ich kriege echt Bauchschmerzen )-:

Von eine Seite rechnen die ihm nicht an aber wenn er nicht angemeldet sein würde wollen sie ihm gleich
vermitteln aber er arbeitet doch mit mir also was ist so falsch?

Antwort: Ehemann wird nicht als ausgabe angerechnet!

Guten Tag,
vielen Dank für Ihre vertrauensvolle Anfrage. Bitte beachten Sie, dass eine rechtliche Einzelfallberatung ist an dieser Stelle nicht möglich ist. Mit dem von Ihnen beschriebenen Fall der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung eines Familienangehörigen habe ich zudem überhaupt keine Erfahrung. Daher nur ganz allgemein:

1.
Auch ALG-II-Bezieher dürfen Voll- und Teilzeitangestellte beschäftigen.

2.
Aus meiner Sicht spricht grundsätzlich auch nichts dagegen, dass ein Familienangehöriger bei einer ALG-II-Empfängerin sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist. Vorausgesetzt natürlich, die arbeitsvertraglichen Konditionen entsprechen denen eines fremden Dritten in einer vergleichbaren Position.

3.
Das amtliche EKS-Formular sieht sogar eine separate Ausgaben(!)-Zeile für "mithelfende Familienangehörige" vor. Dass Familienangehörige nur als unbezahlte Hilfskräfte ("kostenfrei") mitarbeiten dürfen, ist also eine Mär. Informationen über Familienangehörige müssen aber gesondert ausgewiesen werden.

4.
Die Einkünfte des Beschäftigten (im konkreten Fall die Ihres Mannes) sind durch Gehaltsüberweisungen, Steuerzahlungen sowie die Anmeldung bei den Sozialversicherungsträgern ja eindeutig belegt. Die Informationsbasis ist identisch mit der Beschäftigung bei einem anderen Arbeitgeber.

5.
Die Berücksichtigung eines Arbeitnehmers im Rahmen der Gewinnermittlung per EKS-Formular ist m. E. unbedingt geboten: Schließlich handelt es sich bei den Zahlungen um vertragliche Pflichten - nicht zuletzt gegenüber dem Finanzamt und den Sozialversicherungsträgern. Diese Ausgaben können ja nicht einfach unter den Tisch fallen.

6.
Eine andere Frage ist hingegen die persönliche Eingliederungsvereinbarung des Familienangehörigen mit dem Jobcenter: Möglicherweise widerspricht die (Teilzeit-?)Beschäftigung Ihres Ehemannes in Ihrem (zumindest vorübergehend wirtschaftlich nicht tragfähigen?) Unternehmen der von ihm unterschriebenen Vereinbarung? Sonst stünde ja nicht die "Gefahr" der Vermittlung an einen anderen Arbeitgeber im Raum.

Wie gesagt: Das sind nur einige allgemeine rechtliche Informationen und nicht maßgebliche persönliche Einschätzungen.

Tipp: Stellen Sie Ihre Frage doch noch einmal im Forum "Tacheles Sozialhilfe". Dort tauschen Fachleute und Betroffene ihre Erfahrungen aus - auch und gerade zum Thema ALG II:
http://forum.tacheles-sozialhilfe.de/forum/default.asp

Alles Gute und lassen Sie uns bitte wissen, wie sich Ihre ALG-II-Angelegenheit weiterentwickelt hat!

