Bewerbung mit "Handicap"

Von: Brigitte Lüdecke
Stand: 1. November 2010
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Umgang mit Personalfragebögen

Sie mögen keine Personalfragebögen, weil dort nirgends Rubriken und Felder für Ihre Stärken sind? Sie sind offenbar nicht der Typ, den ein normaler Personalsachbearbeiter sich so vorstellt.

Berufserfahrung in drei verschiedenen Branchen - nicht linear hintereinander, sondern im Wechsel, berufsbegleitende Ausbildungen, erst abgebrochen, später an anderer Stelle weitergeführt, Zertifikate, die in Deutschland nicht geläufig sind, erklärungsintensive Arbeitsgebiete, familienbedingte biografische Sprünge, Wechsel von selbständiger und angestellter Arbeit im Lebenslauf und manches andere passt nicht in die üblichen Raster von Fragebögen.

Wenn Ihr Lebenslauf und Ihre Kompetenzen sehr erklärungsbedürftig sind, können Sie sich die Bewerbung bei Unternehmen, die die Kontaktaufnahme in erster Linie über ein Webformular erwarten, schenken. Die Wahrscheinlichkeit, dass man Sie später mit den richtigen Stichworten aus der Datenbank fischt, ist niedrig. Suchen Sie Ihr Glück bzw. Ihren nächsten Arbeitgeber in diesem Falle am besten gleich an anderer Stelle.

Manch ein Bewerber weiß sich mit einem Projektleiter sehr gut zu unterhalten, wenn er nur erst an der Personalabteilung vorbei gekommen ist. Erwägen Sie in diesem Falle die Methode "Bewerben ohne Bewerbung".

Wenn Sie in einem Fragebogen ein schwieriges Feld wie "Vorstrafen" wohl oder übel wahrheitsgemäß ausfüllen müssen, nutzen Sie auch das Bemerkungsfeld (sollte doch irgendwo vorhanden sein), um Ihre Angaben ggf. zu relativieren bzw. Lösungswege aufzuzeigen.

Ganz elegant umschiffen Sie diese Klippe, wenn Sie ein Profil Ihrem Lebenslauf vorziehen.

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