Herkunft, Nationalität, Religion
Diversity Management ist vielleicht auch dann ein guter Anknüpfungspunkt, wenn Sie nicht-deutscher Herkunft sind oder Sorge haben, wegen Ihrer Hautfarbe, Religion und/oder ethnischen Zugehörigkeit als Bewerber ins Hintertreffen zu geraten. Migranten haben es schwer auf dem deutschen Arbeitsmarkt, das ist durchaus auch statistisch belegt. Über die Gründe kann man hier nur spekulieren, aber geben Sie deshalb nicht auf sondern werden Sie im Gegenteil aktiv: Welcher Teil Ihrer Heimatkultur ist in Deutschland positiv besetzt? Sie könnten in Ihrer Bewerbung darauf anspielen, dass arabischer Kaffee, indisches Essen, argentinischer Tango, schwedische Möbel, italienische Schuhe (oder was auch immer) in Deutschland recht gefragt sind. Bauen Sie auf die eine oder andere Art eine Formulierung ein, die positive Assoziationen zu Ihrer Heimatkultur auslöst. Sie nehmen den zukünftigen Kollegen und Vorgesetzten damit mögliche Berührungsängste vor einer fremden Kultur.
Beispiel:
Sie kennen mein Heimatland vielleicht überhaupt nicht. Kamerun ist eine ehemalige deutsche Kolonie und manches Detail der deutschen Kultur, über das Sie vermutlich lachen würden, hat dort seit 100 Jahren überlebt. Eine der wichtigsten Fremdsprachen in der Schule ist Deutsch.
Machen Sie Ihre Sprachkenntnisse ggf. sehr deutlich. Mag sein, dass es für Sie selbstverständlich ist, als Ukrainerin auch Russisch zu beherrschen, für den Leser ist es das nicht. Nicht selten erschließen sich über Ihre Sprachkenntnisse sowohl Geschäftsbeziehungen als auch eine verbesserte Kommunikation innerhalb des Unternehmens - z.B. wegen der Kommunikation verschiedener Migranten untereinander.
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