Viele Grüße
Robert Chromow

oben

Danke erst einmal Herr Chromow!
Es ist tatsächlich eine Vollzeitbeschäftigung die mein Ehe Mann bei mir ausübt ich muss jeden Monat Beiträge in Höhe von 530 Euro knapp bezahlen.Kranken und Rentenbeiträge für ihm.
Vor ein paar Monaten war ich schon einmal im Jobcenter damals arbeitete es teilzeit nun daher weiß ich die Sachen die ja angeblich so sind.Ich bekam einen Ablehnungsbescheid in denn sie meinen Mann komplett aus der EKS ausgestrichen hatte als Begründung Familien Angehörige müssen Kostenfrei arbeiten und werden nicht als Ausgabe berücksichtigt. Was mir gar nicht logisch ist weil wenn jemand anderes bei mir arbeitet muss ich auch Beiträge zahlen und natürlich wenn ich die Möglichkeit habe mit meinen Mann zu arbeiten dann tue ich es auch.
Nun ok ich hatte damals keine Zeit mich mit denn Einspruch zu beschäftigen und zum Glück auch ein paar mehr Aufträge bekommen also beließ ich es dabei.
Aber heute habe ich wieder denn Gang dahin und mal sehen ich habe ihm natürlich wieder in die EKS reingenommen da es echt unlogisch ist für mich.Nur diesmal werde ich mich wahrscheinlich anschließend beraten lassen.Nun gerne Melde ich mich noch einmal was raus kam dabei.

Jobcenter akzeptieren keine Einkommensteuer und Barunterhalt

Mir liegt ein Bescheid vor, indem die zu zahlende Einkommensteuer und der Barunterhalt (Mindestbetrag) in der voraussichtlichen EKS nicht berücksichtigt wurde und beim persönlichem Gespräch im JC mir erklärt wurde, dies würde sowieso nicht geschehen, und Aufstocker würden "sowieso keine Einkommenssteuer zahlen müssen". Benötige ich einen Rechtsanwalt, da dies definitiv absurd ist? Oder genügt der Weg zum Sozialgericht, nachdem ich einen Widerspruch eingelegt habe? (Den Widerspruch habe ich dem JC-Profi heute versucht persönlich zu erklären, der braucht aber kompetente Hilfe.)

Liebe Grüße und Dank im Voraus!

Antwort: Jobcenter akzeptieren keine Einkommensteuer und Barunte

Guten Tag,
bitte beachten Sie: Eine Einzelfallberatung ist an dieser Stelle nicht möglich. Daher nur ganz allgemein:

1.
Ihre Einschätzung, dass die Auskunft Ihres JC-Profis "definitiv absurd" ist, teile ich.

2.
Das EKS-Formular sieht "Einkommensteuervorauszahlungen/Einkommensteuernachzahlungen) in Zeile C1 auf Seite 6 oben ausdrücklich vor.

3.
Falls Sie den JC-Mitarbeiter nicht doch noch überzeugen können, sollte spätestens der Widerspruch gegen den Bescheid erfolgreich sein.

Aber wie gesagt: Das ist nur meine völlig unmaßgebliche Privatmeinung.

Viel Glück und freundliche Grüße
Robert Chromow

Danke

Ich lege also schriftlich Widerspruch ein.
Hoffentlich ist das Finanzamt nicht schneller als die Justiz.

Liebe Grüße

Job Center akzeptiert KEINE Ausgaben

Hallo!

Ich bin Selbständig und habe zuerst die vorläufigen EKSn abgegeben und nach 6 Monaten die abschließenden.
Für die Jahreshälfte 03/2015 - 08/2015 habe ich gestern den abschließenden Bescheid bekommen. Und muss 2600 € nachzahlen!!!

Nun die Fragen:
1. Job Center (meine Sachbearbeiterin) hat die Ausgaben für die Ferienwohnung, die ich nur verwaltet habe nicht akzeptiert. Sprich. Ich verdiene von Verwaltung der Ferienwohnung nur 10% der Einkünfte. Dies sind ca. 150-200 € im Monat. Dafür verwalte ich. Ich organisiere Reinigung, Handwerker, etc. Wenn etwas kaputt geht, muss ich mich darum kümmern. In diesem Zeitraum gab es viele Schäden im Apartment und ich habe aus meiner Tasche bezahlt und dies dem Eigentümer in Rechnung gestellt. Job Center hat alle Rechnungen und Belege bekommen, jedoch denkt Job Center, dass alles was ich dem Eigentümer in Rechnung gestellt habe- meine Einnahmen sind. Es kann doch nicht sein, weil ich nachgewiesen habe, dass dies auch meine Ausgaben waren (Schlüsseldiesnt, BSR...etc). Wie kann ich dagegen vorgehen? Ich habe das Geld nicht verdient. Das war durchlaufender Posten gewesen!

