Bilder und Fotos mit Windows Vista verwalten und bearbeiten

Von: Helma Spona
Stand: 15. Juli 2009
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Ordnung in der Bilderflut

Sinnvolle Verzeichnisstruktur anlegen

Zum Einstieg haben wir einige allgemeine Vorschläge für Sie, damit Sie auch bei vielen Fotos nicht den Überblick über das Bildarchiv auf Ihrer Festplatte verlieren. Um im Bilderchaos für eine sinnvolle Ordnung sorgen zu können, brauchen Sie erst einmal eine sinnvolle Verzeichnisstruktur als Basis. Außerdem können Sie Ihren Fotos aussagekräftige Dateinamen geben und dafür sorgen, dass unbrauchbare Bilder regelmäßig gelöscht werden.

Ordner schaffen Struktur: Foto-Dateien in Ordnern ablegen

Viele Benutzer machen es sich anfangs recht einfach und kopieren alle Dateien von der Speicherkarte der Digitalkamera in das Verzeichnis "Eigene Bilder" von Windows. Das ist so lange akzeptabel, wie sich die Bildanzahl im Rahmen hält. Wenn Sie aber 300 oder mehr Bilder wahllos in einen Ordner schieben, hat das schnell großes Chaos zur Folge. Sie werden es dann schwer haben, das zu finden, was Sie suchen.

Sinnvoller ist es also, in einem Ordner Ihrer Wahl Unterordner anzulegen, in die Sie die Bilder kopieren. Wie Sie die Verzeichnisstruktur anlegen, sollten Sie von Ihren eigenen Fotografiergewohnheiten abhängig machen. Sie können die Bilder thematisch ordnen, nach Zeiträumen oder nach konkreten Veranstaltungen bzw. Ereignissen, auf denen Sie fotografiert haben.

Zwei Modelle, die sich als praxistauglich erwiesen haben:

  • Sie ordnen die Bilder nach Veranstaltungen oder Ereignissen, auf denen sie entstanden sind. Für die Bilder vom Urlaub 2009 legen Sie also einen Ordner namens "Urlaub2009" an und für die Weihnachtsfeier mit den Kollegen einen Ordner "Weihnachtsfeier2008".

    Diese Möglichkeit ist vor allem dann sinnvoll, wenn Sie Ihre Kamera nicht ständig dabei haben, sondern eben nur für solche Anlässe rausholen. Dann entstehen nämlich auch kaum Bilder, die sich auf diese Weise nicht einsortieren lassen.

    Eine Möglichkeit ist, die Bilder in Ordner zu sortieren, die nach Ereignissen und Veranstaltungen benannt sind.

  • Sind Sie eher der Typ, der die Kamera immer dabei hat und auch mal gerne das Blümchen am Wegrand fotografiert, ergeben sich viele Bilder, die sich Ereignissen und Situationen nicht zuordnen lassen. In diesem Fall ist es sinnvoller die Bilder nach Motiv zu sortieren. Dann legen Sie eben Ordner nach Motiven an, wie "Mein Hund", "Sonnenblumen", "Landschaft".

    Diese Ordner können Sie dann gegebenenfalls auch noch mal untergliedern. Die Bilder in einem Ordner "Tiere" können Sie bei Bedarf noch weiter mit Unterordnern "Hunde", "Vögel" und "Insekten" gliedern.

    Alternativ können Sie die Ordner nach Bildmotiven benennen und die Bilder so nach Motiv sortieren.

Sie können natürlich auch beide Möglichkeiten kombinieren. Es fallen ja auch bei der ersten Variante mal Bilder an, für die sich kein eigener Ordner lohnt, oder die inhaltlich von einer Veranstaltung oder einem Ereignis unabhängig sind. Dann ist es durchaus sinnvoll, zusätzlich auch Ordner zu machen, in denen Sie die Bilder nach Motiv ordnen.

Dateien aussagekräftig umbenennen

Außerdem können Sie Ihre Dateien so benennen, dass gleich klar wird, um was für ein Foto es sich handelt: So können Sie Bilder mit Sonnenblumen als Motiv einfach "Sonnenblume01.jpg", "Sonnenblume02.jpg" etc. taufen. Auch das ist eine Möglichkeit, schnell bestimmte Bilder zu finden. Sie können dann die Anzeige des Bilderordners nach Dateinamen sortieren und sehen alle Bilder mit gleichem Motiv bzw. alle Bilder, die Sie auf der gleichen Veranstaltung gemacht haben, direkt hintereinander.

