Creative Commons: Texte, Bilder und Musik rechtssicher nutzen und teilen

Urheberrechte dosiert freigeben, Texte, Bilder und Musik rechtssicher nutzen und teilen

Von: Sibylle Mühlke
Stand: 19. August 2011 (aktualisiert)
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Sie haben Bilder, Texte oder Musik veröffentlicht, die Sie der Menschheit zwar gerne zur Nutzung überlassen möchten, aber eben nicht willkürlich? Durch die "Creative Commons"-Lizenzen (CC) können Sie die Urheberrechte abgestuft freigeben. Umgekehrt haben Sie als Nutzer von CC-Material Sicherheit über die erlaubten Nutzungsformen. Sibylle Mühlke stellt das Lizenzmodell vor und verweist auf Möglichkeiten, gezielt nach "Creative Commons"-Werken zu suchen.

Urheberrecht als Piratenabwehrkampf

Eine zwar nicht falsche, aber etwas zu kurz gegriffene Meinung zum Urheberrecht lautet: Es soll Texte, Bilder, Fotografien, Musik, Software und andere kreative Werke vor unberechtigter Vervielfältigung und Nutzung schützen, um die Existenzgrundlage der Autoren, Künstler, Fotografen, Musiker und Entwickler zu sichern.

Doch nicht nur die Urheber selbst haben etwas vom gesetzlich verankerten Urheberschutz, vor allem die Verwerter kreativer Leistungen wie Verlage, Musikkonzerne etc. sind an der Wahrung von Urheber- und Nutzungsrechten interessiert. Sie sind es auch, die vor dem Hintergrund "Internet als Tausch- und Verbreitungsmedium" - Napster, Kopierschutz, Digital-Rights-Management oder Verbot von Sampling und Satire - die juristische und technische Entwicklungen im Bereich "Copyright" massiv vorantreiben. Kennzeichnend für aktuelle Diskussionen und technische Neuerungen ist die harte Grenze, die zwischen Rechteinhabern einerseits und widerrechtlich operierenden "Piraten" auf der anderen Seite gezogen wird. Im Zeichen des Kampfs gegen Piraterie wird die kommerzielle wie nichtkommerzielle Nutzung, Wieder- und Weitergabe und Veränderungen von Werken zunehmend erschwert.

Dieses Schwarz-Weiß-Szenario aus rechtmäßigen Produzenten/Verwertern und unbefugten Kopisten/Piraten blendet jedoch einen wichtigen Aspekt aus: Kreativität ist ohne Rückgriff auf bereits Geschaffenes, ohne Bezug zu anderen Werken und ohne Austausch mit anderen Kreativen kaum denkbar. Die Text- und Bildcollagen aus den 20er-Jahren und das musikalische sampling der Gegenwart sind nur die bekanntesten Beispiele - sie legen ihre Rückgriffe auf Bestehendes explizit offen. Und dabei geht es eben nicht um das dreiste "Klauen", das Urheber um Honorar und Namensnennung bringt, sondern um das Schaffen neuer Werke auf Basis vorhandener kreativer Materialien.

Creative Commons: Dosierte Freigabe von Urheber- und Nutzungsrechten

CreativeCommons- LogoDie 2001 gegründete Non-Profit-Organisation Creative Commons setzt dem starren, zunehmend aggressiver eingeklagten Urheber- und Nutzungsrecht mehr Flexibilität entgegen. Kreative aller Richtungen sollen neue Perspektiven für "direkten Austausch, das Teilen und Sampling" von Werken bekommen.

Gedacht ist das "Creative Commons"-Modell für alle, die ihr Werk zwar generell auch Dritten zur Verfügung stellen wollen, jedoch nicht zu beliebigen Bedingungen. Gleichzeitig ist Creative Commons auch eine Anlaufstelle, um Texte, Bilder, Grafiken, Videos, Animationen, Musikstücke oder Lehrmaterialien für die eigene Weiterverwendung zu suchen. (Mehr dazu im Abschnitt "CC-lizensierte Werke suchen und verwenden"). Creative Commons versteht sich explizit als eine Gegenströmung zu den zunehmenden Beschneidungen des Nutzungsrechts, denn das Projekt ermuntert dazu, Werke für die Allgemeinheit freizugeben - soweit dies möglich ist.

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