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ALG II und Selbstständigkeit

Das Anrechnungsverfahren und die Ermittlung des Erwerbseinkommens bei Selbstständigen

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Stand: 22. März 2011 (aktualisiert)

ALG II für Selbstständige

Arbeitslosengeld-II-Empfänger dürfen selbstständig tätig sein. Umgekehrt können hilfsbedürftige Unternehmer und Freiberufler ALG II erhalten. Wir nennen die Voraussetzungen und rechnen vor, was unterm Strich übrig bleibt.

Selbstständige, die "hilfbedürftig" werden, können die "Grundsicherung für Arbeitssuchende" nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II) in Anspruch nehmen. Aufgeben müssen sie ihre Selbstständigkeit dafür nicht. Denn Bezieher von Arbeitslosengeld II dürfen durchaus gewerblich oder freiberuflich tätig sein. Selbstständige (Neben-)Einkünfte sind sogar ausdrücklich erwünscht, da sie erfahrungsgemäß die Chance der vollständigen Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt erhöhen. Die vom SGB III (Arbeitslosengeld bzw. -hilfe) bekannte Arbeitszeit-Obergrenze von wöchentlich 15 Stunden gibt es im SGB II nicht.

Eines für alle: das Anrechnungsverfahren

Bei der Berechnung der ALG-II-Unterstützung bzw. Anrechnung von Einkünften wird grundsätzlich nicht zwischen Angestellten und Selbstständigen unterschieden. Sie erfolgt grob gesagt in folgenden Schritten:

  1. Ermittlung der maximal zustehenden monatlichen ALG-II-Unterstützung, insbesondere Regelleistungen von bis zu 364 Euro (Stand: 2011) pro Person der Bedarfsgemeinschaft plus Miet- und Heizkostenzuschuss.

  2. Verwertung nicht geschützter privater Vermögensbestandteile (z. B. "unangemessene" Immobilien, Fahrzeuge oder Alterssicherungen oberhalb bestimmter Freigrenzen) und Verbrauch der damit erzielten Einnahmen.

  3. Ermittlung des vorhandenen monatlichen Netto-Erwerbseinkommens (Umsatz / Bruttoeinkommen minus Betriebsausgaben / Werbungskosten sowie Steuern und Versicherungen).

  4. Minderung des Einnahmeüberschusses um einen Erwerbstätigen-Freibetrag.

  5. Abzug des sich ergebenden Restbetrags von der individuellen ALG-II-Obergrenze.

Die Rechtsgrundlagen finden sich in folgenden Gesetzen und Verordnungen:

ALG II und Gründungsförderung sind kompatibel

Der gleichzeitige Bezug von ALG II und Gründungszuschuss ist grundsätzlich möglich: Zwar hat das Bundessozialgericht hat vor Jahren entschieden, dass der Gründungszuschuss beim Antrag auf Arbeitslosengeld II anrechenbares Einkommen darstellt. Um eine anrechnungsfreie zweckbestimmte Einnahme handelt es sich nicht. Grund: Beide Unterstützungen dienen dem gleichen Zweck, nämlich der Eingliederung in Arbeit und der Sicherung des Lebensunterhalts. Das ändert aber nichts daran, dass hilfebedürftige Gründungszuschuss-Empfänger (und deren Bedarfsgemeinschaften) ALG II bekommen können.

Darlehen und Sachmittel

Im Rahmen einer Eingliederungsvereinbarung können Selbstständige, deren Unternehmen Aussicht auf dauerhafte Tragfähigkeit bietet, auch Darlehen und Zuschüsse für Sachmittel erhalten, wenn diese unbedingt benötigt werden und keine andere Finanzierungsmöglichkeit besteht. Diese Fördermöglichkeit stellen wir hier ausführlich vor:

"Zuschüsse und Darlehen: Betriebs-Beihilfen"

Jobcenter bezahlt Online-Workshops

Viele der Online-Workshops von akademie.de liefern wichtige Qualifikationen für das Überleben in der Selbstständigkeit. Davon ließen sich auch bereits Mitarbeiter von Jobcentern überzeugen, die - unter Berufung auf § 16 Abs 1 SGB II i.V.m § 77 SGB III und § 79 SGB III - die Kosten z.B. für den Online-Workshop "Preise kalkulieren und durchsetzen" übernommen haben.