Auch für die Windows-Dateisuche ist eine Benennung sehr sinnvoll: Dann können Sie über mehrere Verzeichnisse hinweg nach bestimmten Bildern suchen. Angenommen, Sie fahren jedes Jahr nach Sylt und suchen nun ein Urlaubsbild vom Strand, wissen aber nicht, in welchem Jahr es entstanden ist, ob Sie also in den Ordner "Sylt2008" oder "Sylt2009" sehen müssen: Dann können Sie einfach nach dem "Strand" im Bildnamen suchen, wenn Sie die Bilder entsprechend ihres Motivs benannt haben. (Wie Sie die Bildsuche genau einsetzen, erfahren Sie etwas weiter unten im Abschnitt "Bilder suchen und finden".)

Auch hier gilt: Das Ordnen per Ordnerstruktur und das Vergeben von eindeutigen Dateinamen lässt sich sinnvoll kombinieren. Wenn Sie die Bilder per Verzeichnisstruktur nach Motiven sortieren, ist es nicht unbedingt sinnvoll, für jedes Motiv einen Unterordner anzulegen: Bei 100 Fotos von Blumen bringt es wenig, für jede Blumenart einen eigenen Ordner anzulegen, wenn Sie nachher einen Ordner "Rosen" mit 3 Bildern, "Tulpen" mit 4 Bildern etc. haben - dann geht auch die erwünschte Übersicht verloren. Besser ist es in so einem Fall, sich auf einen Ordner "Blumen" zu beschränken und innerhalb des Ordners die Bilder entsprechend ihrer Motive zu benennen sowie fortlaufend zu nummerieren.

Gruppieren

Sie können die Fotos in der Ordneransicht nicht nur nach Namen sortiert im Ordnerfenster anzeigen lassen, sondern auch zusätzlich gruppieren und so sehr schnell auch große Bildbestände nach Dateien mit bestimmten Inhalten durchforsten.

Klicken Sie auf den kleinen Pfeil neben der Spaltenüberschrift "Name" im Ordnerfenster, können Sie die Dateien nach Namen sortieren oder gruppieren, ganz wie Sie möchten.

Gruppierung schafft Übersicht. Über den Pfeil rechts von der Gruppierungsebene können Sie einzelne Gruppen auch vorübergehend ausblenden.

Durch Ausblenden einzelner Gruppen können Sie sich ganz auf das Wesentliche konzentrieren.

Schlechte Bilder konsequent löschen

Für Ordnung sorgen Sie auch, indem Sie schlechte Bilder konsequent löschen. Oft bleiben selbst unscharfe und total schlechte Schnappschüsse auf der Festplatte, auch wenn Sie diese Fotos nie mehr ansehen. Suchen Sie dann ein Bild, stolpern Sie ständig über diese überflüssigen Fotos und verlieren dadurch ganz den Überblick.

Daher sollten Sie wirklich schlechte Bilder gleich aussortieren. Das geht am besten mit der Bildvorschau von Windows Vista. Damit können Sie ganz einfach Bild für Bild anschauen und nicht mehr benötigte ganz einfach löschen. Gehen Sie dazu wie folgt vor:

  1. Klicken Sie in dem Ordner, in dem sich die zu sortierenden Bilder befinden, auf das erste Bild mit der rechten Maustaste.

  2. Wählen Sie aus dem Kontextmenü den Eintrag "Vorschau" aus.

  3. Windows lädt nun das Bild in der Bildvorschau und zeigt es fensterfüllend an.

    Anzeigen des Bildes in der Bildvorschau

  4. Es empfiehlt sich, das Fenster zu maximieren, damit Sie das Bild möglichst groß sehen.

    Klicken Sie auf das mittlere Symbol oben rechts in der Ecke, um das Fenster zu maximieren.

  5. Mit den Pfeiltasten unten, unterhalb des Bildes können Sie nun durch die Bilder blättern.

    Blättern Sie mit diesen Buttons durch die Bilder...

  6. Gefällt Ihnen das aktuell angezeigte Bild nicht und möchten Sie es löschen, klicken Sie auf das rote Kreuz rechts.

    Mit diesem Button können Sie das aktuell angezeigte Bild löschen.

Tipp: Mit dem Lupen-Symbol ganz links können Sie das Bild vergrößert oder verkleinert anzeigen. Dann lässt sich die Qualität oft besser beurteilen. Klicken Sie dazu auf den kleinen Pfeil rechts vom Symbol und wählen Sie die Zoom-Stufe aus, indem Sie den Schieber mit der Maus verschieben.

Hineinzoomen in das Bild

Löschen mit Abstand

Oft kann man sich von Bildern, die eigentlich zu schlecht sind, nicht trennen, weil man noch die Mühe und den Aufwand vor Augen hat, die man damit hatte. Lassen Sie diese Bilder einfach liegen und sehen Sie sie sich nach ein paar Wochen noch einmal an. Sie werden sich dann viel einfacher von schlechten Bildern trennen können, weil Sie die Bilder viel sachlicher betrachten als kurz nach der Aufnahme.

Weitere Tipps zum Archivieren Ihrer Foto-Dateien

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