Kalkulationsmodelle
Kalkulation im Handel
Die Kalkulation im Handel beruht auf dem Verkaufspreis. Gleichgültig ob im Einzel- oder Großhandel, die Differenz zwischen Einkaufspreis und Verkaufspreis, die verkauften Stückzahlen und die Kosten bestimmen den wirtschaftlichen Erfolg.
Zuschlagskalkulation
Auch im Handel müssen zunächst die Zuschlagssätze ermittelt werden, damit eine erste Basis für Preiskalkulationen vorliegt
Beispiel:
Die Preiskalkulation wird anhand eines Beispieles vorgenommen. Der Einzelhändler Flower hat in seinem Sortiment die Warengruppen: Schnittblumen, Pflanzen, Keramik und Hilfsmittel. Dieser Wareneinsatz sind Einzelkosten. Im letzten Jahr hatte das Unternehmen folgenden Wareneinsatz:
Schnittblumen 22.000 Euro
Pflanzen 56.000 Euro
Keramik 25.000 Euro
Hilfsmittel 12.000 Euro
Neben dem Wareneinsatz hat Händler Flower selbstverständlich noch weitere Kosten. Er zahlt Miete, beschäftigt einen Angestellten, muss werben usw. Diese Kosten sind Gemeinkosten und müssen auf die Warengruppen zugeschlagen werden.
Es ist wichtig, nicht mit einem einheitlichen Zuschlag zu kalkulieren, da die verschiedenen Warenarten unterschiedliche Kosten verursachen. Schnittblumen sind sehr teuer, sie müssen in Holland eingekauft werden und ein Teil kann nicht rechtzeitig verkauft und muss somit abgeschrieben werden.
Der Blumenhändler Flower muss nun auf den Einkaufspreis einen Zuschlag erheben, um die gesamten Gemeinkosten mit abzudecken. Er entschließt sich, einen einheitlichen Zuschlag für alle Warengruppen zu nehmen.
Zuschlagsberechnung
Der Zuschlagssatz beträgt 72,8%. Diese werden auf den jeweiligen Einkaufspreis aufgeschlagen. Als Gewinn werden 15% kalkuliert. Beispiel: Herr Flower verkauft eine Topfpflanze:
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