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personaleinsatz

Kann von der ARGE der Personaleinsatz 17 h Monat Aushilfe, als nicht wirtschaftlich abgelehnt werden.

Antwort: personaleinsatz

Ja, das ist möglich.

Auszahlung erst im nächsten Bewilligungszeitraum

Hallo ich habe eine Frage.

Wenn eine selbstständige Leistung im Bewillungszeitraum 1. erbracht wird. Die Auszahlung aber erst im nächsten Bewilligungszeitraum erfolgt, muss dann mit einer Rückzahlungsforderung für Bewilligungszeitraum 1. gerechnet werden?

Danke

Rainer

Antwort: Auszahlung erst im nächsten Bewilligungszeitraum

Hallo Rainer,
eine Einzelfallberatung ist an dieser Stelle nicht möglich. Daher nur ganz allgemein: Bei der Ermittlung der Hilfebedürftigkeit werden Zahlungen grundsätzlich in dem Zeitraum berücksichtigt, in dem sie tatsächlich geflossen sind.

Viele Grüße
Robert Chromow

Strittiger Punkt bei Ermittlung des Erwerbseinkommens

Guten Tag!
Ich bin Freiberufler und war zwischen Juni und August 2014 arbeitslos gemeldet. In dieser Zeit habe ich ein sehr geringes Arbeitslosengeld erhalten. Im Juni 2015 habe ich dann die Aufforderung seitens des Jobcenters bekommen, meine Einkünfte für den gesamten Bewilligungszeitraum (bis einschließlich November 2014, Leistungen wurden wie gesagt nur bis zum 31.08.2014 in Anspruch genommen)offenzulegen. Dieser Aufforderung bin ich nachgekommen und die Berechnung ist bis auf einen Punkt auch korrekt. Konkret ist es bei mir so, dass ich unter anderem für meine Kunden Testkäufe durchführe, wofür ich einen Vorschuss überwiesen bekomme, damit ich den Kauf unmittelbar tätigen kann. Diese Vorschüsse sind seitens des Jobcenters auch nicht angerechnet worden mit Ausnahme eines letzten, den ich just ganz am Ende des Berechnungszeitraums im November erhalten habe. Der Betrag für den Testkauf wurde wegen des anschließenden Wochenendes erst am 1.Dezember von meinem Konto abgebucht. Das Jobcenter behandelt diesen Betrag nun als Einkommen. Meine Frage ist, ob dies rechtens ist oder ob alle Vorschüsse nicht gleich behandelt werden müssen, unabhängig davon, dass die Abbunchung des Betrages erst unmittelbar nach Ende des Bewilligungszeitraums stattfand. Eine schriftliche Bestätigung, dass diese Vorschüsse einzig und allein zweckgebunden sind, habe ich eingereicht. Es handelt sich stets um den gleichen Auftraggeber. Auf einen Widerspruch meinerseits ist das Jobcenter bisher nicht eingegangen.

Antwort: Strittiger Punkt bei Ermittlung des Erwerbseinkommens

Guten Tag,
angesichts der sehr speziellen Gegebenheiten Ihres Einzelfalles warten Sie die Entscheidung des Jobcenters über Ihren Widerspruch am besten erst einmal ab: Da die zuständigen Mitarbeiter den Vorgang ja offenbar grundsätzlich richtig verstanden haben, spricht Vieles dafür, dass der Bescheid entsprechend korrigiert wird.
Viele Grüße
Robert Chromow

Herzlichen Dank für Ihre

Herzlichen Dank für Ihre schnelle Antwort!

