Benchmarking: Können Sie auch, was andere können?

Sich an erfolgreichen Unternehmen zu orientieren, heißt im Fachsprech: Benchmarking. Wir sagen, wie es geht und was es bringt

Von: Hans-Jürgen Borchardt
Stand: 23. Januar 2012 (aktualisiert)
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Über den Autor: Hans-Jürgen Borchardt

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Hans-Jürgen Borchardt ist seit 1967 selbstständiger Marketingberater. Er berät mittelständische Unternehmen, vorwiegend im Handel und Handwerk in Deutschland, Schweiz und den Niederlanden. Seit über 20 Jahren veröffentlicht H.-J. Borchardt zudem Fachbeiträge.

H.-J. Borchardt war Gründer und Präsident des Marketingclubs Nordhessen und war 22 Jahre Beauftragter des Landes Hessen für Ausbildungsfragen für Werbekaufleute. Neun Jahre leitete er die Akademie für Absatzwirtschaft. Parallel dozierte er an der Fachhochschule Fulda und hielt Marketing-Seminare für den RKW Hessen und die IHK Kassel. H.-J. Borchardt erhielt die Ehren-Plakette der IHK Kassel für die Förderung des Nachwuchses.

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Vorteile des Benchmarking

Beim Benchmarking orientiert man sich an besonders erfolgreichen Unternehmen und analysiert, was diese anders bzw. besser machen. Diese Erkenntnisse überträgt man dann auf seine eigene Situation.

Der Erfolg eines Unternehmens hängt unter anderem davon ab, inwieweit es sich auf die sich permanent verändernden Markt- und Wettbewerbsbedingungen einstellen kann.

Eine einfache und relativ schnell durchzuführende Methode, dem sich verschärfenden Wettbewerb zu begegnen, ist das Benchmarking. Benchmarking ist eine Erweiterung der direkten Angebots- und Leistungsvergleiche.

Während beim reinen Angebots- und Leistungsvergleich nur gleichartige Unternehmen berücksichtigt werden, können beim Benchmarking auch besonders erfolgreiche Unternehmen aus anderen Branchen ausgesucht werden, um diese mit dem eigenen Betrieb zu vergleichen.

  1. Im ersten Schritt geht es also darum, vergleichbare Unternehmen zu finden, mit denen man sich messen will.

  2. Im zweiten Schritt geht es darum, den Ursachen des Erfolgs nachzuspüren.

  3. Sind die Gründe des Erfolgs erkannt und analysiert, sollten Sie überlegen, welche dieser Erfolgsgründe Sie auf Ihr Unternehmen übertragen können.

Beispiel: Fall 1

Ein besonders erfolgreicher Malerbetrieb garantiert seinen Kunden einen pünktlichen Arbeitsbeginn. Er verspricht, bei Überschreitung des zugesagten Termins von mehr als 15 Minuten eine Stunde kostenlos zu arbeiten. Wenn Sie dieses Unternehmen als Messlatte nehmen, sollten Sie in Erwägung ziehen, ebenfalls mit diesem Angebot zu werben.

Wichtig beim Benchmarking ist, sich nicht nur zu fragen: "Kann ich ein derartiges Angebot direkt übernehmen?", sondern zu überlegen: "Wie wäre das Angebot speziell auf meine Situation zu übertragen?", z.B.:

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