Neues Konto nach eidesstattlicher Versicherung

Neues Konto nach eidesstattlicher Versicherung

Obwohl die Banken eine Selbstverpflichtung abgegeben haben, jedem ein Girokonto auf Guthabenbasis einzuräumen, kündigen sie häufig nach einer Pfändung das Konto des betroffenen Kunden. Dies droht unmittelbar nach Abgabe der eV. Ebenfalls wird einem Neukunden kein Konto mehr eingeräumt, wenn bei Antragstellung ein Schufa-Eintrag wegen eidesstattlicher Versicherung vorliegt.

Um weiterhin ein eigenes Konto führen zu können, richten viele Schuldner daher vorsorglich gleich nach Abgabe der eidesstattlichen Versicherung ein neues Konto bei einer anderen Bank ein. Wird das Konto bei einer kleineren Bank nicht am Wohnsitz, sondern in einer anderen Stadt oder Landkreis geführt, verringern sich die Chancen einer Pfändung. So werden auch Pfändungsschikanen mancher Inkassofirmen vermeidbar, die trotz Gehaltspfändung immer wieder das Konto pfänden, um Druck zu machen, bis die Bank das Konto endlich kündigt.

Sie müssen bei Kontoeröffnung unbedingt ein Konto auf Guthabenbasis beantragen, bei dem kein Dispo oder eine Kontoüberziehung erlaubt ist. Wenn Sie nach einer eidesstattlichen Versicherung einen Kredit beantragen, müssen Sie dem Gläubiger (hier der Bank) mitteilen, dass Sie eine eidesstattliche Versicherung abgegeben haben. Ansonsten machen Sie sich strafbar! Miese auf Ihrem neuen Konto als Dispo oder Überziehung sind mit einem Kredit der Bank an Sie gleichzusetzen. Machen Sie bei der Kontoeröffnung also keinen Fehler und schreiben Sie auf den Kontoeröffnungsantrag mit der Hand: "Bitte kein Dispo oder Überziehung einräumen". Die Kopie des Antrags ist Ihr Beleg dafür, dass Sie hier keinen Fehler gemacht haben.

Mehr zum Thema Kontoführung bei Überschuldung finden Sie in den Ratgebern Der Kampf ums Girokonto,  Konto, Kreditkarte ohne Schufa im Ausland oder Deutschland  und Kontopfändung - was tun?

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