Die Anatomie der Suchmaschinenoptimierung - in sechs Schritten, aber ohne Ende

Warum Suchmaschinenoptimierung ein kontinuierlicher Prozess ist und was alles dazu gehört

Von: Saša Ebach
Stand: 14. Dezember 2007
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Über den Autor: Saša Ebach

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Saša Ebach ist der viSEOcoach. Unter www.viSEOcoach.de bietet er seinen Lesern im Videoformat Tipps und Tricks zum Thema Suchmaschinenoptimierung. In Deutschland bisher einzigartig ist seine Videoberatung Suchmaschinenoptimierung, mit der er Kunden dabei hilft, besser gefunden zu werden. Seine wahre Passion ist die Prozessautomatisierung mittels Programmierung. Wofür andere eine Woche Arbeit benötigen, erledigt er mit einem einfachen Klick.

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Die Keyword-Strategie

Schritt 1: Das Erarbeiten einer Keyword-Strategie

Bild vergrößernKeywordstrategie: Kernbegriffe, Cluster, Seiten-Zuordnung

Themenfindung

Am Anfang jedes Projektes steht das Finden der Keywords. Ihre Website muss die Suchmaschinen schon mit Wörtern füttern, um dort gefunden zu werden - und zwar mit genau den Wörtern, die Ihre Zielgruppe in das Suchfeld eintippt.

Überlegen wir uns also erstmal, was alles zum Thema "Katzenfutter" dazugehört. Mein erstes Brainstorming ergibt folgende Liste:

  • Katzenfutter (klar)

  • Herstellung von Katzenfutter

  • Qualitätsbeurteilung von Katzenfutter

  • Ernährung der Katze

  • Gesundheit der Katze (Krankheiten duch Fehlernährung)

  • Pflege der Katze

  • Besonderheiten der Katze

  • Witzige Katzengeschichten

  • Empfehlenswerte Bücher und Websites

  • Katzenfutter + (adult oder jungtiere)

  • Katzenfutter + (trocken oder feucht)

  • Katzengras (Damit kann man seine Katze high machen. Ist das gesund?)

  • ...

Ist es nicht erstaunlich, wie viel man sich zu so einem Thema einfallen lassen kann?

Bedenken Sie, dass bei diesem ersten Brainstorming alles erlaubt ist. Ob etwas eine gute Idee ist, entscheiden wir später.

Kernbegriffe erschließen

Wonach würden Sie bei Google suchen, wenn Sie Katzenfutter online kaufen wollten (von "Katzenfutter" selbst mal abgesehen)? Für eine erste Analyse verwende ich gerne das "Google Adwords Keyword Tool". Damit können Sie Ihre Keyword-Liste verfeinern und erweitern.

Bild vergrößernScreenshot des Google Adwords Keyword Tool mit Ergebnissen für den Suchbegriff "Katzenfutter"

Dieses Werkzeug liefert uns

  1. viele verschiedene Varianten unseres Suchbegriffs und

  2. darüber hinaus noch viele verwandte Begriffe, aus denen Sie wiederum viele weitere Ideen extrahieren können.

Versuchen Sie es selbst einmal für Ihre eigenen Keywords!

Es ist wichtig, dass Sie sich überlegen, welches Ihre wichtigsten Kernbegriffe sind. In unserem Beispiel spielen die folgenden Begriffe eine besondere Rolle:

  • katzenfutter

  • (markennamenmodifikator: whiskas, kitekat, pitti, ...) + optional Katzenfutter

  • katzenfutter + (aktionsmodifikator: kaufen, bestellen, ...)

  • (gesundheitsmodifikator: gesundes, nahrhaftes) + katzenfutter

  • (qualitätsmodifikator: gutes, billiges, premium, gourmet, bio, ...) + katzenfutter

Bestimmt fallen Ihnen noch mehr Kernbegriffe ein. Verlassen Sie sich nicht nur auf das Tool von Google. Surfen Sie auch einfach mal die ersten 10 Ergebnisse dort an und schauen Sie, worüber Ihre Mitbewerber schreiben.

Weitere Ideen und Tools zur Keywordrecherche

  • Fragen Sie Freunde und Bekannte nach ihren Ideen.

  • Durchblättern Sie Fachzeitschriften.

  • Wordtracker (kostenpflichtig, englisch). Vor allem der Keyword Research Guide ist interessant.

  • Keyword-Datenbank (kostenpflichtig, deutsch).

  • Das Keyword-Tool von Yahoo: YSM Keyword-Tool.

  • Geheimtipp: Die Keywordrecherche bei Miva.

  • Geheimtipp 2: Quintura (Versuchen Sie es einfach mal)

  • Eine Suche nach Keyword Datenbank ergibt noch weitere Informationen.

