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Musterschreiben fürs Finanzamt: Senkung der Einkommensteuer-Vorauszahlung

Auf Antrag kann der Fiskus Ihre Einkommensteuer-Vorauszahlung senken!

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Stand: 10. September 2012

Einkommensteuer-Vorauszahlungen an das Finanzamt sind ärgerlich, denn selbst wenn man später etwas zurückerhält, fehlt das Geld zunächst mal in der Kasse. Daher kann es sinnvoll sein, Einkommensteuer-Vorauszahlungen nicht einfach so zu zahlen, sondern zu prüfen, ob sich diese Vorauszahlungen senken lassen.

Senkung der Einkommensteuer-Vorauszahlung - Musterbrief

Einkommensteuer-Vorauszahlungen senken: zwei Musterbriefe fürs FinanzamtBild vergrößernEinkommensteuer-Vorauszahlungen senken: zwei Musterbriefe fürs Finanzamt

Für Mitglieder von akademie.de steht ein Musterbrief fürs Finanzamt zum Download bereit: Antrag auf Senkung der Einkommensteuer-Vorauszahlung (Word, 46 kB).

Einkommensteuer-Vorauszahlungen werden jeweils zum 10. der Monate März, Juni, September und Dezember fällig. Lediglich wenn die jährliche Einkommensteuerschuld unter 400 € und damit die Vorauszahlung unter 100 € liegt, wird keine Vorauszahlung fällig.

Verzögerte Vorauszahlungen mag das Finanzamt gar nicht; es berechnet Ihnen dann für jeden angefangenen Monat ein Prozent Säumniszuschlag. Allerdings gibt es eine Schonfrist von drei Tagen. Wenn Sie also am 10. Ihre Vorauszahlung leisten, das Geld aber erst am 13. gutgeschrieben wird, ist das ausreichend.

Die Höhe der Vorauszahlung für die Einkommensteuer richtet sich nach der Höhe des letzten Steuerbescheids. Das bedeutet, dass eine Steuernachzahlung automatisch zu einer höheren Vorauszahlung führt. Beispiel:

Jahr

EK-Steuer lt. Bescheid

Vorauszahlungen im Folgejahr

Nachzahlung

1. Jahr

6.000 Euro

1.500 Euro

2. Jahr

8.000 Euro

2.000 Euro

2.000 Euro

3. Jahr

12.000 Euro

3.000 Euro

4.000 Euro

Steigen die von Ihnen berechneten Umsatzsteuervorauszahlungen, kann dies für das Finanzamt ein Grund sein, Ihnen eine Erhöhung der Einkommensteuervorauszahlungen vorzuschlagen. Dann sollten Sie reagieren.

Führt Ihre Umsatzsteigerung nicht zu einer Gewinnsteigerung, teilen Sie dies dem Finanzamt formlos mit und bitten darum, die Vorauszahlung nicht anzuheben. So können Sie beispielsweise geltend machen, dass der gesteigerte Umsatz auf Preise mit einer geringeren Gewinnmarge zurückzuführen ist oder dadurch andere Kosten (z. B. Material- oder Personalkosten) steigen.

Zum Weiterlesen:

Da bei manchen Finanzämtern jede zweite Steuerfestsetzung fehlerhaft ist, haben Einsprüche vielfach gute Erfolgsaussichten. Kosten fallen nicht an, das Risiko ist gering. Sogar eigene Fehler und Versäumnisse lassen sich durch einen Widerspruch nachträglich korrigieren: "Steuerbescheid: Einspruch beim Finanzamt".

Übrigens: Es kann lohnend sein, mit dem Finanzamt zu verhandeln. Hartmut Fischer erklärt, wie Sie das machen: Erfolgreich mit dem Finanzamt verhandeln.

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Über den Autor:

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Hartmut Fischer war über 15 Jahre für eines der führenden Steuersoftwareunternehmen Europas tätig und ist seit 2006 mit seiner Firma Wort Macht selbstständig tätig. Als freier Journalist mit Schwerpunkt Steuerrecht schreibt er für verschiedene Verlage.

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