Das kennt fast jeder: Immer wieder verhält man sich in einer Weise, die wenig zielführend ist. Und obwohl man das genau weiß, fällt es scheinbar unendlich schwer, daran etwas zu ändern. Woran liegt es, dass wir uns manchmal so sehr selbst im Weg stehen? Gibt es nicht doch Möglichkeiten, sich auf die Schliche zu kommen und dieses störende Verhalten abzulegen? Vor allem dann, wenn es tatsächlich negative Auswirkungen auf den eigenen Erfolg hat?

Die gute Nachricht lautet: Ja, das ist möglich! Sie können lernen, Ihr Verhalten neu zu bewerten und Erfolgsblockaden wirksam zu entmachten!

In diesem Ratgeber erklärt Ihnen Heide Liebmann, was echte Erfolgsblockaden sind und wie sie entstehen. Außerdem erfahren Sie, was solche Blockaden unter Umständen in Ihrem Leben bewirken, wenn sie unbewusst bleiben. Daher lernen Sie zunächst, wie Sie möglicherweise eigenen Blockaden auf die Spur kommen können. Dazu gibt es auch eine Reihe von hilfreichen Techniken und Methoden, um die so erkannten Hindernisse zu entkräften und vielleicht sogar ganz aus dem Weg zu räumen.

Da manche Erfolgsblockaden jedoch sehr tief sitzen, kann professionelle Hilfe zuweilen die richtige Alternative sein. Daher gibt es zum Schluss auch noch wichtige Hinweise dazu, wie Sie gegebenenfalls den richtigen Coach für Ihr Anliegen finden können.

Was sind eigentlich Erfolgsblockaden?

Was Ihre persönlichen Erfolgsblockaden sind, hängt natürlich sehr stark davon ab, was Erfolg für Sie bedeutet. Also überlegen Sie einmal, wie Sie Erfolg für sich definieren würden:

  • Ist es materielle Unabhängigkeit, ein dickes Bankkonto und keine finanziellen Sorgen mehr?

  • Oder machen Sie Erfolg daran fest, wie bekannt Sie sind, wie viele Menschen sich auf Sie beziehen oder Sie sogar auf der Straße erkennen?

  • Bedeutet Erfolg für Sie vor allem Anerkennung für Ihre Leistung, zum Beispiel durch Lob Ihrer Kunden?

  • Oder messen Sie Ihren Erfolg am Grad Ihrer inneren Zufriedenheit?

Sie merken schon: Es gibt ganz unterschiedliche Maßstäbe für Erfolg. Je nachdem, welchen davon wir uns zu eigen machen, lauern ganz verschiedene Fallstricke auf uns.

Nehmen wir den ersten Fall: Sie streben materielle Unabhängigkeit an. Aber irgendwie gelingt es Ihnen nie, finanziell auf einen grünen Zweig zu kommen. Welche Erfolgsblockade könnte sich dahinter verbergen? Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten:

Vielleicht sind Sie nicht dazu in der Lage, angefangene Projekte auch zu Ende zu führen. Dann ist das mangelnde Selbstmanagement, die oft zitierte "Aufschieberitis", in Ihrem Fall eine sehr erfolgreiche Blockade. Dahinter verbirgt sich häufig eine innere Vorstellung, die Sie daran hindert, Ihre Pläne konsequent umzusetzen. Wenn Sie beispielsweise insgeheim denken, dass es langweilig ist, etwas zu Ende zu bringen, und wenn Langeweile etwas ist, was Sie um jeden Preis vermeiden wollen – dann haben wir hier eine prachtvolle und gut versteckte Erfolgsblockade.

Vielleicht denken Sie aber auch im tiefsten Inneren, dass Sie es eigentlich gar nicht verdient haben, so viel Geld zu besitzen. Dann hat Ihre Erfolgsblockade wahrscheinlich mit Ihrem Selbstwert zu tun. Wieso sollte Ihnen jemand viel Geld für Ihre Leistung bezahlen, wenn Sie eigentlich selbst nicht davon überzeugt sind, dass sie das auch Wert ist?

Oder Sie haben früh gelernt, dass "Geld stinkt" oder dass man über Leichen gehen muss, um reich zu werden. Dann sind diese heimlichen Überzeugungen wahrscheinlich dafür verantwortlich, all Ihre Bemühungen um finanziellen Erfolg immer wieder zu sabotieren.

Ähnliche Mechanismen gelten auch für die anderen oben angesprochenen Erfolgsdefinitionen: Sie wollen berühmt werden und im Rampenlicht stehen, aber Ihre entsprechenden Bemühungen funktionieren einfach nicht?

Vielleicht haben Sie ja als Kind immer wieder zu hören bekommen "Was glaubst du eigentlich, wer du bist?" Und tief in Ihnen hat sich die Überzeugung gebildet, dass Sie einfach nichts Besonderes sind.

Oder Sie machen Ihren Erfolg daran fest, dass Sie dafür viel Lob und Anerkennung erhalten. Aber was, wenn es irgendwie nie wirklich genug ist? Wenn Sie denken, dass irgendwann doch mal jemand merken muss, dass Sie eigentlich gar nichts können?

Kennen Sie das, dass Sie alles zu 150 Prozent perfekt erledigen müssen, damit es in Ihren Augen überhaupt zählt? Dann sitzen Sie wahrscheinlich in der Perfektionismusfalle. Das ist ebenfalls eine sehr effektive Selbstsabotage-Technik, weil wir innerlich nie wirklich zufrieden sind mit unserer Leistung und all das Lob von außen nicht wirklich ernst nehmen können.

Sie merken schon: Erfolgsblockaden können in sehr unterschiedlichem Gewand daher kommen, und das Gemeine daran ist, dass sie häufig ganz unbewusst in uns wirken. Das lässt uns manchmal verzweifeln, weil wir denken, dass wir schon alles versucht haben – und trotzdem gelingt es uns nicht, erfolgreich zu sein.

Schauen wir uns zwei der Spitzenreiter bei den Erfolgsblockaden doch mal etwas genauer an.

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Über die Autorin:

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Heide Liebmann ist Expertin für Positionierungs-Coaching und Vordenkerin für authentisches Marketing. Mit ihrem Nasenfaktor-Konzept unterstützt sie Unternehmen und Freiberufler dabei, sich erfolgreic ...

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