  • Sobald die erste Version der Website steht, können Sie auch mit der Bewerbung in Google Adwords anfangen. Dadurch bekommen Sie nicht nur neue Keywords, sondern darüber hinaus auch echte Performance-Daten: Was wird wie oft gesucht?

Keywordcluster

Der nächste Schritt besteht darin, dass Sie aus den gesammelten Begriffen jede Menge Cluster bauen. Gruppieren Sie Ihre Begriffe zu Themenblöcken. Denn die brauchen wir für den nächsten Schritt.

Ein Cluster ist eine Gruppe von Keywords, die thematisch verwandt sind. Für unser Beispiel also etwa

    • katzenfutter kaufen

    • katzenfutter bestellen

    • katzenfutter online

    • katzenfutter online bestellen

    • katzenfutter versand

    • katzenfutter shop

  • oder

    • gesundes katzenfutter

    • bio katzenfutter

    • hochwertiges katzenfutter

    • gutes katzenfutter

    • premium katzenfutter

    • gourmet katzenfutter

Cluster pro Seite

Die besten Ergebnisse in den Suchmaschinen erreichen Sie, wenn Sie sich bei der Optimierung pro Seite auf wenige Begriffe beschränken. Genauer gesagt: Jede Seite sollte mindestens einen Keywordcluster abdecken. Beispielsweise ist unser erster Cluster (katzenfutter kaufen) ideal für unsere Startseite (http://www.katzenfutter.xy) geeignet. Der zweite (gesundes katzenfutter) wäre - nicht gerade eine Überraschung - ideal für eine Seite zum Thema gesundes Katzenfutter geeignet. So eine Seite könnten wir also unter http://www.katzenfutter.xy/gesundes-katzenfutter.html anlegen.

Bild vergrößernEinen Keywordcluster an eine Seite binden

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Ist mir zwar alles nicht neu. Aber trotzdem oder gerade deswegen großes Lob an den Autor: Der Artikel ist fundiert und ausgesprochen anschaulich. Ich würde jedoch die vielen chinesischen Begriffe vermeiden: Content = Inhalt, Link = (Sprung)verweis, Keyword = Schlagwort (im Gegensatz zum Stichwort) usw.
Und da wir gerade dabei sind, hier noch einige: Kater, Tiger, Löwe, Miau, Fressi, Stubentiger, Katzenklo, Scheißvieh, Hauskatze ;-)
Man hätte allenfalls noch etwas auf den Aufbau von Texten eingehen können: Einführung/Überblick (vor allem für die Suchmaschinen wichtig), gegliederter Haupttext (mit These, Antithese, Fakten, Beispiele, Gewichtungen, Abwägungen, logischen Schlüsse, Synthese, Ergebnis usw.), Zusammenfassung/Fazit/Schluss. So wie ein Journalist einen Fachbeitrag schreiben würde, so erwarten auch Suchmaschinen die Inhaltsaufbereitung.
Aber irgendwo sprengt halt jeder Artikel mal den Rahmen, und wenn das Thema so breit ist wie dieses, muss es halt irgendwo genug sein.
Sehr schön, der Artikel!

Wirklich eine angenehme übersichtliche Zusammenstellung der wichtigsten Suchmaschinentipps.
Vielleicht hier die Gelegenheit für eine Frage an den Fachmann:
Ich weiß, das zu meiner Startseite viele Links aus anderen Seiten verweisen, aber von Google werden nur 5 gefunden. Warum findet Google die anderen Links nicht?

Lieber Anonym,

zur der Frage warum Google Ihre Links nicht findet. Meine Frage: Über welche Abfrage haben Sie die Anzahl denn rausgefunden? Der zuverlässigste Wert ist wohl der in den Google Webmaster-Tools (GWT). Zu den GWT habe ich hier schonmal einen Artikel geschrieben. Wenn die Diskrepanz dann immer noch so groß ist, dann kann es daran liegen, dass Ihre Linkpartner Indizierungsprobleme haben. Der Google-Bot muss die Links auf den Seiten, die auf Sie verlinken natürlich auch finden können.

Sehr gute Darstellung der wohl eigntlich immer im Schatten liegenden aufwändigsten Arbeiten an einem Webprojekt! Solange keine Software verwendet wird, kann auch jede einzelne Seite in den META-tags spezielle auf den Inhalt abgestimmte Einstellungen erfahren. Dies ist mein pers. Erfolgsrezept!
Und ... was ich besonders wichtig finde -> das Speicher in den Suchmaschinen erlauben.

Hervorragender Artikel, vielen Dank dafür! Ich denke, die hier geschilderten Methoden werden mir auf jeden Fall helfen, meine Webprojekte etwas „optimierter“ zu gestalten :-)