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Bahncard für Selbstständige- Excel-Rechner und Steuertipps

Eine geschäftliche Bahncard können Sie auch privat nutzen. Beteiligen Sie das Finanzamt an den Anschaffungskosten!

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Stand: 10. April 2013

Die Deutsche Bahn bietet Bahncard-Kunden satte Rabatte und attraktive Zusatzleistungen. Eine Bahncard rechnet sich oft schon bei wenigen Reisen. Liegen die Einsparungen aufs Jahr gesehen über den einmaligen Anschaffungskosten, können Selbstständige die Bahncard in voller Höhe von der Steuer absetzen. Das gilt auch dann, wenn die Bahncard in der Freizeit für private Zwecke genutzt wird. Mit unserem einfachen Excel-Vorteilsrechner sorgen Sie dafür, dass das Finanzamt die Rabattkarte als Betriebsausgabe anerkennt.

Bahncard - lohnt sich oft für SelbstständigeDer Anschaffungspreis einer Bahncard rechnet sich oft schon nach wenigen Fahrten: So lohnt sich die Bahncard 25 bei der Verbindung Hamburg - Köln und zurück in der 2. Klasse bereits ab der zweiten Reise.

Praxistipp: Mit dem Bahncard-Onlinerechner stellen Sie im Handumdrehen fest, ab wann sich welche Bahncard für Sie rechnet.

Als Zugabe gibt es obendrein das City-Ticket: Bei Fernreisen (einfache Entfernung über 100 Kilometer) dürfen Bahncard-Reisende kostenlos die öffentlichen Nahverkehrsmittel zum Start-Bahnhof sowie vom Zielbahnhof bis zum endgültigen Reiseziel nutzen.

Die Zusatzleistungen können sich eigentlich auch sehen lassen: Kinder und Enkel bis zum 14. Lebensjahr fahren kostenlos mit, Ehe- oder Lebenspartner erhalten bei Bedarf ermäßigte Partnerkarten.

Bahncards im Überblick

Wer auch nur gelegentlich die Dienste der Deutschen Bahn nutzt, ist daher gut beraten, über den Kauf einer Bahncard nachzudenken. Zwar dürfte die Profi-"Bahncard 100" bei jährlichen Kosten von rund 4.000 Euro bis über 7.000 Euro nur für die wenigsten Reisenden rentabel sein. Die beiden Basis-Bahncards hingegen lohnen sich durchaus. Die wichtigsten Konditionen im Überblick:

  1. Bahncard 25: 25 % Rabatt auf innerdeutsche Normalpreis-Fahrkarten und auf Sparpreise (!) der Deutschen Bahn - Kostenpunkt pro Jahr: 61 Euro (2. Klasse) bzw. 123 Euro (1. Klasse),

  2. Bahncard 50: 50 % Rabatt auf innerdeutsche Normalpreis-Fahrkarten (nicht auf Sparpreis-Angebote) - Kostenpunkt pro Jahr: 249 Euro (2. Klasse) bzw. 498 Euro (1. Klasse)

Bahncard Business?

Bitte beachten Sie: Beide Rabattvarianten gibt es zu etwas höheren Preisen auch als "Bahncard Business". Das Angebot „speziell für Geschäftsreisende“ ist aber vor allem auf größere Unternehmen hin konzipiert, deren Mitarbeiter ihre individuellen Preisnachlässe mit dem Firmenkundenrabatt ihres Unternehmens kombinieren wollen. Ob sich die Mehrkosten auch für Sie lohnen, erfahren Sie auf der Infoseite zur Bahncard Business.

Privatnutzung und Wirtschaftlichkeitsvergleich

Besonders erfreulich: Gegen die private Nutzung Ihrer Bahncard in der Freizeit hat das Finanzamt nichts einzuwenden. Liegen die Einsparungen für Geschäftsreisen aufs Jahr gesehen über den Anschaffungskosten, dürfen Selbstständige die Bahncard in voller Höhe als Betriebsausgaben geltend machen.

Bestimmte Formvorschriften für den Nachweis gibt es nicht: Um bei einer späteren Betriebsprüfung die Wirtschaftlichkeit Ihrer Bahncard nicht mühsam anhand einzelner Reisen glaubhaft machen zu müssen, legen Sie beim Kauf einer neuen Bahncard einfach eine Liste mit Ihren Bahncard-Reisen an. Mit den folgenden Angaben sind Sie auf der sicheren Seite:

  • Datum, Reiseanlass, Reiseziel (oder Belegnummer der Reisekostenabrechnung, aus der diese Angaben hervorgehen),

  • Normalpreise der Fahrkarten,

  • Rabattbeträge sowie

  • die jährliche Gesamteinsparung.

Vollständige und lückenlose Aufzeichnungen sind übrigens nicht erforderlich: Falls Sie im April eine Bahncard kaufen und die Anschaffungskosten bereits im Juni durch Einsparungen herausgeholt haben, erübrigen sich weitere Aufzeichnungen.

Der Bahncard-Vorteilsrechner von akademie.de: Wann lohnt sich die Bahncard für Sie?

Um Ihnen den Nachweis der Wirtschaftlichkeit Ihrer Bahncard zu erleichtern, haben wir einen universellen "Bahncard-Vorteilsrechner" für Sie vorbereitet. Sie geben einfach jede Ihrer Fahrten mit dem Normalpreis ein. Das Rechenblatt ermittelt den Rabatt und addiert auch zusammen, wieviel Sie bisher schon gespart haben. So wird jede Fahrt dokumentiert und Sie können dem Finanzamt sofort belegen, dass der Kauf der Bahncard sich rentiert hat.

Download

Unseren Bahncard-Vorteilsrechner können zahlende Mitglieder von akademie.de als Excel-Datei hier herunterladen: Download Bahncard-Vorteilsrechner.xls

Das einfache Rechenblatt berücksichtigt die Preisnachlässe von Bahncard 25 und Bahncard 50 - jeweils in der Version für die 1. und 2 Klasse:

Bild vergrößernMit dem Bahncard-Vorteilsrechner sorgen Sie dafür, dass das Finanzamt die Kosten Ihrer Bahncard als Betriebsausgaben anerkennt.

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Fazit

Über die Deutsche Bahn und das Finanzamt wird oft geklagt, und oft genug zu Recht. Im Fall der Bahncard und deren steuerlicher Anerkennung gibt es aber wenig zu meckern: Die Anschaffung lohnt sich vielfach bereits nach wenigen Fahrten, der Fiskus akzeptiert die Betriebsausgabe, die Nutzung zu Freizeitzwecken ist zulässig und ein "privater Nutzungsanteil" muss ausnahmsweise einmal nicht versteuert werden.

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