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Zu Hause und doch im Büro: Arbeiten im Home Office

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Stand: 18. September 2007

Home-Office: Ausstatten, sich wohl fühlen und produktiv arbeiten

Dual-Screen

Werfen Sie mal kurz einen bewussten Blick auf Ihren Monitor: Lesen Sie diesen Text im Vollbildmodus? Haben Sie die Programme beim Arbeiten auch im Vollbildmodus offen? Das ist einerseits praktisch, weil Sie so viel Arbeitsfläche und Übersichtlichkeit in den einzelnen Programmen haben. Andererseits müssen Sie ständig zwischen den Programmen wechseln. Und haben Sie vielleicht auch schon einmal ein Dokument nur deswegen ausgedruckt, weil Sie es eigentlich parallel bräuchten um ab und an einen Blick rein zu werfen? Das kostet alles Zeit und Nerven. Effizienter ist das Arbeiten mit zwei Monitoren.

Übertragen ist ein zweiter Bildschirm wie ein zweites Blatt Papier. So können Sie beispielsweise am rechten Bildschirm hinter der Tastatur die produktive Anwendung nutzen, zum Beispiel Word, um einen Text zu schreiben. Auf dem zweiten Monitor, liegt quasi das zweite Blatt bzw. die weiteren Blätter, die Sie zum Arbeiten brauchen. Sagen wir eine Excel-Tabelle mit Zahlen und Auswertungen oder der Internet-Browser mit der aktuellen Recherche.

Die Ausstattung mit zwei oder mehr Monitoren erleichtert Ihnen einige Dinge:

  • Sie können schnell und einfach mit mehreren Informationsquellen bzw. Programmen arbeiten, ohne ständig über die Taskleiste oder "Alt+Tab" wechseln zu müssen.

  • Sie haben einen viel einfacheren und schnelleren Datenaustausch zwischen den Programmen, da Sie nicht ständig zwischen Programmen wechseln müssen.

  • Sie haben eine größere Übersichtlichkeit und Aktualität von Informationen, da Sie die entsprechenden Programme permanent offen haben können.

Typische Szenarien, bei denen zwei Monitore nützlich sind:

  • Rechts die Powerpoint-Präsentation, links der Browser mit dem Bilderdienst.

  • Rechts ein pdf-Dokument, links der Mindmanager um die Infos daraus in ein Konzept einfliessen zu lassen.

  • Rechts der Beitrag für das Blog, links Photoshop mit dem dafür zu bearbeitenden Bild.

  • Rechts den FeedDemon zum Lesen der Nachrichten, links der Browser für die zugrunde liegenden Webseiten.

  • Rechts das Projektplanungstool, links der Outlook-Kalender.

Zeit gewinnen durch mehrere Monitore

Die Microsoft-Research-Labs haben eine interessante Studie veröffentlicht, in dem von deutlichen Performancesteigerungen durch das Arbeiten mit mehreren Monitoren berichtet wird. Es wird von einer durchschnittlich 9%-igen Gesamtsteigerung der Arbeitsperformance berichtet. Einzelne Tätigkeiten, wie zum Beispiel Copy-Paste, sind um 50 % schneller.

Wenn Sie als zweiten Monitor einen Bildschirm mit 16:9-Format und hoher Bildschirmauflösung nutzen, dann haben Sie genug Platz, um mehrere Programme überlappend anzuordnen. Der Hauptbildschirm bleibt für das fokussierte Arbeiten mit einer Applikation frei.

Arbeiten mit zwei Monitoren

Achten Sie darauf, dass der Blickabstand zu beiden Monitoren in etwa gleich ist, dass sich die Monitore auf gleicher Höhe befinden und dass die Größe der Zeichen gleich ist. Das ist weniger anstrengend für die Augen.

Mit einem Laptop haben Sie bereits einen zweiten Monitor-Ausgang, den Sie nutzen können. Die Grafikkarten moderner Laptops unterstützen die Arbeit mit zwei Bildschirmen sehr gut.

Wenn Sie mit einem Laptop arbeiten, dann empfiehlt es sich, mit einer Docking-Station oder einem Port-Replikator zu arbeiten. Achten Sie darauf, dass dieser einen VGA- (VGA = Video Graphics Array) oder noch besser einen DVI-Port (DVI = Digital Visual Interface) besitzt. Letzterer liefert in der Regel ein deutlich besseres Bild. Natürlich benötigen Sie dann einen DVI-fähigen Monitor.

Achten Sie beim Kauf eines neuen Monitors unbedingt darauf, dass dieser VGA und DVI unterstützt. Das hat sogar den Vorteil, dass Sie ohne Zusatzhardware zwei Rechner am gleichen Monitor betreiben können.

Mit einem Desktop-PC benötigen Sie unter Umständen eine zweite Grafikkarte oder Sie nutzen eine externe Erweiterung wie Matrox DualHead2Go. Mit Hilfe von Software-Tools wie Ultramon oder die Multimon Taskbar wird die Arbeit mit zwei Bildschirmen sehr komfortabel. Eine Zusatzinvestition, die sich durch bequemeres und zeitsparendes Arbeiten schnell auszahlt. Prüfen Sie aber vorher, ob die Grafikkarte in Ihrem PC nicht doch zwei Monitorausgänge hat. Leider unterstützen die Programme ein Multi-Monitor-Setup sehr unterschiedlich. Hier müssen Sie ein wenig mit Ihren Programmen üben.

Monitore verschieben und anordnen

Können Sie am oberen oder unteren Bildschirmrand nicht mit der Maus in den Bereich des zweiten Monitors fahren? Sie können in Windows unter "Systemsteuerung - Anzeige - Einstellungen" die angedeuteten Monitore mit der Maus verschieben und passend anordnen.

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Über den Autor:

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Alexander Greisle ist Trainer, Dozent und Berater. Seine Themenschwerpunkte sind die neue Arbeitswelt, Arbeits- und Lernmethoden und die Information Worker Performance. Zu seinen Kunden gehören namha ...

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