Die digitale Dunkelkammer

Optimieren Sie Ihre Digitalfotos - Bildbearbeitung jenseits von Bildkorrektur

Von: Jacqueline Esen
Stand: 7. Juli 2008
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Über die Autorin:

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Jacqueline Esen ist seit mehr als zehn Jahren als freiberufliche Fotografin tätig und mit den analogen und digitalen Arbeitsweisen vertraut. Ihre Bücher "Rezepte für bessere Fotos" und "Der große Fotokurs" sind Bestseller.

Für akademie.de schreibt sie Beiträge zu Digitalfotografie, zu Bildgestaltung und zum Einsatz von Fotografien auf Webseiten oder im Marketing. Homepage: www.betrachtenswert.com

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Schärfen

Schärfen

Ein scharfes Bild bekommt man vor allem durch eine ruhige Kamerahaltung, richtiges Scharfstellen und eine gute Kameraoptik. Die meisten Originalfotos sind allerdings leider nicht richtig scharf, deswegen wird bereits in der Kamera nachgebessert. Nachträgliche Schärfekorrekturen sollten jedoch so gering wie möglich ausfallen, um die Bilddaten zu schonen. Schalten Sie die Schärf-Mechanismen der Kamera nach Möglichkeit ab.

Falls Sie Ihre Fotos bearbeiten, sollte das Schärfen der letzte Arbeitsschritt sein. Das Schärfen ist ein bislang nicht rückgängig zu machender Eingriff in den Originaldatenbestand eines Fotos und daher mit besonderer Vorsicht anzuwenden. In diesem Zusammenhang ist der Warnhinweis besonders wichtig: Arbeiten Sie mit Kopien Ihrer wertvollen Originale.

Digitales Schärfen bringt keine zusätzlichen Informationen ins Bild, es werden lediglich benachbarte Pixel verglichen und Kontrastwerte in einer Rechenoperation angepasst. Danach sieht das Foto schärfer aus; dieser Vorgang ist aber in erster Linie eine Art "optische Täuschung". Durch Bildverkleinerung und anschließendes Schärfen wird so manches verwackelte Bild am Computerbildschirm noch ganz ansehnlich. Lassen Sie sich aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass unscharfe Fotos durch das Schärfen nicht wirklich gerettet werden können.

Das Originalfoto ist vor allem im linken Bildbereich viel zu unscharf...

...verkleinert und geschärft macht es am Bildschirm einen ordentlichen Eindruck. Aber auch nur dort...

Manchmal sieht man nach dem Schärfen überhaupt keinen Effekt am Bild. Das ist dann ein untrügliches Zeichen dafür, dass das gesamte Foto unscharf ist und am besten neu fotografiert werden sollte.

Welcher Schärfen-Filter ist der richtige?

In den verschiedenen Programmen bzw. Programmversionen befindet sich die Schärfen-Funktion an ganz unterschiedlichen Stellen. Oft ist sie in der "Schnellkorrektur" als Button angesiedelt, sie kann aber auch im Menü "Bild" oder beim "Überarbeiten" zu finden sein. Manchmal ist der Befehl auch bei all den anderen "Filtern" einsortiert.

Diverse Bildbearbeitungsprogramme bieten unterschiedliche Filter zum Scharfzeichnen an, die verschieden benannt sein können, z. B. "Konturen scharfzeichnen", "Scharfzeichnen", "Stark scharfzeichnen", "selektives Scharfzeichen", "unscharf maskieren" und andere. Wichtig ist vor allem die Möglichkeit, den Schärfungsvorgang individuell zu steuern. Wenn Ihr Programm nur eine oder zwei Schärfen-Varianten anbietet, deren Intensität Sie nicht beeinflussen können, sollten Sie sich besser eine andere Software zulegen.

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