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Wo bin ich? - Schlechte Menügestaltung

Auch wenn es seit einigen Jahren deutlich besser geworden ist, findet sich die häufigste Verletzung der "wo bin ich?"-Regel im Internet. In den 90er-Jahren gab es dafür sogar den Begriff "Lost in hyperspace", weil man dort häufig auf einen Link klickte und anschließend nicht mehr sehen konnte, auf welcher Seite man sich nun befand oder wie es zurück gehen könnte.

Achten Sie mal darauf, wie oft Sie auf einer Internet-Seite nicht nachlesen können, wo genau Sie sich befinden. Das folgende Beispiel hat sogar gleich mehrere Regeln verletzt:

Bild vergrößernDie durchaus typische Selbstdarstellung eines Architekturbüros

Weder hervorgehobene Menüs noch eine zusätzliche Informationszeile zeigen an, wo Sie sich innerhalb der Homepage gerade befinden. Erfahrene Benutzer könnten das in Notfällen noch aus der URL-Zeile des Browsers herauslesen. Aber auch diese Chance entfällt hier, weil die Frame-Technik (siehe "Frames - Warum Sie keine Frames einsetzen sollten") eingesetzt wurde, die genau das verschleiert.

Die zweite missachtete Regel hier ist übrigens diejenige zur Erkennbarkeit der Handlungsoptionen ("was kann und darf ich tun?"). Menüs gibt es auf dieser Seite tatsächlich in drei Gestaltungen und an drei Orten, wie erst durch die gelbe Färbung im nächsten Bild deutlich wird:

Bild vergrößernDie Gelbfärbung macht die Menüs deutlich.

Die Pfeile zeigen, welche Hierarchie daraus resultiert:

  • Die Überschrift "Planen +Bauen" (links unten) gehört zum Hauptmenü oben,

  • der Untertitel "Öffentliche Bauten" (rechts unten) entspringt dem Untermenü links,

  • aber die Projektnummer (unten rechts) als unterste Menüebene hat im zugehörigen Bild links leider keine Entsprechung.

Das wäre zu verschmerzen, wenn denn wenigstens die jeweils ausgewählten Menüs selbst abgedunkelt, hell erleuchtet oder sonst irgendwie gekennzeichnet wären, so wie es eigentlich längst üblich ist. Sind sie aber nicht.

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