2. Reinigungen der Ferienwohnung wurden nicht akzeptiert, weil meine Sachbearbeiterin der Meinung ist, wenn ich Leistungen beziehe muss ich selbst reinigen? Stimmt das? Ich bin der Verwalter und mache es seit 2011. Auf Job Center bin ich seit 2015. Job Center kann mich doch nicht zwingen zu reinigen, wenn ich Verwalter bin und sales manager.

3. Ein Monat bevor ich mich beim Job Center angemeldet habe, habe ich mit meinem Bruder die Kooperationsvereinbarung unterschrieben, dass er für die Zeit des Hochsaisons für 6 Monate eine Kundin von mir übernimmt. Sprich er muss für ihre Wohnung sich um Buchungen und Preise kümmern, da ich parallel erwerbstätig war und eigene Kunden hatte und zeitlich es nicht geschafft habe mich um alle Kunden im Hochsaison zu kümmern. Ich habe ihr immer alles in Rechnung gestellt und habe ihm dann diese Beträge weitergeleitet. Job Center akzeptierte es nicht, weil ich das mit dem JOb Center nicht besprochen habe. Kann ich da auch was tun? Das waren die ersten 6 Monate auf Job Center. Ich hatte auch noch keinen Ansprechpartner gehabt.

4. Ich habe am 15.3 den Antrag für Leistungen vom Job Center abgegeben. Für März 2015 habe ich das Geld vom Job Center erhalten. Heute schreibt mir Job Center, dass ich keinen Anspruch gehabt habe, weil ich von Erwerbstätigkeit den doppelten Lohn erhalten habe. Ein Teil des Lohns war aber für Februar gewesen. Die Überweisung ging raus am 2.03.2015. Kann ich da auch was tun?

Antwort: Job Center akzeptiert KEINE Ausgaben

Guten Tag,
eine rechtliche Einzelfallberatung ist an dieser Stelle nicht möglich. Daher nur ganz allgemein:

1.
Wenn das Jobcenter _gar keine_ Betriebsausgaben akzeptiert, entspricht das ganz gewiss nicht der Rechtslage.

2.
Die besonderen Bedingungen, unter denen Immobilien-Verwalter und Sales Manager Leistungen nach dem SGB II beziehen, kann ich nicht beurteilen: Da fehlen mir Erfahrungen.

3.
Dass Sie im September 2016 die ersten Bescheide über Leistungen aus dem März 2015 bekommen, finde ich merkwürdig.

4.
Am besten legen Sie Widerspruch gegen den Bescheid / die Bescheide ein, durch die Sie sich ungerecht behandelt fühlen.

Außerdem sollten Sie Ihre Fragen noch einmal im Forum "Tacheles Sozialhilfe": Dort tauschen Fachleute und Betroffene ihre Erfahrungen aus zum Thema ALG II aus:
http://forum.tacheles-sozialhilfe.de/forum/default.asp

Viele Grüße
Robert Chromow

Danke!

Vielen Dank!

Ja, ich habe mehrmals schriftlich abschließende Bescheide angefordert. Die sind dann erst jetzt gekommen.
Job Center kam seinen Aufgaben nicht hinterher.

Vorläufige Einkommen aus Erwerbtätigkeit

Guten Tag,
Vorläufige Einkommen aus Erwerbtätigkeit ist eine Betriebsausgabe? und wieso JC die als Ausgabe nicht berücksichtigt wird?
Darf die Fallmanagerin die Zahl vom Vorläufigen EKS vierfach verdoppelt bei der Berechnung einen Vorläufige Bewilligung?
Gruß Edy

Antwort: Vorläufige Einkommen aus Erwerbtätigkeit

Guten Tag, Edy,
leider habe ich Ihre Frage nicht verstanden: Wieso soll ein vorläufiges (?) Einkommen als Betriebsausgabe gelten? Und was hat es mit der "vierfachen Verdoppelung" auf sich?
Viele Grüße
Robert Chromow

