Kalkulationsmodelle
Kalkulation auf Stundenbasis und Materialverkauf
Auch hier wieder: Zunächst rechnen wir die Zuschlagssätze aus und kalkulieren dann Aufträge auf Basis der Deckungsbeitragsrechnung.
Zuschlagskalkulation
Nun wird es ein wenig umfangreicher. Es wird eine Kalkulation auf Basis von Stundenlöhnen und Material vorgenommen. Das bedeutet, es werden unterschiedliche Aufschlagssätze auf Stunden und Material errechnet.
Meister Stein stellt nach einigen Monaten fest, dass verschiedene Aufträge arbeitsintensiv sind und andere mehr materialintensiv. So verlegt er große freiliegende Flächen in kurzer Zeit und benötigt für kleine, schwierig gelegene Flächen wesentlich mehr Zeit. Die abgegebenen Preise stimmen dann nicht mehr. Kleine Flächen, die ungünstig zu bearbeiten sind, werden zu teuer angeboten, da nur auf Stundenbasis kalkuliert wird. Größere Fläche in einfacher Lage, die nur viel Material und wenig Personaleinsatz erfordern, werden zu günstig angeboten, da auf dem Material kein Zuschlag erfolgt. Der Zuschlag erfolgt nur auf dem Personaleinsatz. Herr Stein überlegt neu. Er verteilt die Gemeinkosten auf die Umsatzbereiche Lohn und Material. Umsatzbereiche bedeutet, er macht Umsatz (Einnahmen) durch die Berechnung von Stunden und dem Verkauf von Material.
Herr Stein überlegt also, wie er die Gemeinkosten verteilt. Gemeinkosten sind Kosten, die dem Auftrag nicht direkt zuzuordnen sind. Beispiel: Bei der Verlegung der Terrasse von Frau Flora kann nicht gesagt werden, hierin sind x Euro Mietkosten, Gehalt u.a. enthalten. Also muss man einen Verteilungsschlüssel entwickeln. Er verteilt die Gemeinkosten des letzten Geschäftsjahres auf die Umsatzbereiche Fertigung und Material:
Gesamtkosten
Herr Stein hat geschätzt, wie sich die Gemeinkosten auf die Umsatzbereiche Fertigung und Material verteilen.
Bei den Gehaltskosten der Aushilfe geht er davon aus, dass sie ein Drittel ihrer Arbeitszeit darauf verwendet, Lagerarbeiten (Zählen, bestellen, kontrollieren) auszuführen. Die restlichen zwei Drittel sind der Fertigung zuzuordnen.
Die Aufteilung der Miete in Einzel- und Gemeinkosten ist einfach. Meister Stein errechnet, wie viel Miete für die Bürofläche anfällt und wie viel dem Lager (Material) zuzuordnen ist. Das Lager ist wesentlich größer, also sind auch die Mietkosten höher.
Das Auto wird zu 78% für den Bereich Fertigung genutzt und zu 22% für Material (Steine transportieren).
Die Abschreibungen hat er gleichmäßig auf die Bereiche Fertigung und Material verteilt.
Als Einzelkosten berücksichtigt er für Fertigung (Lohnkosten) 75.000 Euro und für das Material 35.000 Euro.
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