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Business-Etikette Weihnachten

Was bedeuten Dresscodes? Eine Hilfestellung zur korrekten Festtagskleidung

Oft entsteht der Eindruck, dass man sich mit strengen Etiketteregeln oder auch Dresscodes zu stark einengen muss. Dem ist aber nicht so. Beherrscht man den Umgang mit den Regeln, kann man sich davon auch lösen und damit spielen.

Ein geübtes Auge merkt durchaus, ob jemand sich grundsätzlich gut benehmen und kleiden kann, jetzt gerade aber bewusst die Regel bricht - etwa, um ein Zeichen zu setzen. Oder ob es sich um einen ungehobelten Menschen ohne Kinderstube handelt.

"Etikette, Benimmregeln, Dresscodes sind common sense. Es sind unausgesprochene soziale Zugehörigkeitssymbole. In bestimmten Kreisen verhält man sich so oder so, trägt das oder das, spricht, isst, feiert so und nicht anders. Wer sie beherrscht und anwendet, drückt damit nonverbal aus: Hey, ich bin einer von euch, ich gehöre zum Club. Nur dafür sind Dresscodes da." (Jochen Mai).

Nur für Männer?

Möchten Sie Weihnachten in einem festlichen Rahmen feiern, darf der Dresscode auf der Einladungskarte nicht fehlen. Er erleichtert allen Teilnehmern die Kleiderwahl.

Der Kleidervermerk auf der Einladung ist meist nur für die Herren formuliert, die Damen passen sich entsprechend an.

Dresscodes für Ihre Einladung

  • Dunkler Anzug: Der Dresscode "dunkler Anzug" bedeutet schwarzer Anzug mit einem einfarbigen Hemd (am besten ein weißes Hemd) mit Doppelmanschette und Manschettenknöpfen. Abgerundet wird das Outfit mit eleganten schwarzen Schuhen. Die Dame wählt das "kleine Schwarze" oder einen exklusiven Hosenanzug dazu.

  • Black tie: Verwenden Sie die englische Variante "black tie", ist ein "Smoking" gewünscht. Die Ausdrücke "Gesellschaftsanzug" bzw. "cravate noir" sind gleichbedeutend. Zum Smoking gehört ein weißes oder cremefarbenes Smokinghemd mit Umschlagmanschetten, die zum Tragen der absolut obligatorischen Manschettenknöpfe unentbehrlich sind. Eine selbstgebundene schwarze oder rote Schleife zeichnet den Kenner aus. Unbedingt darauf achten, dass die Fliege nicht über die Kragenecken hinausragt.

    Der Kummerbund ist aus dem gleichen Material wie die Fliege und wird mit den Falten nach oben getragen. Diese können für Kleingeld oder Opernkarten genutzt werden. Der Kummerbund wird nur zu einreihigen Smokings getragen.

    Zum Smoking wird kein Gürtel getragen. Lackschuhe ohne Schnürung oder feine glatte Kalbslederschuhe runden das Bild ab.

    Das englisch anmutende Wort Smoking ist übrigens eine Bezeichnung, die ausschließlich in deutschsprachigen Ländern gebraucht wird, denn in den USA heißt diese Form des Abendanzuges "tuxedo" und in Großbritannien "dinner jacket", wobei hiermit aber nicht nur die Jacke, sondern auch die Hose gemeint ist. Was wir im deutschen Sprachgebrauch als "Dinnerjacket" bezeichnen heißt in Großbritannien "white dinner jacket".

Merke: Der Smoking darf die Sonne nicht sehen!

Als Frau entscheiden Sie sich für ein langes Abendkleid. Achten Sie aber darauf, die Schultern während des Essens bedeckt zu halten.

  • White tie: Heißt die Kleidungsvorschrift "white tie", "cravate blanche" oder auch "Großer Gesellschaftsanzug", so muss ein Frack getragen werden. Zum Frack werden eine weiße Schleife aus Baumwollpique und Lackschuhe getragen.

    Meist kommt der Frack bei großen Bällen oder Galas zum Einsatz, die Frau trägt dann das große Ballkleid.

Feiern ohne Dresscode

Was ziehen Sie an, wenn kein Dresscode auf der Einladung steht? Das hängt natürlich vom entsprechenden Rahmen ab. Findet die Veranstaltung in einer verschneiten Berghütte statt, wäre das kleine Schwarze wohl fehl am Platz.

Grundsätzlich kleidet man sich zu solchen Feierlichkeiten immer einen Tick besser, als im normalen Büroalltag.

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Über die Autorin:

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Anke Quittschau ist Gründer und Inhaberin des Trainingsinstituts korrekt!, das seit 2003 Coachings und Seminare zum Thema "Business-Etikette" als Schwerpunkt hat. Nach ihrem BWL-Studium war sie ...

Über die Autorin:

Auch Christina Tabernig ist Gründer und Inhaberin des Trainingsinstituts korrekt!

Christina Tabernig wuchs in internationalem adligem Familienumfeld auf, studierte BWL und arbeitete viele Jahre ...

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