"Coaching-Selbsthilfe"? Doch, funktioniert!

Robert Chromow hat sich "Erfolgsteams" angesehen, eine Gruppe von Menschen, die sich gegenseitig bei der Umsetzung Ihrer beruflichen Ziele unterstützen

Von: Robert Chromow
Stand: 3. September 2010
4.5
(4)
Anmelden um Kommentare zu schreiben

Downloads zu diesem Beitrag

Über den Autor:

bild134003

Robert Chromow ist gelernter Industriekaufmann, Betriebswirt und Politologe. Seit über fünfzehn Jahren arbeitet er als freiberuflicher Journalist, Texter und Berater im eigenen Projektbüro. Print- und Online-Medien beziehen dort Fach- und Serviceartikel sowie Lernmaterialien. Außerdem schreibt er Handbücher, Webtexte und Newsletter für Unternehmen.

Beiträge des Autors als Atom-Feed Atom-Feed: Neues von akademie.de

Unser Team

Co-Coaching im Selbsttest

Meine ersten eigenen Erfahrungen mit dem Coaching auf Gegenseitigkeit habe ich von November 2006 und Juni 2007 gesammelt. In dieser Zeit traf ich mich alle 14 Tage mit fünf anderen Selbstständigen. Die Gruppe besteht aus drei Männern und drei Frauen, darunter Freiberufler, Kleingewerbetreibende und Handwerkerinnen. Niemand von uns hatte Angestellte oder Mit-Unternehmer im eigenen Betrieb.

Die Zusammenkünfte fanden vormittags statt und dauerten inklusive einer zehn- bis fünfzehnminütigen Halbzeitpause rund zweieinhalb bis drei Stunden. Wir trafen uns auf "neutralem Boden" im Besprechungsraum eines Gründungszentrums. Die freiwillige Moderation übernahm abwechselnd eine/r der Beteiligten. Der Grad der Verbindlichkeit war ausgesprochen hoch: Bei der Mehrzahl unserer Treffen waren wir vollzählig, kein einziges Mal hat mehr als eine Person gefehlt.

Die oft als schwierig geltende Teambildung war unerwartet einfach gewesen: Einige von uns kannten sich bereits vorher, andere kamen über Mundpropaganda im Bekanntenkreis, Rundmails und einen Aushang dazu.

Dass die Chemie in unserem Erfolgsteam von Anfang an gestimmt hat, mag Zufall sein. Jedenfalls gibt es aus meiner Sicht keinen Anlass, die Auswahl der Teilnehmer für ein Erfolgsteam davon abhängig zu machen, dass bereits ein persönliches Vertrauensverhältnis besteht - oder umgekehrt davon, dass nach Möglichkeit zuvor überhaupt kein privater Kontakt vorhanden war: In Wirklichkeit stellt weder das eine noch das andere stellt eine notwendige Bedingung dar. Vertrauen ist machbar - so oder so.

Ablauf der Sitzungen

Der Ablauf der einzelnen Sitzungen war denkbar einfach. Den Anfang machte immer ein "Blitzlicht": Alle Beteiligten berichten, wie es ihnen in diesem Moment geht und was sie gerade beschäftigt. Eine solche insgesamt (!) höchstens fünfminütige Einstiegsrunde sorgt dafür, dass alle Beteiligten "ankommen" und aufmerksam sind.

Nachdem offene organisatorische Fragen geklärt waren (zum Beispiel: Wer übernimmt beim nächsten Mal die Moderation?), bekam jeweils eine Person ihre "Zeit für sich" - Dauer: 15 Minuten. Dieser Zeitraum konnte bei Bedarf mit Einverständnis der anderen verlängert werden.

Diese Seite ist für Mitglieder von akademie.de reserviert.

Möchten Sie die Mitgliedschaft 14 Tage kostenlos testen und den Beitrag komplett lesen?

Ich bin bereits Mitglied
Jetzt Probemitglied werden
Ich kann in den 14 Tagen Probezeit formlos z.B. per E-Mail stornieren. Wenn ich das nicht tue, entscheide ich mich für ein

Kommentar-Darstellungsoptionen

Wählen Sie hier Ihre bevorzugte Anzeigeart für Kommentare aus und klicken Sie auf „Einstellungen speichern“ um die Änderungen zu übernehmen.

Eine wunderbare Idee! Danke!

Sehr geehrter Herr Chromow,
"Coaching auf Gegenseitigkeit" liest man mit dem Gedanken:"Ja, das klingt gut". Man klickt vielleicht weiter und vergisst das Gelesene vielleicht auch wieder...
"Praxiserfahrungen mit der Coaching-Selbsthilfe" und "Selbstangestellt? Nehmen Sie Ihre Chef-Pflichten ernst!" lassen innehalten. Obwohl die "Berichte" nicht allzu sehr ins Detail gehen, machen sie doch neugierig und sie sprechen den Leser persönlich an.

Bitte mehr davon... ;-)

Herzlichen Dank,
Peter Neelmeyer

Hallo Herr Neelmeyer,
danke für Ihre freundliche Rückmeldung. Bei passender Gelegenheit wird es bestimmt weitere persönliche Erfahrungsberichte geben!
Herzliche Grüße
Robert Chromow

"Erfolgsteam" ist ein Begriff von B.Sher aus Ihrem Buch "Wishcraft" (2001). Sollten Sie vlt erwähnen

Gruss

MO

Hallo MO,
Barbara Sher wird in meinem Beitrag nicht nur "erwähnt". Unter der Überschrift "Dankeschön" heißt es keine 20 Zeilen oberhalb des Kommentarbereichs:
------------ Zitat ----------------
Dank an [...] Barbara Sher, dass sie die Grundzüge des ebenso unscheinbaren wie mächtigen Instruments vor Jahr und Tag zu Papier gebracht hat. Ihr englischsprachiges E-Book "Wishcraft" steht übrigens auf ihrer Website im (englischsprachigen) Volltext zum Download bereit.)
----------Zitat-Ende --------------
Mit freundlichen Grüße
Robert Chromow