Rating und Bonität
Keine neue Erfindung
Grundsätzlich ist das Verfahren eines Ratings keine neue Erfindung. Schon seit Jahren nutzen Banken unterschiedliche Ratingverfahren zur Beurteilung der Bonität von Kreditnehmern und leiten hieraus ihre Kreditentscheidungen ab.
Durch Basel II werden nun bestimmte Beurteilungsbereiche festgelegt, um eine genaue und objektive Analyse der Stärken und Schwächen eines Unternehmens zu gewährleisten. Dabei werden nicht nur die Entwicklungen der gesamten Branche betrachtet, sondern speziell die bisherigen und künftigen Entwicklungen des zu bewertenden Unternehmens umfassend analysiert.
Ziel dieser Bonitätsbewertung ist die Einordnung des Kreditnehmers in sogenannte Ratingklassen. Diese spiegeln die jeweilige Ausfallwahrscheinlichkeit eines Kredites/Kreditnehmers wider, welche die Bank auf Basis der unternehmensindividuellen Bonität annehmen muss.
Tatsächlich eignet sich ein Rating nicht nur zur Bestimmung einer Risikoklasse, sondern dient auch dazu, sehr genau Stärken und Schwächen eines Unternehmens aufzuzeigen. Somit stellen die Veränderungen, die durch Basel II hervorgerufen werden, eindeutig auch eine Chance für Unternehmer dar, Schwächen des Betriebes rechtzeitig zu erkennen und Stärken auszubauen, um die Position im Markt zu festigen.
Wie findet das Rating statt?
Ein Rating kann grundsätzlich entweder "extern" - durch eine hierauf spezialisierte und zugelassene Ratingagentur - vorgenommen werden oder "intern" durch die Banken und Sparkassen, die hierfür eigene Systeme und Methoden entwickelt und eingeführt haben.
Kleinere Unternehmen, deren Darlehen insgesamt nicht mehr als 1 Mio. Euro umfassen, werden in das "Privatkundenportfolio" integriert, wodurch praktisch automatisch das interne Rating durch die Hausbanken erfolgt.
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