Businessplan für Existenzgründer

Von: Kurt Wagenschieffer
Stand: 23. August 2011
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Was Sie vor Ihrem Start benötigen: Kundenorientierung "leben"!

Kundenorientierung

Beispiel:

Frau von Lindenfels verspürte schon immer einen "inneren Drang", anderen Menschen bei der Lösung von gesundheitlichen Problemen zu helfen. Nach dem ihre Kinder groß genug waren und ihr Leben eigenständig gestalten konnten, absolvierte sie sehr erfolgreich eine Heilpraktikerausbildung mit der Zielsetzung, sich später selbständig zu machen.

Um im heißumkämpften Heilpraktiker-Markt gegenüber ihren Konkurrenten Fuß fassen zu können, besuchte sie zusätzlich eine Vielzahl von Kursen: Naturheilkunde, Homöopathie, Akupunktur, Chiropraktik, Sauerstofftherapie, Bachblüten, energetische Massagen, Fußreflexzonenmassage, Magnetfeldtherapie usw. Sie war fest davon überzeugt, je mehr sie ihren Kunden anbieten könne, umso erfolgreicher werde sie aus der Sicht ihrer potenziellen Kunden sein. Ihre Geschäftsidee müsse nur etwas bekannt gemacht werden und den Wettbewerbern werde ich es schon zeigen! Leider stellte sich der erwartete Erfolg nicht ein.

Was hat Frau von Lindenfels nach Ihrer Meinung schon in der Gründungsphase Wesentliches falsch gemacht?

  • Hatte sie eine überzeugende kundenorientierte Strategie?

  • Hatte sie für den Kunden deutlich sichtbar einen einzigartigen Nutzen angeboten?

  • Hatte sie eine überzeugende Problemlösung für eine Zielgruppe angeboten?

  • Hatte sie sich auf ihre Stärken konzentriert oder sich verzettelt?

Sind Ihnen die folgenden Parolen bekannt? Zur allgemeinen Belebung des Betriebsklimas hängen sie oft über den Schreibtischen:

  • "Der Kunde steht im Mittelpunkt - und damit im Wege"

  • "Alle Kunden sind gleich - mir jedenfalls"

  • "Kunde droht mit Auftrag"

  • "Der Kunde ist König, aber die Monarchie wurde abgeschafft"

"König Kunde" wird als betriebliche Notwendigkeit zwar nach außen hin akzeptiert, aber von der inneren Einstellung her häufig unzureichend gelebt. Dies belegen die oben genannten Parolen.

Kundenorientierung - losgelöst von einer entsprechenden Unternehmensphilosophie und Unternehmensstrategie - bleibt letztendlich wirkungslos.

Ohne die Einbeziehung einer konsequenten Kundenorientierung in Ihre Unternehmensphilosophie und Marketingstrategie bleiben die Maßnahmen zur Kundenzufriedenheit nur oberflächlicher Natur mit begrenzter Wirkung.

Lange Zeit gab es in zahlreichen Märkten einen Verkäufermarkt, d.h. die Nachfrage war größer als das Angebot und die Anbieter waren somit in einer stärkeren Position als die Nachfrager. Heute haben wir in sehr vielen Märkten die umgekehrte Situation eines Käufermarktes: das Angebot ist größer als die Nachfrage und die Nachfrager sind auf der "starken" Seite. In diesen Märkten tobt oft ein gnadenloser Preis- und Verdrängungswettbewerb.

Kunden kaufen keine Produkte, sondern einen Nutzen! Sie wollen

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