Trainer und Dozenten: Mehr Mut zur eigenen Persönlichkeit!

Langweilig ist genau so schlimm wie ahnungslos. Darum lieber ohne Beamer als ohne Persönlichkeit!

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Stand: 26. März 2012

Als Trainer oder Dozent beschäftigt man sich mit allen möglichen Dingen: mit der Darstellungsschärfe des Beamers, dem Kaffeekochen für die Pause und der fehlerfreien Erstellung von Unterlagen. Aber haben Sie sich eigentlich schon mal mit sich selbst beschäftigt? Lorenz Hölscher empfiehlt, einmal einen Blick auf die Person zu werfen, die da vorne steht.

Wenn ich irgendwo für eine Schulung gebucht werde, geschieht das typischerweise wegen meiner fachlichen Qualifikation. Irgendjemand hat auf meiner Website gelesen, was ich anbiete und fragt nun, ob ich zu dem Termin an diesem Ort für diese Programmversion ein Training machen kann.

Es spricht nichts dagegen, das weiterhin so zu handhaben, aber im Grunde fehlt dabei die Hälfte: da vorne steht nämlich ein Mensch mit allen seinen Stärken und Schwächen. Obwohl das einen wesentlichen Anteil am Erfolg der Schulung hat, redet darüber kaum jemand.

Jedenfalls selten vorher, höchstens nachher. In Bewertungsbögen gibt es gelegentlich offene Fragen als allgemeine Beurteilung des Kurses, wo Teilnehmer dann schon mal so etwas schreiben wie "der Trainer ist sehr gut auf alle Fragen eingegangen" oder "sympathischer Trainer, ich habe mich wohlgefühlt". Das verschwindet dann im Archiv des Veranstalters und ist erledigt.

Bewertungsbögen

Es gibt tatsächlich Veranstalter, bei denen diese Bewertungsbögen später auch gelesen werden. Dort erfahre ich zum Jahresanfang dann eine Art Schulnote des vergangenen Jahres sowie den Durchschnitt aller Trainer, um diese Note ein bisschen einzuordnen. Das hinterlässt ein gutes Gefühl und spricht für deren erstklassige Organisation (die dann auch bei der Vorbereitung der Schulungsräume zu erkennen ist). Dort wird meine Arbeit nicht nur von den Teilnehmern, sondern auch vom Veranstalter geschätzt.

Wenn Sie aber mal selber in einer Schulung gesessen haben, wissen Sie, wie wichtig die Persönlichkeit des Trainers ist. Das beginnt mit dem ersten optischen Eindruck, bei dem natürlich auch die persönliche Sympathie zählt. Es geht weiter mit dessen Umgang mit dem Teilnehmer oder seiner Art zu reden.

Da kann ein Dozent fachlich noch so versiert sein, wenn er eintönig nuschelt oder ohne Begeisterung vor sich hin wurschtelt, hinterlässt die Schulung ein schlechtes Gefühl. Damit haben Sie auch schon das erste Rezept für eine gute Schulung: Begeisterung. Wenn Ihnen das Thema keinen Spaß macht, wie wollen Sie andere dann mitreißen? Oder, um eine derzeit immer wieder zitierte Formulierung zu gebrauchen: man muss brennen, um andere zu entzünden.

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