Das kostenlose CMS Drupal - Installation und Verwaltung für Einsteiger

Frontend und Backend, Grundeinstellungen, Themes

Drupal-Themes installieren

Drupal-Themes im Netz

Um einer Drupal-Website einen individuellen Charakter zu verleihen, sind die standardmäßig mit installierten Themes meist nicht ausreichend. Dann steht man zwangsläufig vor der Frage: Programmiere ich ein eigenes Theme oder greife ich auf die Auswahl der im Netz verfügbaren Drupal-Themes zurück?

Die Entwicklung eines eigenen Themes ist ohne Frage die bessere Wahl und auf die Dauer gesehen sicherlich auch nicht wesentlich zeitintensiver als der Umbau eines Themes aus dem Netz. Die wohl größten Knackpunkte dabei: Gute HTML und CSS-Kenntnisse sind unbedingt von Nöten und auch ein Grundverständnis für PHP ist sehr hilfreich.

Die Alternative wäre, auf ein frei verfügbares Themes aus dem Netz zurückzugreifen und dieses dann entsprechend anzupassen. Für in HTML und CSS weniger versierte Anwender ist dies sicherlich die bessere Wahl.

Im Netz findet man mittlerweile schon eine ganze Menge kostenloser und auch kommerzieller Drupal-Themes. Ob diese nun immer höchsten Designeransprüchen genügen, mag dahingestellt sein. Aber wie so oft, so gilt es wohl auch hier, unter effektiven Gesichtspunkten abzuwägen, ob ein fertiges Theme ausreichend oder die Entwicklung eines eigenen Themes sinnvoller ist.

In der folgenden Liste habe ich ein paar Adressen zusammengestellt, unter denen Sie Drupal-Themes herunterladen können. Viele davon sind kostenlos, aber auch das Angebot an kommerziellen, professionellen Themes nimmt ständig zu.

Kostenlose Themes

Drupal.org

Drupal2u - Free Drupal Templates

Kommerzielle Themes

Templatemonster

cmslounge

Rapsli.ch - Cool Drupal Themes

Osskins - Drupal, Joomla!, Typo3, Wordpress - Templates

deonixdesign

Beim Download und Kauf beachten!

Achten Sie beim Download eines Drupal-Themes unbedingt darauf, dass es sich um ein Template für die von Ihnen verwendete Drupal-Version (z. B. 6.x) handelt.

Beim Kauf eines kommerziellen Themes sollten Sie auch überprüfen, ob im Theme-Paket eine Photoshop-Datei enthalten ist. Diese sollte unbedingt vorhanden sein, da Änderungen an grafischen Schmuckelementen nur in der offenen Photoshop-Datei problemlos möglich sind.

Themes installieren

Ein neues Theme zu installieren ist einfach. Am besten probieren Sie es beim Lesen des folgenden Abschnittes gleich einmal aus.

Die meisten kostenlosen Themes finden Sie auf der offiziellen Drupal-Site unter der URL drupal.org/project/Themes.

Sie können die Themes nach Drupal-Version, Name und Datum filtern (1).

Bild vergrößernThemes für Drupal 6.x auf drupal.org

Zu den meisten Themes finden Sie in der Liste neben dem Vorschaubild (2) auch Detailinfos zum Grundlayout und den enthaltenen Features (3).

Laden Sie sich einfach ein oder mehrere Drupal-Themes, ganz nach Ihrem Geschmack, herunter.

Ein Theme ist immer als Archiv (tar.gz oder zip) gepackt. Zur Installation ist es notwenig, dass Sie das Archiv auf Ihrem lokalen Rechner entpacken. Abhängig vom gewählten Theme sieht das entpackte Archiv dann in etwa wie folgt aus:

Bild vergrößernVerzeichnisstruktur zwei entpackter Drupal-Themes

Um ein neues Theme auf Ihrer Drupal-Site bereitzustellen, müssen Sie das Theme per FTP in das von Drupal dafür vorgesehene Verzeichnis übertragen. Wie Sie nun schon wissen, liegen die Drupal Core-Themes unter dem Pfad /themes. Für alle weiteren Themes hat der Entwickler jedoch ein anderes Verzeichnis vorgesehen.

Alle zusätzlich installierten Themes sollten Sie immer unter dem Pfad /sites/all/themes abgelegen. Da unter dem Pfad /sites/all nach der Installation noch kein /themes Verzeichnis vorhanden ist, müssen Sie dies als erstes einmal anlegen.

Anschließend übertragen Sie das komplette Verzeichnis des gewünschten Themes von Ihrem lokalen Rechner per FTP auf den Server ins Verzeichnis: /sites/all/themes.

Hat alles geklappt, können Sie das neue Theme im Backend für die Site aktivieren. Wählen Sie dazu die Befehlsfolge: Hauptmenü > Verwalten > Strukturierung > Themes.

Bild vergrößernZwei neue Themes stehen in der Liste zur Auswahl

In der Liste sind neben den Core-Themes nun auch die frisch installierten Themes zu sehen (1). Zur Aktivierung eines neuen Themes wählen Sie den Radiobutton Standard (2). Mit Klick auf den Button Konfiguration speichern wird das gewählte Theme als Standard eingestellt.

