Backup mit Windows
Eigentlich weiß mittlerweile jeder, wie wichtig die Sicherung der Daten auf dem PC ist. Spätestens dann, wenn - beispielsweise durch einen Festplattencrash - sämtliche Daten "weg" sind, ist es an der Zeit, sich über Strategien zur effizienteren Datensicherung ("Backup") Gedanken zu machen. In diesem Beitrag stellen wir Ihnen vier verschiedene konkrete Lösungsmöglichkeiten vor. Drei der vorgestellten Lösungen erhalten Sie übrigens zum Nulltarif.
Grundlegende Strategien
In einem weiteren Beitrag zum Thema Daten-Backup zeigen wir verschiedene grundlegende Strategien für eine regelmäßige Datensicherung: "Datensicherung für den Einzelplatzrechner: Systematische Backup-Strategien".
Eine Anmerkung: Wir verwenden "Daten" als Sammelbegriff. Wann immer in diesem Text von "Daten..." die Rede ist, sind natürlich auch Programme, Illustrationen und Fotos gemeint. Speziell Fotos - belegt doch ein Foto in guter Auflösung zwei und mehr Megabyte (MB) an Speicherplatz, das zwanzigfache etwa einer Word-Datei!
Backup mit Windows-Bordmitteln
Mit Windows-eigenen Programmen lässt sich bereits ein durchaus tauglicher Daten-Backup realisieren. "Tauglich" heißt in diesem Zusammenhang, dass alle für Sie relevanten Daten automatisch gesichert werden.
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Windows XP
In der Version XP Professional finden Sie das Programm ntbackup.exe auf dem PC im Ordner c:\windows\system32. Eine Klick-für-Klick-Anleitung zur Anwendung und zum Planen der Aktivierungszeitpunkte ("Tasks") finden Sie in unserem Beitrag "Datensicherung im Kleinbetrieb - einfach und zum Nulltarif".
Bei der Version XP Home liegt das Programm versteckt als ntbackup.msi auf der CD Windows XP Home Edition im Verzeichnis valueadd\msft\ntbackup. Die Details zum Übernehmen des Programms finden Sie ebenfalls über den oben stehenden Link.
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Windows Vista
Die Wermutstropfen gleich vorweg:
Begriffsklärung: "inkrementeller" und "differenzieller" Backup
Der inkrementelle Backup sichert nur die Daten, die seit dem letzten inkrementellen Backup verändert oder neu hinzugefügt wurden:
Raschere Sicherung, aber für die Wiederherstellung müssen nebst dem ursprünglichen Voll-Backup alle inzwischen erstellten inkrementellen Backups vorhanden sein.
Der differentielle Backup greift auf einen zuvor erstellten Voll-Backup zurück und sichert (kopiert) alle Daten, die seit dem letzten Voll-Backup verändert oder neu hinzugefügt wurden:
Aufwändigere Sicherung, aber leichtere Wiederherstellung.
Die Schritte zu einem automatisch ablaufenden Daten-Backup
An Windows Vista mag einiges (zu Recht oder zu Unrecht) zu kritisieren sein; ein großer Vorteil bleibt die starke, universell brauchbare Suchfunktion:
Drücken Sie einfach die Taste mit dem Windows-Logo auf Ihrer Tastatur oder klicken Sie auf das Startsymbol und tippen Sie das Wort "Sicherung" ein. Bereits nach den ersten Buchstaben erscheint oben auf der Liste der Eintrag "Sichern und Wiederherstellen". Klicken Sie darauf, öffnet sich das Fenster "Schützen Sie Dateien...".

Ich habe folgende Lösung für mich eingerichtet (Win XP Pro):
Festplatte 1: aufgeteilt in 2 Partitionen,
Partition 1: System (also Laufwerk C:), Partition 2: nur Daten (also alles was durch Outlook, Word etc. zustandekommt, Fax-Ordner, Musik, und alles andere wichtige).
Festplatte 2: reine Backup-Platte
Vorgehensweise:
Bei jedem Herunterfahren von Windows wird automatisch ein Skript ausgeführt, welches alle neuen Dateien sowie neue Versionen bestehender Dateien von der Daten-Platte auf die Backup-Platte kopiert.
Dies geschiecht durch den xcopy-Befehl, der im System bereits vorhanden ist.
Das Skript wird eingebunden durch das Programm gpedit.msc, ein Editor für Gruppenrichtlinien.
Vorteil:
- Keine externe (teure) Software nötig,
- ist für mich durchschaubar und
- leicht änderbar.
Die Dauer des Backups hält sich in Grenzen. Ausserdem hab ich mir eine Master-Slave-Steckdosenleiste installiert, d. h. nachdem ich den Befehl gegeben habe, den Rechner auszuschalten, wird das Backup durchgeführt, und anschliessend der Rechner heruntergefahren und alle anderen Geräte (Drucker, Scanner, Lautsprecher, DSL-Modem, Router etc.) werden automatisch vom Strom getrennt.
Als Erweiterung könnte ich mir vorstellen, einen Netzwerkspeicher an den Router zu hängen, z. B. per devolo dlan. Dann hätte ich eine räumliche Trennung der beiden Speicherorte, z. B. wenn der Netzwerkspeicher im Keller steht.
Gruss, Markus
Hallo Markus!
Dein Scirpt hätte ich auch gerne ;-)
news@guntherfries.de
Gruß
Gunther
Wie ich schon an anderer Stelle schrieb: Ich würde da ja eine eher professionellere Lösung empfehlen als eine Batch-Datei...
www.allsync.de
Die Preise fangen bei 17,24 EUR an - für die HomeEdition - und gehen bis etwas über 50,- EUR - Business. Haben wir erfolgreich bei Kunden im Einsatz.
Und für den echten Profieinsatz PowerQuest V2i Protector (ok, nun heißt's Symantec...) Dafür kann man Echtzeit-Backups des Systems(!) im laufenden Betrieb(!) erstellen oder logisch auch per Zeitplanung. Also, Markus, per Zeitplan beim Herunterfahren auf die zweiter Platte das System sichern und dann die Daten hinzu... (Ja, die kostet mehr, kann aber auch mehr...)
Gruß, Chris
Alternative zu xcopy:
www.xxcopy.com (freeware-Version) - ähnlich zu robocopy von Microsoft
(Vorteil: wesentlich mehr Parameter; stoppt nicht, falls eine Datei nicht gesichert werden kann; Fehler-Protokoll)
zusätzlich als Scheduler (zur Festlegung, wann welche Backups ausgeführt werden):
www.nncron.ru - nncron Lite (freeware)
In Verbindung mit einem Command-Line-Zipper und entsprechenden Batch-Dateien kann man damit alles realisieren, was das Herz in Punkto Backup begehrt
(Full-Backup, Stündliche Differential-Backups, Täglich Differential-Backup,...)
Tägliche zip-Archive kann man z.B. auf CD brennen,...
Grüsse Manfred