Arbeitsraum in 43 qm Wohnung von Kosten für Unterkunft abgezogen

Guten Tag, ist es rechtlich in Ordnung und eine Ermessensfrage, dass mir als Selbstständige Autorin und Filmschaffende die Kosten für einen Arbeitsraum (12 qm) innerhalb meiner eigenen 43 qm großen Wohnung (Arbeitsraum und Wohnraum zusammen 43 qm) vom Bedarf für Unerkunft und Heizung abgezogen werden und ich diese verbleibenden rund 90 € stattdessen gewinnmindernd geltend machen soll/kann? Bildende Künstler haben sogar Anspruch auf bis zu 80 qm Wohnungsgröße soweit ich weiß. Bisher war mein anerkannter Bedarf für Unterkunft und Heizung der meiner Wohnfläche entsprechende. Hat ein Widerspruch Aussicht?

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen!

Angemessene Wohnung und Betrieb in dieser

Hallo,
ganz so einfach lässt sich das nicht beantworten... Grundsätzlich muss zunächst der Arbeitsraum erforderlich sein um das Gewerbe auszuüben. Ein einfacher Arbeitsplatz in der Wohnung genügt diesem Anspruch jedoch in der Regel nicht (anders als im Steuerrecht). Auch wenn Sie im Arbeitszimmer z.B. Akten aufbewahren muss ganz klar sichergestellt sein, dass der Raum "NUR" betrieblich genutzt wird. Man muss auch sehen, dass ein Selbstständiger ebenso wie ein anderer Leistungsempfänger behandelt wird, also muss der Arbeitsraum auch den üblichen Umständen eines gewöhnlichen Leistungsempfängers gerecht werden. Dem Grunde nach bedeutet dass, falls das Gewerbe ohne Arbeitszimmer zwangsläufig nicht ausgeübt werden kann, dann und nur dann kann das Arbeitszimmer geltend gemacht werden, ist es hingegen möglich, dass sie Ihre Arbeit in jedem Raum ausüben wird das Arbeitszimmer in der Regel nicht anerkannt werden.

Also ich konnte nicht so ganz herausfinden ob Sie beim Jobcenter den Arbeitsraum geltend machen wollen
oder ob das Jobcenter das gerne so hätte??!?

Für mich scheint es noch nicht ganz klar, wo der Vorteil sein soll, also eine 43 m² Wohnung scheint mir doch auch für eine Einzelperson angemessen, demnach würden doch die kompletten Kosten als Kosten der Unterkunft gewährt werden und es macht m.E. nach keinen Sinn diese Kosten vom Gewinn abzusetzen.

Wichtig: Wenn die Kosten anerkannt werden, ist aber folgendes zu beachten, wenn Ihre Einnahmen geringer sind als die anerkannten Raumkosten können diese natürlich nicht als Betriebsausgaben abgesetzt werden.

Beispiel: Sie haben 0,00 EUR Einnahmen, also können die Raumkosten nicht abgesetzt werden, dann würde ja
eine Hilfebedürftigkeit in Höhe der anerkannten Kosten bestehen, denn diese werden ja von den Kosten der Unterkunft abgesetzt.

Bewilligung von Leistungen zur Sicherung des Lebnsunthlts aufgeh

Hallo,
ich habe im Februar mein Gewerbe angemeldet und letzte Woche die Anlage EKS (vorläufig) ausgefüllt und eingereicht. Daraufhin habe ich folgendes vom Jobcenter erhalten:

"...die Entscheidung über die Bewilligung von Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch- SGB II wird ab 01.04.2016 ganz aufgehoben.
Grund: Aufgrund der Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit zum ... haben sich die Einkommensverhältnisse geändert.''

Heißt das nun, dass komplett die Leistungen eingestellt werden? Habe ich die Zahlen zu hoch angegeben, sodass die denken, dass ich mit der Selbstständigkeit selber klar komme und kein Bedarf hätte?
[Lebe in einer Bedarfsgemeinschaft mit meiner Frau und beide haben ALG II bezogen]

Hallo, Sie können vorläufig

Hallo, Sie können vorläufig auch 0,- Einnahmen angeben und zum nächsten EKS-Antrag, die Einnahmen rückwirkend angeben, die Sie in diesem Zeitraum wirklich erziehlt haben.

