Bilder scannen und drucken
Bilder drucken
In den Anfängen der Digitalfotografie produzierten die Kameras Bilder, die bestenfalls am Bildschirm gut anzuschauen waren. Sobald man sie ausdruckte, zeigte sich die geringe Auflösung bzw. die teilweise horrend schlechte Abbildungsqualität. Vielen Anwendern genügte es auch völlig, ihre Fotos auf dem PC anzuschauen oder zu mailen. Das gipfelte darin, dass Fotolabore immer mehr um ihre Existenz bangen mussten - und führte zu großen Werbekampagnen, in denen die Hersteller von Digitalkameras und Druckern dem Anwender klarzumachen versuchten, dass das Schönste an der Digitalfotografie doch bitteschön das Bild sei, das man am Ende in die Hand nehmen kann!
Die Auflösung und Bildqualität sind deutlich besser als noch vor einigen Jahren und es gibt einfache, so genannte Plug & Play-Geräte und speziell konzipierte Schnittstellen von der Kamera zum Drucker, mit denen man ohne viel Hintergrundwissen seine Fotos direkt von der Kamera ausdrucken kann. Sobald man ein (fremdes) Bildbearbeitungsprogramm dazwischen schaltet, ist die Sache mit dem Drucken nicht mehr ganz so einfach, weil man einige Dinge wissen und beachten muss.
Faustregel für die Printgröße
Wenn Sie die Pixelzahl durch 100 teilen, erhalten Sie das Ausgabeformat in Zentimetern, das sich in hervorragender Qualität drucken bzw. ausbelichten lässt. Bei einer niedrigen Auflösung von 1200 x 1600 wäre das gerade mal das Postkartenformat 10x15 cm. Mit 3504 x 2336 Pixeln wären es circa 24 x36 cm. Diese Angaben beziehen sich auf Anwendungen im professionellen Sektor. Für den Hausgebrauch kann man aus einer 5 Megapixel-Kamera durchaus ein 30x45 cm großes Poster bestellen. Ob man die Schwächen mit bloßem Auge sieht, hängt auch ein bisschen vom Motiv ab.
Die üblichen Drucker erzeugen Fotos bis zum Format A4 (21 x 29,7 cm), das aber kein Fotoformat ist. Es bleibt meist ein Rand stehen oder das Bild muss auf Papiergröße skaliert werden. Fotopapiere wiederum liegen in Formaten wie 101,6 x 152,4 mm (4 x 6 Inch) vor. Um ein Foto passgenau auf ein solches Format zu drucken, muss man die richtigen Optionen für Ausrichtung und Bildgröße im Drucken-Menü eingestellt haben bzw. es bleibt immer ein weißer Rand stehen, wenn man nicht riskieren will, dass Teile des Bildes abgeschnitten werden. Außerdem muss Ihr Drucker technisch dazu in der Lage sein, randlos zu drucken. Die meisten Standarddrucker benötigen einen kleinen Rand.
Den Druckbefehl erreichen Sie in IrfanView über den Kurzbefehl STRG + P.
Wichtige Angaben im Dialogfenster sind das Format (hoch/quer), die gewünschte Druck-Größe und die Positionierung auf dem Papier, ggf. auch die Anzahl von Ausdrucken, die Sie wünschen. Nicht proportionales Skalieren auf Papiergröße ist keinesfalls empfehlenswert. Die Originalgröße aus den Bild-DPIs kann zu groß sein; wählen Sie deshalb das Proportionale Skalieren oder verkleinern Sie das Bild im Bildbearbeitungsprogramm so, dass die Originalgröße aus Bild-DPIs dem gewünschten Ausgabeformat entspricht. Wie man Bilder skaliert, lesen Sie hier.
Ob Sie das Bild linksbündig am Seitenrand platzieren, zentrieren oder durch Angaben in den Feldern Linker/Rechter Rand an eine bestimmte Position auf dem Papier rücken, hängt vom Verwendungszweck ab. Bedenken Sie dabei, dass die meisten Drucker einen kleinen Rand stehen lassen, weil nicht ganz bis zu den Papierkanten gedruckt werden kann.
Alle weiteren, an Ihrem Drucker zur Verfügung stehenden Qualitäts- und Format-Angaben erreichen Sie durch Anklicken des Buttons Einstellungen. Hier übergibt IrfanView an den installierten Druckertreiber. Welche Möglichkeit(en) Ihnen dort zur Verfügung stehen, hängt von der Art und Qualität und der Software Ihres Druckers ab.
Wichtige Einstellungen sind:
Angaben zur verwendeten Papiersorte (Normalpapier, Fotopapier, Hochglanz oder mattes Papier...),
das tatsächlich eingelegte Papierformat (falls abweichend von A4),
eine Änderung der DPI-Einstellung, um eine bessere Druck-Auflösung zu erhalten (je größer die Zahl, desto höher die Qualität),
Optimierungsfunktionen für Helligkeit, Kontrast, Farbigkeit, Reduzierung des Bildrauschens.
Nicht wirklich wichtig, aber eine nette Spielerei sind z. B. monochrome Effekte wie Tonungen, die sich ebenfalls für den Druck aktivieren lassen.
Die Druck-Einstellungen, die Sie in diesem Fenster machen, merkt sich IrfanView für den nächsten Ausdruck - vorausgesetzt Sie drucken das Bild wirklich aus. Überprüfen Sie genau, was Sie beim letzten Mal eingegeben haben und ob es für das aktuell zu druckende Bild stimmt. Über den Button "Einstellungen" gelangen Sie zu weiteren wichtigen herstellerspezifischen Optionen, die Ihnen bei Ihrem Drucker zur Verfügung stehen.
Anfangs werden Sie vielleicht etwas Ausschuss produzieren, aber wenn Sie häufiger Bilder ausdrucken, bekommen Sie die Formate und Einstellungen rasch in den Griff.
Tipps:
Mehrere Bilder drucken
In der Thumbnail-Ansicht von IrfanView findet man im Menü Datei den Befehl Selektierte Bilder als Einzelbilder drucken. Man nimmt die Druck-Einstellungen nur ein einziges Mal vor und kann den Druck für mehrere Bilder anstoßen - auch hier wieder eine angenehme Zeitersparnis.
Dokumente kopieren
Wenn Sie einen Scanner und einen Drucker an den PC angeschlossen haben, können Sie IrfanView auch als Kopierprogramm benutzen: Über den Befehl Datei - Copy Shop wird eine eingescannte Vorlage sofort an den Drucker weiter gegeben.
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