Angebote verfolgen und nachfassen

Nur wer am Ball bleibt, schießt das Tor!

Von: Hans-Jürgen Borchardt
Stand: 12. Dezember 2011
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Über den Autor: Hans-Jürgen Borchardt

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Hans-Jürgen Borchardt ist seit 1967 selbstständiger Marketingberater. Er berät mittelständische Unternehmen, vorwiegend im Handel und Handwerk in Deutschland, Schweiz und den Niederlanden. Seit über 20 Jahren veröffentlicht H.-J. Borchardt zudem Fachbeiträge.

H.-J. Borchardt war Gründer und Präsident des Marketingclubs Nordhessen und war 22 Jahre Beauftragter des Landes Hessen für Ausbildungsfragen für Werbekaufleute. Neun Jahre leitete er die Akademie für Absatzwirtschaft. Parallel dozierte er an der Fachhochschule Fulda und hielt Marketing-Seminare für den RKW Hessen und die IHK Kassel. H.-J. Borchardt erhielt die Ehren-Plakette der IHK Kassel für die Förderung des Nachwuchses.

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Warum reagiert der Kunde nicht?

Mit der Abgabe eines Angebots ist die Akquise noch lange nicht abgeschlossen. Auf dem Weg zum Auftrag haben Sie nämlich erst die halbe Strecke zurückgelegt. Denn jetzt gilt es nachzuhaken. Hans-Jürgen Borchardt verrät, warum Sie beim potenziellen Auftraggeber unbedingt nachfassen sollten - und wie Sie das tun, ohne aufdringlich zu wirken.

Sie kennen das: Der Kunde war interessiert. Das Verkaufsgespräch verlief prima. Sie haben wie gewünscht ein Angebot erstellt. Sie haben ein gutes Gefühl. Und dann - passiert nichts. Kein Auftrag. Nicht mal eine Rückmeldung. Nun sind Sie ein bisschen frustriert, ein bisschen enttäuscht und stellen resigniert fest, dass das eben so ist und man die Kunden ja nicht zwingen kann.

Gründe, warum ein Kunde nicht reagiert, gibt es viele:

  • Der Auftraggeber ist mit dem Angebot unzufrieden (sieht aber nicht ein, warum er sich bei Ihnen melden muss; vielmehr erwartet er das eigentlich von Ihnen).

  • Es kam was dazwischen: Der Kunde ist anderweitig beschäftigt (und hat Sie infolgedessen vergessen) bzw. die Zuständigkeiten innerhalb der Firma haben gewechselt oder

  • die Umstände des Auftrags haben sich geändert und das Angebot müsste modifiziert werden.

  • Der Kunde hat sich für das Angebot eines Konkurrenten entschieden.

(Der einfachste Grund ist natürlich der, dass Ihr Angebot den Kunden nie erreicht hat.)

Wie auch immer: Sie sollten die Flinte nicht so schnell ins Korn werfen! Denn ein Verkaufsvorgang ist erst zu Ende, wenn der Kunde zusagt oder das Angebot definitiv abgelehnt hat. Wer diesen Prozess vor der endgültigen Entscheidung ab- bzw. unterbricht, schadet sich in mehrfacher Hinsicht selbst:

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