Bewilligte Leistungen

Nein, die Bewilligten Leistungen werden nicht Eingestellt sondern nur neu Berechnet.
Es seiden, dass sich auf Grund der Eingereichten EKS kein Bedarf mehr ergibt.

Die EKS stellt nur eine Prognose da, also immer etwas zurück halten mit der Schätzung der Umsätze.

Antwort: Bewilligung von Leistungen zur Sicherung des Lebnsunthl

Hallo,
eine Einzelfallberatung an dieser Stelle nicht möglich. Daher nur ganz allgemein:

So wie Sie die Sache schildern, gelten Sie aufgrund Ihrer Einkommens-Prognose offenbar nicht mehr als "hilfebedürftig" im Sinne des SGB II. Ob Sie die Einkommenserwartungen zu hoch angesetzt haben und ob Ihre übrigen Vermutungen zutreffen, kann ich leider nicht beurteilen.

Am besten stellen Sie Ihre Frage noch einmal im Forum "Tacheles Sozialhilfe": Dort tauschen Fachleute und Betroffene ihre Erfahrungen aus:
http://forum.tacheles-sozialhilfe.de/forum/default.asp

Alles Gute und freundliche Grüße
Robert Chromow

Betriebsausgaben nicht anerkannt

Geehrte Damen und Herren,

nach Bearbeitung meines Weiterbewilligungsantrages hat mir das Jobcenter einige Betriebsausgaben aus der vorläufigen Anlage EKS nicht anerkannt, obwohl diese Positionen seit der Erstantragsstellung anerkannt sind.

Die Begründung lautet sie seien nicht betriebsnotwendig.

Ich frage mich nun wie es möglich ist, dass ehemals anerkannte und somit betriebsnotwendige Ausgaben plötzlich nicht mehr betriebsnotwendig sind.

Da sich diese Betriebsausgaben auf etwa 250 Euro summieren, wäre ich Ihnen für eine Antwort hinsichtlich eines weiteren Vorgehens und der Rechtmässigkeit der Entscheidung, sehr dankbar.

Mit besten Grüßen aus Hamburg

Antwort: Betriebsausgaben nicht anerkannt

Guten Tag,
eine rechtliche Einzelfallberatung ist an dieser Stelle nicht möglich. Daher nur ganz allgemein:

1.
Dass eine vormals als betriebsnotwendig anerkannte Ausgabe plötzlich aus heiterem Himmel nicht mehr anerkannt wird, ist ungewöhnlich.

2.
Ich würde schon allein deswegen Widerspruch gegen den Bescheid einlegen, weil der Vertrauensschutz verletzt ist.

3.
Welchen inhaltlichen Grund es für die geänderte Beurteilung der Betriebsnotwendigkeit gibt, kann ich nicht beurteilen. Denkbar ist aus meiner Sicht, dass Ausgaben für einzelne betriebliche Maßnahmen (z. B. aufwendige Werbe- oder Marketingsaktivitäten) in der Vergangenheit den gewünschten Erfolg nachweislich nicht gehabt haben. Das ist aber nur eine völlig unmaßgebliche Vermutung.

Viele Grüße
Robert Chromow

Betriebsausgaben nicht anerkannt

Herzlichen Dank für Ihre umgehende Antwort Herr Chromow & viele Grüße

Hallo ich mochte kleingewerbe zuhause betreiben!!

Hallo ich bin alleinerziehende Mutter im Eltern Zeit . Leider wie Mann es kennt wird nach einem Jahr einem langweilig. Ich bekomme alg 2 und möchte mein kleingewerbe zuhause aufmachen . Was soll ich tun was kommt auf mich zu ? Wird alt2 gestrichen ? Brauch ich eine Steuer Beraterin die mir jeden Monat meine Ausgaben und einnahmen ausrechnet und an jobcenter einreichen ? Bitte um schnelle Antwort . Danke

Antwort: Hallo ich mochte kleingewerbe zuhause betreiben!!

