Crash-Kurs Business English

Von: David Gerlach
Stand: 1. Februar 2010
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Überzeugend und präzise - Formale Geschäftskorrespondenz erfolgreich meistern

Der Aufbau eines formellen Briefs

In der Masse gesehen hat die E-Mail den klassischen Geschäftsbrief abgelöst. Wenn wir also über "Briefe" reden, lässt sich dies demnach auch genau so gut auf E-Mails übertragen (mit einigen wenigen Einschränkungen, siehe Kapitel 1).

Grundsätzlich lassen sich zwei Oberkategorien von Briefen unterscheiden: Formelle und informelle Briefe. Diese lassen sich weiter untergliedern, was ich nachfolgend einmal exemplarisch gemacht habe:

  • Informelle Briefe: einen Brief an eine Freundin/einen Freund, eine Anfrage an eine Bekannte/einen Bekannten, ein Liebesbrief, eine Postkarte, ein Memo für den Mitbewohner oder Partner.

  • Formelle Briefe: einen Brief an einen Geschäftspartner, eine Bestellung, ein Angebot, eine Stornierung, eine Entschuldigung, eine Beschwerde, eine Bewerbung, eine Rechnung/Mahnung, ...

Wie Sie sicherlich bemerkt haben, ist die Vielfalt bei den formellen Briefen höher und verlangt - wie Sie sich sicher denken können - auch durch seinen formellen Aspekt, seine formellen Bestimmungen und die verschiedenen Formulierungen im Englischen eine höhere Aufmerksamkeit.

Der Aufbau am konkreten Beispiel

Schauen Sie sich den folgenden englischen Brief einmal genau an. Überlegen Sie sich, welche Unterschiede Ihnen im Vergleich zu einem deutschen Geschäftsbrief auffallen.

Bild vergrößernBeispiel für einen englischen, formellen Brief

  • Zunächst einmal fällt uns auf, dass der Brief offensichtlich von einer Privatperson geschrieben wurde, da wir ansonsten einen Briefkopf vermuten könnten, den Sie vielleicht als Firmenstandard bereits mit internationalen Vorwahlnummern eingerichtet haben. Da der Absender aber eine Privatperson ist, hat er bei seiner Adresse seinen Namen nicht genannt, sondern tatsächlich nur die Adresse aufgeschrieben - wie im englischen, formellen Brief üblich. Alternativ kann die Adresse übrigens auch links stehen.

  • Beim Datum gibt es dafür nichts, das man weglassen könnte. Es steht meist mit etwas Abstand über der Empfängeradresse, kann allerdings auch darunter stehen.

  • Im Gegensatz zum Absender wird die Empfängeradresse voll ausgeschrieben. Vergessen Sie als Schreiber aus Deutschland nicht - sowohl im Brief als auch auf dem Umschlag - das Bestimmungsland einzutragen!

  • Die Anrede steht (wie im Deutschen das "Sehr geehrte Damen und Herren") in einer separaten Zeile. Hier gibt es viele verschiedene Formen, die Sie im nächsten Kapitel kennen lernen werden. Das Besondere an dieser Stelle ist, dass die Betreffzeile nicht wie bei uns vor der Anrede steht, sondern zwischen Anrede und eigentlichem Brieftext. Ein "Re:" signalisiert, dass Sie auf einen anderen Brief mit diesem Betreff antworten.

  • Der Brieftext beginnt übrigens - anders als im Deutschen - immer mit einem Großbuchstaben.

  • Über die Abschlussformeln erfahren Sie im nächsten Kapitel auch mehr. Sie wird im englischsprachigen Raum grundsätzlich mit einem Komma abgetrennt.

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