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Business-Spanisch: Telefonieren

Richtige Begrüßung

Aufgabe:

Achtung: Es stehen zahlreiche Hörbeispiele bereit. Diese müssen Sie zusätzlich zum PDF herunterladen: Hörbeispiele.Zip (enthält 28 mp3-Dateien, insg. 10,5 Mb).

Wie Sie die richtige Begrüßung am Telefon finden

In Deutschland sind Sie daran gewöhnt, am Telefon immer Ihren Namen zu nennen, unabhängig davon, ob Sie privat oder geschäftlich angerufen werden. In Spanien ist das ein bisschen anders: In Spanien ist es bei einem privaten Anruf normalerweise nicht üblich, mit dem Name zu antworten. Man meldet sich nur mit einem:

  • ¿Sí?

  • ¿Dígame?

  • ¿Diga?

Nur wenn Sie bei einer Firma anrufen, wird der Name der Firma genannt:

  • Buenos días, Agencia Viana, ¿qué desea?

  • Buenas tardes, Escuela Buen Español, ¿en qué puedo ayudarle?

  • Departamento de ventas de Epcas, ¿qué puedo hacer por usted?

  • ¿En qué puedo atenderle?

In Spanien ist es nicht üblich, sich als Anrufer immer gleich vorzustellen. Sie können direkt nach jemandem fragen, ohne sich vorher identifizieren zu müssen.

  • ¿Sería posible hablar con el Sr. Jiménez?

  • ¿Podría hablar con el Sr. Gómez?

  • Desearía hablar con la Sra. Suárez.

  • Querría hablar con alguien del departamento de ventas, ¿podría ponerme con alguien?

  • Deseo hablar con- ...

  • Quería hablar con- ...

  • ¿Podría ponerme con- ...?

  • ¿Podría pasarme con- ...?

Wenn der Gesprächspartner wissen will, wer anruft, fragt er einfach nach dem Namen des Anrufers. Dies wird von niemandem als ungewöhnlich oder gar unhöflich empfunden.

  • ¿De parte de quién por favor?

  • ¿Su nombre por favor?

  • ¿Quién lo llama?

  • ¿De qué empresa llama?

  • ¿Sería tan amable de decirme su nombre?

Nur in sehr formalen Situationen nennt man seinen Namen:

  • Buenos días, soy Ruth Müller, de la empresa Amica y querría hablar con el Sr. Pérez.

  • Buenas tardes, soy Matthias Prat, llamo de Berlín, ¿podría pasarme con la Sra. López?

  • Me llamo Hans Schmitt y quería hablar con alguien del departamento de contabilidad.

Übung 1

Hören Sie das folgende Gespräch: Übung 1Anzeigen

Frau Krumbach stellt am Anfang des Telefongesprächs ihr Unternehmen und ihre Funktion dort kurz vor. Ergänzen Sie dann den Textauszug.

La señora Krumbach llama de la ___________en __________. Ella trabaja como __________ del señor __________. La empresa se dedica a la confección de ___________. La señora Krumbach quiere hablar con el señor López, pero él ________________. Le deja un mensaje. Ella quiere _________un pedido de ropa interior porque tiene dudas sobre el __________de una partida y sobre la __________en otra.

Aufgabe:

¿"Du" oder "Sie"?

In Deutschland sind wir daran gewöhnt, in geschäftlichen Bereichen immer in der Höflichkeitsform "Sie" zu sprechen. Eine Besonderheit in Spanien ist auch der Umgang mit der Höflichkeitsform "usted": In Spanien wird diese Form bei weitem nicht so häufig verwendet wie hierzulande. Im Gegenteil - der Normalfall ist das "Du". Nur in förmlicheren Situationen, zu der auch das Geschäftsleben gehört, gebraucht man die Sie-Form. Bei einem ersten Kontakt sollten Sie Ihren Gesprächspartner daher immer siezen. Wenn Sie öfter mit ihm telefoniert oder ihn schon einmal getroffen haben, können Sie dazu übergehen, ihn zu duzen.

Durch die Weiterentwicklung Ihrer Geschäfte (Telefongespräche, Termine...) bekommen Sie auch langsam das Gefühl dafür, wann Sie das Duzen verwenden können. Normalerweise können Sie die jungen Geschäftsleute in Spanien schneller duzen, ältere Leute sollten Sie dagegen immer sitzen. Unser Tipp: Im Zweifelsfall "Sie" sagen und abwarten, was der andere sagt!