Guten Tag,
da haben Sie mit ein paar kleinen Fragen aber ein richtig großes Fass aufgemacht. Weil es außerdem schnell gehen soll, hier die kurzen Antworten:

1.
Was alles auf Sie zukommen kann, erfahren Sie im Beitrag
"Nebenberuflich selbstständig: Tipps und Informationen für Ihre Gründung im Nebenerwerb"
http://www.akademie.de/wissen/nebenberuflich-selbststaendig

2.
Nein, ALG II wird nicht automatisch gestrichen: ALGII- und Elterngeld-Empfängerinnen dürfen durchaus Einkünfte aus selbstständigen Tätigkeiten haben. Sobald bestimmte Freibeträge überschritten sind, werden die Einkünfte aber auf das ALG II angerechnet. Das Grundprinzip wird im Beitrag ...
http://www.akademie.de/wissen/alg-ii-selbststaendigkeit
... erläutert. Bitte beachten Sie aber, dass die Zahlen auf dem Stand von 2011 sind.

3.
Die Anrechnung von (Neben-)Einkünften erfolgt über die "Erklärung zum Einkommen aus selbständiger Tätigkeit, Gewerbebetrieb oder Land- und Forstwirtschaft im Bewilligungszeitraum" (= "Anlage EKS")
http://www.akademie.de/wissen/alg-ii-selbststaendigkeit/anlage-eks

4.
Die Abrechnung mit dem Jobcenter über die EKS erfolgt dabei nicht monatlich, sondern halbjährlich - unter Umständen sogar jährlich. Ausführliche aktuelle Informationen zur EKS finden Sie auf der Website der Bundesagentur für Arbeit:
https://www.arbeitsagentur.de/web/wcm/idc/groups/public/documents/webdat...

5.
Ob Sie für Ihre nebenberufliche Selbstständigkeit eine Steuerberaterin brauchen (z. B. für die EKS), wissen Sie hoffentlich nach Lektüre des Beitrags
https://www.akademie.de/wissen/steuerberater-finden-kosten

So, schneller und kürzer ging's leider nicht.

Viel Erfolg und freundliche Grüße
Robert Chromow

Vielen Dank sie haben mir

Vielen Dank sie haben mir sehr geholfen !!

so einfach ist das nicht

Nein..
Keine Sorge so einfach ist das nicht.. Du darfst ja auch einen Minijob haben ohne Abzüge..
Die können dir nicht so einfach das Geld streichen und du musst dir da aber so EINIGE Gedanken machen..
Einnahmen Ausgaben usw.
Ist schwierig das alles hier zu erklären..
Für ein Kleingewerbe braucht man auch nicht zwingend einen Steuerberater..
Telefonisch könnte man sowas viel besser erklären..

LG aus Mönchengladbach

kann Krankenkasse Beiträge zurückverlangen?

Hallo
folgende Situation. bin selbständig und habe noch aufstockendes hartz4 bezogen und bin also über das Jobcenter Krankenkassen pflichtversichert.

Da der Gewinn letztes Jahr geringfügig über den Bezug zur Hilfsbedürftigkeit war, ( ca. 50 € drüber) bin ich für einen Bewilligungszeitraum nachträglich aus der Hilfsbedürftigkeit rausgefallen ( nach endgültigen Alg2 Bescheid) und musste das ALG2 komplett zurükzahlen für den Bezugszeitraum.

Mich würde nun interessieren ob die Krankenkasse nun auch die vom JC gezahlten KK-Beitrage rückwirkend zurückverlangen kann
oder ob da automatisch der §26 SGB II Abs 1 Satz 3.
greift , da durch diese Beiträge ,ich ja dann wieder rückwirkend hilfsbedürftig würde.

