Jeden Tag treffen Sie unzählige Entscheidungen. Manche davon mit weitreichenden Konsequenzen für Ihr Berufs- oder Privatleben. Dann lohnt sich eine systematische Herangehensweise, um interessante Lösungsmöglichkeiten nicht zu übersehen und unter den Alternativen sicher zu entscheiden.
Dieser Selbstlern-Kurs unterstützt Sie bei der systematischen Problemlösung und begleitet Sie von der Analyse der Ist-Situation über die Lösungssuche und Bewertung der Alternativen bis zur pragmatischen (!) Umsetzung Ihrer Entscheidungen.
Inhaltsverzeichnis
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Willkommen an Bord
Herzlich willkommen in der Thematik der Entscheidungsfindung.
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Zielsetzung
Viele berufliche und private Entscheidungen haben weit reichende Konsequenzen und sollten nicht ohne eine systematische Entscheidungsfindung getroffen werden.
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Vom Entscheider zum Problemlöser
Für eine professionelle Entscheidungsfindung ist es notwendig, nicht nur die Entscheidungsmöglichkeiten zu erwägen, die einem spontan einfallen. Man muss einen Schritt zurücktreten und das gesamte zu lösende Problem sehen.
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Pragmatisch, praktisch, gut
Die Philosophie des Pragmatismus (bedeutendster Vertreter: John Dewey) besagt im Wesentlichen, dass nur eine Strategie, die ein Problem löst, gut ist. Man denkt weniger über die Ziele nach, die man erreichen will, im Vordergrund steht die Suche nach der besten Problemlösungsstrategie.
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Wer hat's gefunden? Die Psychologen.
Die Psychologen D'Zurilla und Goldfried haben die Ideen John Deweys zu ihrem Konzept weiterentwickelt und in die Verhaltenstherapie eingebracht (fünf Schritte des Problemlösens). Die Definition von Ist- und Soll-Zustand (von Schmelzer) bildet eine optimale Ergänzung zur Problemdefinition.
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In sieben Schritten zur Entscheidung
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Jetzt aber: Die systematische Problemlösung
Die Vorgehensweise von Vetter (2003) zur systematischen Problemlösung verringert das Risiko, interessante Lösungsmöglichkeiten zu übersehen.
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Schritt 1: Die Analyse der Situation
Betrachten Sie die Ist-Situation und nehmen Sie eine genaue Analyse vor.
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Schritt 2: Die Formulierung des Ziels
Formulieren Sie das Ziel, das Sie erreichen wollen.
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Schritt 3: Die Definition des Problems
Nun müssen Sie das Problem klar definieren. Ihre Definition des Problems darf also nicht die Wege zur Zielerreichung vorgeben oder die Möglichkeiten begrenzen.
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Schritt 4: Lösungssuche
Entwickeln Sie möglichst viele Lösungsideen, am besten in einem Brainstorming, in dem ja auch die unrealistischsten Ideen erlaubt sind. Neben dem Brainstorming gibt es weitere interessante Kreativitätstechniken wie folgt.
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Schritt 5: Bewertung der Lösungsalternativen und der Entscheidung
Nun können Sie die gewonnenen Lösungsalternativen bewerten. Hierzu können Sie Bewertungskriterien festlegen, anhand derer Sie die Lösungen beurteilen. Sie können Ihre Lösungsalternativen auch nach einem Gesamteindruck bewerten. Ein altbewährtes Verfahren ist das Abwägen der jeweiligen Vor- und Nachteile.
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Schritt 6: Umsetzung der Lösung
Bei diesem Schritt planen Sie zunächst die geeigneten Schritte und Maßnahmen. Hierbei sollten Sie auch die Reihenfolge überdenken und bei Bedarf ändern. Mit der Planung der Maßnahmen spielen Sie bereits gedanklich die Umsetzung durch.
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Schritt 7: Kontrolle
Während Sie die von Ihnen entwickelten Lösungsmaßnahmen umsetzen, müssen Sie den Problemlöseprozess immer wieder auf Abweichungen kontrollieren. Nach Erreichung des Ziels sollten Sie überprüfen, ob das richtige Ziel erreicht wurde.
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Entscheidungen umsetzen
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Schwarz auf weiß
Das Aufschreiben der eigenen Gedanken in Bezug auf das zu klärende Problem ist hilfreich.
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Ihr Erzfeind: Der Zweifel
Wenn Sie mit Ihren Zweifeln immer wieder langwieriges und vielleicht überwiegend fruchtloses Nachdenken und Grübeln starten, ist damit der Problemlösung auch nicht gedient.
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Zynismus aus dem 16. Jahrhundert
Niccolò Machiavelli über den Umgang mit Entscheidungen.
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Die Pralinen-Übung: Bleiben Sie fit!
Man soll sich immer wieder unbewusste, automatisiert ablaufende Alltagsentscheidungen als Übung vornehmen (Praline ist auf den Boden gefallen: wegwerfen oder essen?) Praxisübung für den Leser: "Auf dem Weg zu Ihrem Vorstellungsgespräch sind Sie in einen Hundehaufen getreten."
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Das Beste zum Schluss
Beim professionellen Problemlösen sollte man weder Verbissenheit noch übertriebenen Leistungswillen aufkommen lassen.
Dazu ein Zitat von Oscar Wilde.