Die Aufnahme
Halten der Kamera
Ein entscheidender Punkt für interessante Bilder: Wie führen Sie Ihre Kamera? In Urlaubsorten, bei Veranstaltungen oder privaten Feiern ist das Erscheinungsbild von Kameraamateuren meistens einheitlich: Die rechte Hand steckt im angebrachten Gurt des Camcorders, das Display befindet sich in Augenhöhe, etwa einen halben Meter vom Kopf entfernt. Das Ergebnis sind immer gleiche Bilder aus einer konventionellen Perspektive. Und das ist auf die Dauer langweilig!
Versuchen Sie, Ihre Kamera mit beiden Händen zu führen. Die rechte Hand befindet sich in der Handschlaufe, am Griff oder dort, von wo aus Sie die Zoomwippe betätigen können. Mit der linken Hand sollte schnell die Taste erreichbar sein, mit der Sie den Autofokus abschalten oder die Belichtung auf "Manuell" umstellen können. Diese Kamerahaltung lässt Ihnen viel mehr Spielraum für harmonische Bewegungen in alle Richtungen. Ihr Display haben Sie ja schließlich aus allen Positionen im Blick. Seien Sie locker in den Knien und in der Hüfte und probieren Sie, sich fließend und im Einklang mit der Kamera zu bewegen (Abb.23-25).
Abb.23: Kamera mit beiden Händen führen
Abb.24: Das Display ist aus allen Positionen im Blick
Abb.25: Ungewöhnliche Perspektiven einnehmen
Viele Aufnahmen, auch einige Schwenks und Fahrten, können Sie mit Ihrem Camcorder aus der Hand drehen. Dazu gehört ein wenig Übung - und vor allem ein guter Bildstabilisator. Der kann zwar nicht alle ungewollten Bewegungen kompensieren, aber die Ergebnisse können sich in den meisten Fällen sehen lassen.
Bildstabilisatoren
Entwickelt wurden die Bildstabilisatoren in den 80er Jahren. Zuvor waren in Spielfilmen wackelige Szenen mit der Handkamera in Mode gekommen.
Die so genannten optischen Stabilisatoren arbeiten bis heute mit so genannten kardanisch aufgehängten Prismen. Mittlerweile gibt es auch elektronische Bildstabilisatoren. Die haben jedoch den Nachteil, dass nur ein Teil der Chipfläche zur Bildaufzeichnung verwendet wird und so die Auflösung schlechter wird. Bei Zooms und Schwenks kann es zu Bildfehlern kommen.
Das optische System ist deshalb dem elektronischen vorzuziehen.
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