Antwort: kann Krankenkasse Beiträge zurückverlangen?

Guten Tag,
nein, die Krankenkasse (!?) kann und wird keine Beiträge zurückverlangen. An der Versicherungspflicht und am Versicherungsschutz in der GKV ändert sich durch eine nachträgliche Leistungskorrektur auch nichts. Und ja: Notfalls greift §26 Abs. 3 SGB II:
http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_2/__26.html

Das ist aber wie üblich nur meine unmaßgebliche persönliche Meinung. Die Details Ihres Einzelfalls besprechen Sie am besten mit der "Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD)"
http://www.unabhaengige-patientenberatung.de/
Die UPD bietet neutrale und kostenlose Beratungen telefonisch unter 0800 0117722. Sprechzeiten Montag bis Freitag 8 bis 22 Uhr und Samstag 8 bis 18 Uhr.

Alles Gute und freundliche Grüße
Robert Chromow

Frage zur Anrechnug der Steuer

Hallo, schön das man hier die Möglichkeit hat Fragen zu stellen.

Ich bin nun schon ziemlich lange Selbstständig und beziehe nun seit etwas über 1 Jahr ALG II. bereits im letzten Jahr habe ich meine komplette Buchhaltung abgegeben (bin Onlinehändler)und muss sagen, das der Bearbeiter damit schon schwer überfordert war.Nun wie gesagt, ich konnte alles belgen, jede ausgabe, nur eben die Steuern nicht. Ich bin letztes Jahr noch jährlich vernlagt gewesen, da ich im Jahr zuvor zu weinig Steuern gezahlt hatte. Nun gebe ich keine regelmäßigen Umsatzsteuervoranmeldungen mehr ab. Ich habe Also im kompletten letzten Jahr keine monatlichen Belegbaren ausgaben für die Steuer, Aber ich kann auch die monatlich ca. 100 EUR teuern nicht auf Seite packen, da die Arge sagt, ich können nur etwas anrechnen, was auch tatsächlich geflossen ist. Nun kam am Jahresende bei der Steuer raus, das ich 1200 EUR zu zahlen habe, aber es ist nicht wirklich Geld da dies zu zahlen.

Wie kann ich der Arge nun entgegentreten da ich das Geld für die Steuern ja nicht ausgeben kann.
ich muss es ja auch bezahlen. Zum Glück in diesem Jahr wieder Quartalsweise.

Ich bedanke mich schon mal sehr für hilfreiche Tips.

Antwort: Frage zur Anrechnug der Steuer

Guten Tag,
ganz gleich, ob Umsatzsteuer oder Einkommensteuer:

1.
Die Anlage EKS berücksichtigt bei beiden Steuerarten Vorauszahlungen. Wenn Sie also eine Möglichkeit suchen, den Jobcenter-Bürokraten Ihre laufenden Zahlungen ans Finanzamt zu beweisen, leisten Sie entsprechende ESt-Vorauszahlungen und USt-Voranmeldungen.

2.
Der Nachteil des Vorjahres ist Ihr Vorteil im laufenden Jahr: Die Steuernachzahlung für 2015 mindert ihren Gewinn im laufenden Jahr, da sie in 2016 "tatsächlich geflossen ist".

Viele Grüße
Robert Chromow

Selbständig und ALG II

Hallo,
Ich hatte eine vorläufige Bewilligung zur Sicherung des Lebensunterhalts vom 01.10.14 - 31.03.15.
Für Oktober und November habe ich Geld erhalten.
Ab Dezember tat sich in der Selbständigkeit wieder ein Auftrag auf und ich habe das dem Amt mitgeteil und ab Dezember kein Geld in Anspruch genommen.
Im Juni 2015 habe ich dann wegen der Berechnung meine Unterlagen einreichen müssen. Unterlagen wurden eingereicht und verlangt für alle 6 Monate.
Heute 8 Monate späte bekam ich meinen Bescheid.
Das Amt nimmt alle Einnahmen von 6 Monaten abzüglich alle Ausgaben von 6 Monaten teilt es durch 6 Monate und berechnet somit meinen monatlichen Bescheid für Oktober und November. Nicht aber für die anderen 4 Monate in denen ich kein Geld erhalten habe.
Kann das Amt die Zahlen für die 6 Monate zur Berechnung nehmen und dann aber nur 2 Monate bewilligen????
Logisch wäre eigentlich 6 Monate Berechnen, auf 6 Monate umlegen.
Dann hätte ich auch noch für 4 Monate Geld zu bekommen. Steht mir das nicht für 6 Monate zu?
Gruß
Huber