Antwort: Vorläufige Einkommen aus Erwerbtätigkeit

Guten Morgen Herr Chromow,

wenn Fallmanagerin berechnet die Summe von mich vorgelegten vorläufigen EKS mit einen geschätzte gewinnsumme 136,80€/monatlich x 6 Monaten = 820,84€, die Fallmanagerin berücksichtigte im vorläufigen Bewilligung 820,00€/ monatlich x 6 = 4920,00€, das bedeutet ich bin gezwungen jeden Monat die 820,00€ vom Betrieb holen um meinen Lebensunterhalt zu begleichen die ganzen Bewilligung Zeit und egal ob ich so viel erwirtschaften kann.
Und bei Berechnung einen endgültigen wird die 820€ nicht als Betriebsausgabe anerkannt

Gruß Edy

Antwort: Vorläufige Einkommen aus Erwerbtätigkeit

Hallo Edy,
offensichtlich hat die Fallmanagerin Ihre SECHSMONATS-Angabe (820 Euro) als MONATS-Angabe missverstanden. Kann es sein, dass Sie die Anlage EKS falsch ausgefüllt haben? Dort werden die Einnahmen und Ausgaben auf den Seiten 3 bis 5 in sechs Monats-Spalten eingetragen: Haben Sie Ihre Angaben womöglich zusammengefasst in Zeile 1 eingetragen?

Am besten sprechen Sie noch einmal mit Ihrer Fallmanagerin über das Missverständnis.

Abgesehen davon: Warum Sie die 820 Euro (bei denen es sich doch um die "geschätzte gewinnsumme" = Betriebseinnahme) handelt, als BetriebsAUSGABE anerkannt haben möchten, habe ich leider immer noch nicht verstanden.

Alles Gute und viele Grüße
Robert Chromow

Antwort: Vorläufige Einkommen aus Erwerbtätigkeit

Guten Tag Herr Chromov,

Die Fragen an Fallmanagerin stellt schön Staatanwaltschaft))))

Die 820€/M x 6 ergibt habjährlich 4.920€ ist geschätzte SUMME, dass bedeutet kein Geld, kein Unterstützung, damit die SUMME als Geld wird, muss die ausleihen oder "verdienen" und wenn gerade beim Handelsbetrieb (Bar Einkäufe) - jeden Monat aus der Betriebskasse zwingend 820€ (geteilt) rausholst (erwirtschaften geplant war nur 130€ ), dann nach 6 Monaten ist nicht mehr zum Holen und wenn das ständig seit 3,5 Jahre ab 3 Existenzgründungs Monat läuft, steigt nur die SCHULDEN.

Fehler ist beim Gesetz, weil die Regelung nicht für Handelsbetriebe ausgedacht ist, sonst nur für Handwerker und die beiden zu unterscheiden- ist für Fallmanager(in) eine Katastrophe.

Gruß Edy

Michael

Ich beziehe ALG 2 und bin Selbständig. Meine Beraterin schickte mich zum Coaching. Coaching wurde aufgeteilt in Modul 1 und Modul 2. Nach Modul 1 wurde mit mir vereinbart, dass ich Modul 2 machen darf. Modul 2 dauert maximal 2 Jahre. 6 Monate des Moduls 2 sind vergangen. Heute musste ich über die Ergebnisse mit meiner Beraterin sprechen. Obwohl meine Einnahmen aus Selbständigkeit gestiegen sind, möchte sie dass ich Modul 2 abbreche und zur Arbeitsvermittlung gehe. Wobei der Coach mir versicherte, dass ich im Modul 2 ein Jahr Zeit habe. Heute haben beide gesagt, dass es nicht stimmt und nicht rechtskräftig sei. Und dass die Beraterin einfach so entscheiden darf, wann ich Modul 2 abbrechen soll.

Stimmt das?

LG

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