Azubis - ja bitte! Betriebliche Ausbildung: Nutzen, Kosten und Aufwand

Von: Thomas Schrörs
Stand: 31. März 2010
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Thomas Schrörs ist als selbstständiger Berater tätig und bietet für Unternehmen Dienstleistungen rund um die Ausbildung. Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Akquise von Bewerbern sowie die Vermittlung ...

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Ausbildungskosten - Analyse von Kosten und Nutzen

Viele Unternehmer haben ein ungenaues oder falsches Bild von der Kosten-Nutzen-Relation der Ausbildung. Nach einer im Jahre 2009 veröffentlichten Untersuchung (BiBB-Forschungsprojekt 2.1.203, pdf, 481 KB) belaufen sich die Bruttokosten für einen Auszubildenden pro Jahr durchschnittlich auf 15.288 Euro. Darin sind alle Kosten, z. B. für die Ausbildungsvergütung und Sozialleistungen etc., enthalten.

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Ausbildungsvergütung - Was erhält ein Auszubildender?

Den größten Anteil der Bruttoausbildungskosten bildet die Ausbildungsvergütung des Auszubildenden. Durchschnittlich erhält z. B. ein Azubi zum Bürokaufmann 773 Euro brutto, während sich ein angehender Technischer Zeichner über durchschnittlich 756 Euro brutto freuen kann. In der Regel ist die Ausbildungsvergütung der kaufmännischen Berufe (IHK) höher als die der handwerklichen Berufe (HWK). Ausnahmen bilden hier nur die handwerklichen Berufe mit körperlich schwerer Arbeit. So erhält bspw. ein Beton- und Stahlbetonbauer-Azubi durchschnittlich 895 Euro.

Eine detaillierte Übersicht der Ausbildungsvergütungen der verschiedenen Ausbildungsberufe gibt es beim Bundesinstitut für berufliche Bildung (BIBB).

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Die Nettokosten sehen aber ganz anders aus. Denn Auszubildende erwirtschaften schnell Deckungsbeiträge für das Unternehmen. Viele Auszubildende bringen ihrem Unternehmen daher mehr ein, als sie kosten, oder decken durch ihre produktive Arbeit zumindest einen beachtlichen Teil der Bruttokosten der Ausbildung.

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Zusätzlich müssen aber auch die oben genannten Vorteile, wie geringere Einarbeitungskosten und weniger Kosten für das Anwerben von Fachkräften, in der Rechnung berücksichtigt werden.

Deshalb wissen erfolgreiche Unternehmen: Auszubildende sind kein Kosten-, sondern in vielen Fällen ein Wertschöpfungsfaktor. Im Vergleich zu fertig ausgebildeten Fachkräften verursachen sie eher niedrige Personalkosten. Natürlich gibt es auch Bereiche, in denen die Ausbildung sehr kostenintensiv ist und höhere Nettokosten verursacht. Aber übergreifend zahlen sich verstärkte Investitionen in die Ausbildung im Unternehmen schneller, aber auch nachhaltiger aus, als Sie denken!

Weiterführende Informationen

Interessierte können die ganze Untersuchung über die Ausbildungskosten beim Bundesinstitut für Berufsbildung nachlesen.

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