Antwort: Selbständig und ALG II

Hallo Herr/Frau Huber,
wenn Sie im Oktober und November 2014 gar keine Einnahmen hatten, darf das für spätere Zeiträume ermittelte Durchschnittseinkommen aus meiner Sicht nicht rückwirkend für Oktober und November 2014 zugrundegelegt werden. In diesen beiden Monaten waren Sie schließlich hilfebedürftig, da ganz ohne eigenes Einkommen. Weil Sie das Jobcenter im Dezember 2014 zeitnah über die Änderung Ihrer Einkommensverhältnisse informiert haben, müsste dieser Sachverhalt eigentlich aktenkundig und dem zuständigen Sachbearbeiter bekannt sein. Das ist aber nur meine unmaßgebliche persönliche Meinung.

Tipp: Wenn Sie es genauer wissen wollen, stellen Sie Ihre Frage am besten noch einmal im Forum "Tacheles Sozialhilfe": Dort tauschen Fachleute und Betroffene ihre Erfahrungen aus - auch und gerade zum Thema ALG II:
http://forum.tacheles-sozialhilfe.de/forum/default.asp

Alles Gute und freundliche Grüße
Robert Chromow

Danke Herr Chromov

Vielen Dank Herr Chromov dass Sie mir mit Rat helfen wollten.
Im Forum Tacheles hab ich geschrieben, aber die Antworten sind keineswegs von Fachleuten. Dort raten 20 Mann warum es so sein könnte. Das bringt mich leider nicht weiter.

Hallo, danke für die Antwort.

Hallo,
danke für die Antwort. Bei Tacheles habe ich noch keine Antwort bekommen.

Der vorläufige Bescheid war für 6 Monate und die Prüfung zwecks endgültigen Bescheid war auch für 6 Monate.
Und wenn man die Einnahmen und Ausgaben der 6 Monate nimmt und anteilig auf 6 Monate teilt habe ich 6 Monate lang ein geringes Einkommen von ca. 190 Euro.
Das heisst ich müsste für alle 6 Monate ALG II bekommen.

Die Sachbearbeiterin nimmt aber nur Oktober und November.

Steht mir nicht das Geld für 6 Monate zu?
Ich hatte ja auch die anderen 4 Monate das geringe Einkommen.

Hallo, warum gehst Du mit

Hallo, warum gehst Du mit dieser Berechnung nicht zu einem Anwalt?
Der stellt Antrag auf Prozesskostenhilfe (macht der nur, wenn auch ein anzugreifender Bescheid vorliegt und den hast Du ja) und schaut sich die Berechnung an und weiß sicher, was Recht ist und verklagt das JC dann gleich mal. Ich wäre nämlich der gleichen Meinung wie Du und sehe es an meiner Berechnung auch, dass der JC-Bearbeiter Null Ahnung hat :-). LG

Freiberufler und ALG II

Hallo, ich bin seit fast einem halben Jahr in der Bedarfsgemeinschaft und beziehe Leistungen vom Jobcenter. Jetzt werde ich wieder eine Stelle als Freiberuflerin antreten und höchstwahrscheinlich 2000 Euro brutto verdienen. Würde in diesem Fall die Leistung komplett wegfallen und inwiefern wäre mein Partner betroffen, da wir ja eine Bedarfsgemeinschaft sind und mein Lohn angerechnet wird.

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