IrfanView: Digitales Bildarchiv verwalten
Die meisten Anwender legen sich auf dem PC spezielle Foto-Ordner an. In der Windows-Umgebung lassen sich diese am besten über "Eigene Bilder" einrichten, weil die meisten Standardprogramme zuerst dort nach Bildern suchen. Auch für die Mac-Nutzer ist eine bestimmte Struktur vorgesehen. Nicht mit der vorgegebenen Struktur zu arbeiten, wäre widersinnig, weil man sich mehr Arbeit macht - und wer möchte das schon?
Startordner festlegen
Wenn Sie nicht lange durch Dateisysteme klicken möchten, können Sie mit dem Kurzbefehl P (Einstellungen) -> Reiter Andere 2 den Startordner bestimmen, in dem IrfanView nach Ihren Bildern sucht. Das kann der immer gleiche Ordner sein (z. B. Eigene Bilder) oder der zuletzt benutzte.
Ob man Fotos chronologisch oder thematisch sortiert, oder sich für eine Mischform entscheidet, hängt ganz von den individuellen Bedürfnissen und Arbeitsmethoden ab. Der wichtigste Grundsatz: Jede Datei in Ihrem Archivsystem braucht einen eindeutigen Namen, d.h. es sollte kein Dateiname zweimal vergeben werden. Auch Bilder, die in unterschiedlichen Ordnern abgelegt werden, sollten eindeutige Dateinamen bekommen. Selbst wenn Sie nur mit Nummerierungen arbeiten und irgendwann Bilddateien aus verschiedenen Bereichen zusammenstellen, z. B. für eine Präsentation oder Webgalerie, kann es passieren, dass Dateien mit gleichen Namen zusammen in einen Ordner gelangen und Konflikte erzeugen. Spätestens dann müssen Sie diese mühsam umbenennen, um ein Überschreiben zu verhindern.
Das Argument, dass Ihre Kamera alle Bilder sowieso fortlaufend nummeriert, funktioniert nur so lange, bis Sie genug Bilder damit produziert haben. Die Canon-EOS-Reihe benennt ihre Bilder beispielsweise so: IMG_8417.JPG Ab dem zehntausendsten Bild fangen Sie wieder bei IMG_0001.JPG an. Sicher bekommen Sie auch mal von Freunden, Verwandten oder Kollegen digitale Erinnerungsbilder geschickt. Auch hier kann es gute Gründe geben, sich ein eigenes Namenssystem für die Dateien auszudenken.
Eine (von vielen Möglichkeiten) ist es, das Aufnahmedatum in den Dateinamen zu integrieren. Damit sind Sie chronologisch auf der sicheren Seite, auch für den Fall, dass Ihre Original-EXIF-Daten irgendwann verloren gehen, wenn das Bild bearbeitet wird. Ein eindeutiger Name wäre dann: JJMMTT_###_titel.jpg
JJMMTT = Erstellungsdatum
### = fortlaufende Nummer, beginnend mit 1 an jedem neuen Tag
titel = kurzes, prägnantes Stichwort
Das Umbenennen von Bilddateien per Hand ist ist sehr mühsam. Für diesen Zweck gibt es die so genannte Batch- oder Stapelverarbeitung.
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