Im Frontend sind die Seiten dann im Look des neuen Themes zu sehen.

Bild vergrößernDas neue Theme aBeesParadise im Frontend

Nach dem gleichen Prinzip lassen sich alle Themes in Drupal installieren und aktivieren.

Abhängig davon, welches Theme Sie als neues Standardtheme aktiviert haben, kann es sein, dass im Frontend das Hauptmenü zum Aufruf der Backendfunktionen nicht mehr eingeblendet wird oder in der rechten Spalte erscheint. Dies ist zum Beispiel bei dem Theme AD Lemon Twist der Fall.

Bild vergrößernDas neue Theme AD Lemon Twist

Haben Sie zufällig ein Theme "erwischt", in dem das Hauptmenü nicht mehr angezeigt wird, stehen Sie zwangsläufig vor dem Problem, wie Sie dann ins Backend gelangen. An dieser Stelle hilft Ihnen die URL http://www.ihreseite.de/admin weiter. So können Sie immer die Startseite des Drupal-Backends erreichen.

Verschiedene Templates für Front- und Backend

Das oben beschriebene Problem verdeutlicht, dass es oftmals nicht ideal ist, wenn für die Seiten im Frontend und die Arbeit im Backend das gleiche Theme eingesetzt wird. Auch wenn ein Theme viele grafische Schmuckelemente oder große Bildbereiche enthält, ist das für die Seiten im Frontend sicher ansprechend, für die administrativen Aufgaben aber eher störend.

In der Praxis bietet es sich an, für das Front- und Backend verschiedene Themes zu aktivieren. So kann im Frontend das gewünschte Corporate Design präsentiert werden. Für die Arbeit im Backend stellt man ein minimales Template mit wenig SchnickSchnack ein. Wie das funktioniert, zeige ich Ihnen als nächstes:

Ab Drupal 5.x gibt es die Möglichkeit, ein separates Verwaltungstheme zu aktivieren. Wechseln Sie dazu ins Backend > Bereich Einstellungen > Verwaltungs-Theme.

Bild vergrößernEin anderes Verwaltungs-Theme einstellen

In der Liste wählen Sie das gewünschte Verwaltungs-Theme aus (1). Über die Checkbox (2) darunter können Sie erreichen, dass das Verwaltungs-Theme auch für die Erstellung neuer und Bearbeitung vorhandener Beiträge genutzt werden soll.

Mit Klick auf den Button Konfiguration speichern (3) werden die Angaben übernommen. Hat alles geklappt, werden im Front- und Backend nun unterschiedliche Themes verwendet.

Den Cache nicht vergessen!

In der Praxis kommt es häufiger vor, dass Änderungen an den Theme-Einstellungen im Frontend nicht gleich sichtbar sind, und das, obwohl man die neuen Einstellungen korrekt gespeichert hat.

In der Regel ist die Fehlerursache der Drupal-interne Cache oder der Browsercache. Daher ist es immer sinnvoll, den Cache zu löschen.

Den Drupal-internen Cache erreichen Sie über die Befehlsfolge:
Hauptmenü > Verwalten > Einstellungen > Leistung.

Bild vergrößernDie Einstellungen für den Drupal-Cache

Auf der Seite Leistung finden Sie verschiedene Optionsfelder zur Einstellung des Drupal-internen Cache (1).

Praxistipp: In der Entwickungsphase der Drupal-Site deaktivieren Sie am besten alle Cache-Funktionen. So ist die Gefahr am geringsten, dass Elemente aus dem Cache geladen werden und Änderungen im Frontend nicht sofort sichtbar sind.

Sind Änderungen auch nach Deaktivieren des Drupal-Caches im Frontend nicht sichtbar, wäre der nächste heiße Tipp, auch den Browsercache zu löschen. Spätestens dann sollten die geänderten Einstellungen im Frontend angezeigt werden.

Aufgabe: Das Theme 'Reiseportal' für das Praxisbeispiel installieren

Laden Sie das Reiseportal-Theme hier als Zip-Paket herunter und entpacken Sie es auf Ihrem Rechner.

Nachdem Sie das Reiseportal-Theme im Backend bereitgestellt haben, aktivieren Sie das Reiseportal-Theme als Standard-Theme für die Anzeige der Seiten im Frontend.

Kontrollieren Sie das Ergebnis im Frontend.

Bild vergrößernDas Frontend nach Aktivierung des Reiseportal-Themes

Lassen Sie sich nicht davon verunsichern, dass außer dem Inhaltsbereich keine Menüs und Module im Frontend zu sehen sind. Um den Einbau der Inhalte, Menüs und Module kümmern wir uns im Folgenden.

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Über die Autorin:

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Kerstin Dankwerth arbeitet seit 1996 als Grafikerin und Web-Entwicklerin im Netz. Zu ihren Stammkunden gehören u.a. akademie.de, 104I9 OldieStar Radio, FDP Berlin,

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