Ausflug 1: Don (spanisch)

Don (v. span. don; port. Dom; aus lat.: dominus Hausherr) ist die in Verbindung mit dem Vornamen gebrauchte spanische Bezeichnung für Herr in einem gesellschaftlich-herrschaftlichen Sinne. Die weibliche Form heißt "Doña". Diese Anrede ist aber nicht mehr so gebräuchlich, man benutzt "Senñor" und "Señora". Früher wurden auch Lehrer bzw. Lehrerinnen mit diesem Titel angeredet.

Mehr Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Don_(Spanisch)

Übung 2

Sie hören jetzt 8 Gesprächsanfänge. Wie ist die Beziehung der Sprecher zueinander, wie gut kennen sich die Sprecher Ihrer Meinung nach?

Bild vergrößern

Aufgabe:

Interkultureller Tipp: Flirtet er mit mir?

Wenn Sie mit Spaniern geschäftlich zu tun haben, kann es immer wieder zu Missverständnissen kommen, die auf interkulturelle Hintergründe zurückzuführen sind.

Die Klischees sind nicht immer richtig, aber es stimmt, dass Spanier mit Frauen anders sprechen als Deutsche: Die Männer machen Frauen gerne und oft Komplimente. Was für einen Spanier eine Auflockerung oder ein Gesprächsanfang ist, kann für eine Deutsche eine "Anmache" sein. Sehen Sie folgendes Beispiel.

Beispiel:

- Buenos días Sr. López, soy la Sra. Müller, la secretaria del Sr. Kempte. Le llamo por la reunión de la semana pasada en Madrid. ¿Se acuerda de mí?

+ Buenos días Sra. Müller, por supuesto que me acuerdo de usted, es una de las alemanas más guapas que he conocido, ¿qué puedo hacer por usted?

Der Satz "es una de las alemanas más guapas que he conocido" könnte von Frau Müller als plumpe Anmache eines "spanischen Machos" verstanden werden, für Herrn López wäre es nicht anderes als eine nette Art, das Gespräch anzufangen und vielleicht die Konversation lockerer zu machen.

Fazit: Komplimente von Spaniern bedeuten fast immer nichts weiter als Auflockerung, Herzlichkeit ... lassen Sie sich Komplimente machen!

Rhetorischer Tipp

Wenn Sie grundsätzlich daran gewöhnt sind, bei Telefonanrufen Ihren Namen zu nennen, können Sie auf jeden Fall dabei bleiben. So sind Sie immer auf der sicheren Seite.

Die typische Meldeformel Firma + Name + "Was kann ich für Sie tun?", die in Deutschland in der letzten Zeit gerne verwendet wird, wird in Spanien übrigens kaum verwendet.

Wenn Sie den Namen des Anrufers erfahren wollen und Sie den Eindruck haben, dass er sich weigert, seinen Namen zu nennen, haben Sie trotzdem die Möglichkeit, höflich darauf zu reagieren und ihn nach seinen Namen zu fragen. Hier einige Formulierungen, die Ihnen helfen, geschickt und diplomatisch den Namen des Anrufers herauszufinden:

  • Perdone, creo que no he entendido bien su nombre, ¿podría repetirlo por favor?

  • Disculpe, ¿podría repetir su nombre?

  • ¿De qué empresa ha dicho que llamaba?

  • ¿Podría enviar un correo electrónico o un fax? Contestaremos su pregunta lo más rápido posible.

  • Le paso con él enseguida, ¿quién lo llama por favor?

  • Ahora le pongo con él ¿de parte de quién por favor?

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Über die Autorin:

bild80568

Spanisch kommt Mar Cotes Ramal nicht Spanisch vor. Durch ihre langjährige Erfahrung als Kundenbetreuerin bei großen Banken in Spanien und Deutschland und in den letzen 3 Jahren als Übersetzerin und Sp ...

Über die Autorin:

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Astrid Rust (M. A. Linguistik und Psychologie, M. A. Psycholinguistik und Sprachbehindertenpädagogik) arbeitet seit 1999 als Trainerin für Deutsch als Fremdsprache und gibt Inhouse-Seminare für modern ...

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