Unser Team
Co-Coaching im Selbsttest
Meine ersten eigenen Erfahrungen mit dem Coaching auf Gegenseitigkeit habe ich von November 2006 und Juni 2007 gesammelt. In dieser Zeit traf ich mich alle 14 Tage mit fünf anderen Selbstständigen. Die Gruppe besteht aus drei Männern und drei Frauen, darunter Freiberufler, Kleingewerbetreibende und Handwerkerinnen. Niemand von uns hatte Angestellte oder Mit-Unternehmer im eigenen Betrieb.
Die Zusammenkünfte fanden vormittags statt und dauerten inklusive einer zehn- bis fünfzehnminütigen Halbzeitpause rund zweieinhalb bis drei Stunden. Wir trafen uns auf "neutralem Boden" im Besprechungsraum eines Gründungszentrums. Die freiwillige Moderation übernahm abwechselnd eine/r der Beteiligten. Der Grad der Verbindlichkeit war ausgesprochen hoch: Bei der Mehrzahl unserer Treffen waren wir vollzählig, kein einziges Mal hat mehr als eine Person gefehlt.
Die oft als schwierig geltende Teambildung war unerwartet einfach gewesen: Einige von uns kannten sich bereits vorher, andere kamen über Mundpropaganda im Bekanntenkreis, Rundmails und einen Aushang dazu.
Dass die Chemie in unserem Erfolgsteam von Anfang an gestimmt hat, mag Zufall sein. Jedenfalls gibt es aus meiner Sicht keinen Anlass, die Auswahl der Teilnehmer für ein Erfolgsteam davon abhängig zu machen, dass bereits ein persönliches Vertrauensverhältnis besteht - oder umgekehrt davon, dass nach Möglichkeit zuvor überhaupt kein privater Kontakt vorhanden war: In Wirklichkeit stellt weder das eine noch das andere stellt eine notwendige Bedingung dar. Vertrauen ist machbar - so oder so.
Ablauf der Sitzungen
Der Ablauf der einzelnen Sitzungen war denkbar einfach. Den Anfang machte immer ein "Blitzlicht": Alle Beteiligten berichten, wie es ihnen in diesem Moment geht und was sie gerade beschäftigt. Eine solche insgesamt (!) höchstens fünfminütige Einstiegsrunde sorgt dafür, dass alle Beteiligten "ankommen" und aufmerksam sind.
Nachdem offene organisatorische Fragen geklärt waren (zum Beispiel: Wer übernimmt beim nächsten Mal die Moderation?), bekam jeweils eine Person ihre "Zeit für sich" - Dauer: 15 Minuten. Dieser Zeitraum konnte bei Bedarf mit Einverständnis der anderen verlängert werden.

Eine wunderbare Idee! Danke!
Sehr geehrter Herr Chromow,
"Coaching auf Gegenseitigkeit" liest man mit dem Gedanken:"Ja, das klingt gut". Man klickt vielleicht weiter und vergisst das Gelesene vielleicht auch wieder...
"Praxiserfahrungen mit der Coaching-Selbsthilfe" und "Selbstangestellt? Nehmen Sie Ihre Chef-Pflichten ernst!" lassen innehalten. Obwohl die "Berichte" nicht allzu sehr ins Detail gehen, machen sie doch neugierig und sie sprechen den Leser persönlich an.
Bitte mehr davon... ;-)
Herzlichen Dank,
Peter Neelmeyer
Hallo Herr Neelmeyer,
danke für Ihre freundliche Rückmeldung. Bei passender Gelegenheit wird es bestimmt weitere persönliche Erfahrungsberichte geben!
Herzliche Grüße
Robert Chromow
"Erfolgsteam" ist ein Begriff von B.Sher aus Ihrem Buch "Wishcraft" (2001). Sollten Sie vlt erwähnen
Gruss
MO
Hallo MO,
Barbara Sher wird in meinem Beitrag nicht nur "erwähnt". Unter der Überschrift "Dankeschön" heißt es keine 20 Zeilen oberhalb des Kommentarbereichs:
------------ Zitat ----------------
Dank an [...] Barbara Sher, dass sie die Grundzüge des ebenso unscheinbaren wie mächtigen Instruments vor Jahr und Tag zu Papier gebracht hat. Ihr englischsprachiges E-Book "Wishcraft" steht übrigens auf ihrer Website im (englischsprachigen) Volltext zum Download bereit.)
----------Zitat-Ende --------------
Mit freundlichen Grüße
Robert Chromow