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3 Faustregeln für wirkungsvolle Bildsprache

Kurze Hinweise zum sinnvollen Einsatz von Fotos

Bilder können ein Unternehmen bekannt machen und von Wettbewerbern abheben. Das funktioniert auch bei kleinen Unternehmen - aber nur, wenn die Fotos richtig gewählt sind. Beliebigkeit oder eine Ästhetik, die nicht zum Unternehmen oder seiner Zielgruppe passt, machen die Wirkung von vornherein zunichte. Jacqueline Esen nennt drei wichtige Regeln, die beim Einsatz von Bildern für Werbung und Selbstdarstellung häufig missachtet werden.

Neulich wurde ich gefragt, welches die drei wichtigsten Regeln für gute Bildsprache eines Unternehmens seien. Meine spontane Antwort:

  1. Die Bilder müssen so stark sein, dass sie die Aufmerksamkeit des Betrachters fesseln und neugierig machen.

  2. Die Bilder müssen dem Image des Unternehmens und der Branche entsprechen - Professionalität da, wo sie vom Kunden erwartet wird, "amateurhaft menschlich" da, wo es auf Menschlichkeit ankommt.

  3. Die Bilder müssen auf die Gefühle und Erwartungen der Kunden ausgerichtet sein.

Das mag alles nicht sehr weltbewegend klingen - aber genau diese drei Regeln werden sehr häufig nicht beachtet, wenn es darum geht, Fotos auf der Website, in Prospekten, Präsentationen etc einzusetzen. Solche Fehler führen jedoch unweigerlich dazu, dass die Wirkung der Bilder ganz oder komplett verpufft. Wussten Sie, dass Sie für Ihren marktführenden Konkurrenten arbeiten, wenn Sie ähnliche Bilder verwenden wie er?

Verzichten Sie auf bildsprachlichen Small Talk!

Bild vergrößernStandardfotos verpuffen effektlos

Bei manchen Settings brauchen wir Small Talk, um warm zu werden. Bei einem Sektempfang würde sich jeder Mensch überrumpelt fühlen, wenn ein anderer auf ihn zukäme und schnurstracks ohne lange Umschweife anfinge über irgendwelche Fakten zu sprechen. In der Bildsprache gelten andere Regeln!

Ist eine Bildbotschaft zu allgemein und bedeutungslos (Small Talk), wird sie schlicht und einfach übersehen. Verzichten Sie deshalb auf Bilder, die alltäglich oder austauschbar sind. Das gilt besonders für zwar technisch hervorragend gemachte, aber inhaltlich nichts sagende Standardfotos von Bildagenturen, aus denen sich jeder bedient.

Bleiben Sie Ihrem Image treu!

Fotos von Menschen sind besonders wichtig für das Bild, das sich die Kunden von einem Unternehmen machen. In Sekundenschnelle entscheiden Unternehmer- und Mitarbeiterportraits über grundsätzliche Sympathie oder Ablehnung. Und der Eindruck den Sie bei Ihren Kunden hinterlassen ist oft erste Voraussetzung für die Kontaktaufnahme, den Auftrag, die Bestellung ...

Doch Vorsicht: Alle Bilder - auch Bilder von den Menschen in Ihrem Unternehmen - müssen dem Image Ihres Unternehmens und Ihrer Branche entsprechen. Das heisst: Professionalität da, wo sie vom Kunden erwartet wird - doch durchaus auch "amateurhaft menschlich" da, wo es auf Menschlichkeit ankommt!

Beispiel Alten-Servicezentrum: semiprofessionell, aber menschelnd

Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler!

Häufig werden Bilder nach der Devise ausgewählt: was mir gefällt, wird auch den Kunden gefallen. Vielleicht haben Sie Glück und sind mit Ihrem Geschmack repräsentativ für Ihre Zielgruppe. Aber wenn Ihre Bilder nicht die gewünschte Wirkung zeigen, dann haben Sie vermutlich den Geschmack und die Bedürfnisse Ihrer Kunden falsch eingeschätzt.

Knallroter Hingucker

Je genauer Sie den Stil und Geschmack Ihrer Kunden treffen, desto eher werden diese auf Ihr Angebot reagieren. Lernen Sie deshalb Ihre Zielgruppe so genau wie möglich kennen: Was sind das für Menschen? Was gefällt ihnen? Was bewegt sie? Eine der hilfreichsten Techniken ist es, sich seinen Idealkunden möglichst plastisch auszumalen. Nicht nur, welchen Beruf er hat, welchen Bildungshintergrund oder welches vermutete Interesse, sondern auch, wie alt er ist, wie er aussieht, wo er sitzt, geht, steht, liegt oder fährt, wenn er Ihren Flyer oder Ihre Website sieht, ob er lacht oder schmunzelt, die Stirn runzelt usw.

Und übersetzen Sie den Stil und Geschmack Ihrer Kunden in die Bildsprache: In der gesprochenen Sprache kann man sich zum Beispiel eines sehr prosaischen oder gar des Telegrammstils bedienen; man kann sich aber auch sehr blumig oder gewählt ausdrücken. Genau so kann man auch fotografieren: üppig und formen- und detailreich - oder schlicht und minimalistisch ...

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