Die digitale Dunkelkammer

Optimieren Sie Ihre Digitalfotos - Bildbearbeitung jenseits von Bildkorrektur

Von: Jacqueline Esen
Stand: 7. Juli 2008
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Über die Autorin:

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Jacqueline Esen ist seit mehr als zehn Jahren als freiberufliche Fotografin tätig und mit den analogen und digitalen Arbeitsweisen vertraut. Ihre Bücher "Rezepte für bessere Fotos" und "Der große Fotokurs" sind Bestseller.

Für akademie.de schreibt sie Beiträge zu Digitalfotografie, zu Bildgestaltung und zum Einsatz von Fotografien auf Webseiten oder im Marketing. Homepage: www.betrachtenswert.com

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Tonwert, Gradationskurve

Tonwertkorrektur und Histogramm

Mit einer Tonwertkorrektur lässt sich der Tonwertumfang korrigieren. Damit bezeichnet man die Differenz zwischen der hellsten und der dunkelsten Stelle eines Bildes. Der ideale Tonwertumfang eines Bildes ist eine ausgeglichene Balance heller und dunkler Farbtöne, d.h. es sollte von reinem Weiß bis zum reinen Schwarz jeder Farbton vorhanden sein. Das Histogramm dient dabei als Hilfsmittel, es zeigt die Verteilung der hellen und dunklen Bereiche an. Durch Ziehen an den Reglern des Histogramms können im Bildbearbeitungsprogramm die Helligkeit, der Kontrast und die Farbsättigung gezielt korrigiert werden.

Bild vergrößernDas Histogramm zeigt an, wie sich die Helligkeit im Bild verteilt. In diesem Motiv fehlen die rein weißen Töne auf der rechten Seite der Skala, während sich die Kurve im linken (schwarzen) Bildbereich bis ganz nach oben erstreckt.

Bild vergrößernNach der automatischen Tonwertkorrektur gibt es im Foto zwar alle Töne von Schwarz bis Weiß, aber besser ist die Aufnahme trotzdem nicht: auch wenn die dunklen Bäume im Vordergrund nun mehr Zeichnung haben: die Wolkenkonturen am Himmel sind verloren gegangen. Bei einer so kontrastreichen Aufnahme wie dieser kommt man um eine individuelle Korrektur nicht herum.

Bild vergrößernDie Korrektur von Tiefen und Lichtern erlaubt es, die hellen Himmelsbereiche anders zu behandeln als die dunklen Schattenbereiche im Vordergrund. Das Helle kann abgedunkelt, das Dunkle aufgehellt werden, ohne dass man aufwändige Bearbeitungen mit Einstellungsebenen anwenden müsste.

Bild vergrößernDie automatische Tonwertkorrektur leistet vor allem bei kontrastarmen Fotos gute Dienste.

Wunderwaffe Gradationskurve

Die Gradationskurve ist eine weitere sehr elegante Möglichkeit, mit der Kontrast und Helligkeit punktgenau verändert werden können. Auch die Farben werden hierbei deutlich angepasst.

Bild vergrößernBringt man die Gradationskurve in eine leichte S-Form, werden die Tonwerte korrigiert und man erhält satte Farben.

Preisgünstige Software wie Paint Shop Pro, PhotoImpact oder PhotoLine verfügt über diese Funktion - Adobe hat sie dem Einsteigerprogramm Photoshop Elements bis heute nicht spendiert. Helfen kann man sich dort mit dem Befehl Überarbeiten, Farbe anpassen, Farbkurven anpassen (Elements-Versionen 5 und 6). Dort wird eine solche Kurve gezeigt, sie lässt sich aber nicht direkt steuern. Erfreulicherweise kann man aber die Gradationskurve mit dem kostenlosen Plugin SmartCurve nachrüsten.

Wenn Sie die kostenlose Software GIMP verwenden, finden Sie die Gradationskurve im Menü Ebene/Farben/Kurven.

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