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Erfolgsblockaden lösen

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Stand: 29. Oktober 2012

Lernen Sie Ihren Autopiloten kennen

Wenn wir unbewusst immer aufs Neue die gleichen hinderlichen Verhaltensweisen reproduzieren, dann hat das etwas damit zu tun, wie unser Gehirn funktioniert. Werfen wir also zunächst mal einen Blick darauf, was sich sozusagen hinter den Kulissen unserer kleinen grauen Zellen abspielt.

Als erstes müssen wir verstehen, dass unser Gehirn äußerst ökonomisch arbeitet. Das heißt, es versucht, so viel wie möglich automatisch zu erledigen. Das hat im Alltag auch viele Vorteile. Denn es wäre doch wirklich sehr lästig, wenn wir beispielsweise jeden Abend vor dem Zubettgehen bewusst daran denken müssten, uns die Zähne zu putzen. Unser Griff zu Zahnbürste und Zahnpasta müsste ebenfalls bewusst geplant werden.

Stattdessen tun wir es einfach, ohne darüber nachzudenken. Unser Gehirn weiß, was zu tun ist und sorgt dafür, dass wir die notwendigen Tätigkeiten ausführen. Gleichzeitig haben wir genügend Gehirnkapazität frei, um beim Zähneputzen darüber nachzudenken, was wir morgen dem Kunden in der Präsentation erklären werden. Das Gehirn verschwendet also keine überflüssige Energie auf Routinen, die standardmäßig immer wieder ablaufen.

Dieser so ökonomische Prozess hat allerdings auch seine Schattenseiten. Denn einmal installiert, sacken auch negative Verhaltensweisen ins Unbewusste ab und werden einfach ständig reproduziert.

Wenn wir etwas Neues lernen, läuft das über vier Stufen ab:

  • Zuerst leben wir im Stadium der unbewussten Inkompetenz, das heißt, wir wissen gar nicht, dass wir etwas nicht wissen. Als Kind ist uns erst einmal nicht bewusst, dass wir unfähig sind, unsere Schuhe alleine zuzubinden.

  • Als nächstes wird uns unsere Inkompetenz bewusst: Wir merken jetzt also, dass wir unsere Schnürsenkel noch nicht binden können.

  • Dann erklärt uns jemand, wie das geht, und wir erreichen das Stadium der bewussten Kompetenz: Wenn wir jetzt unsere Schuhe zubinden, müssen wir uns noch darauf konzentrieren, jede nötige Bewegung bewusst auszuführen und alles richtig zu machen.

  • Doch irgendwann sind wir dann soweit, unbewusst kompetent zu sein: Wir binden unsere Schleife, ohne darüber nachzudenken.

Diese vier Stufen durchlaufen wir im Guten wie im Schlechten. Das heißt, wir erlernen auch hinderliches Verhalten und erwerben darin eine unbewusste Kompetenz. Wir laufen dann also auf Autopilot, ohne dass wir es eigentlich merken. Und so perpetuiert sich dieses Verhalten immer weiter, obwohl es nicht (mehr) hilfreich ist.

Wir halten uns ja im Allgemeinen für vernunftbegabte Wesen und glauben oft, dass wir die Dinge regeln können, wenn wir nur genug darüber nachdenken würden. Das ist aber ein Trugschluss, denn das Dumme an unbewussten Erfolgsblockaden ist ja, dass sie unterhalb der rationalen Wahrnehmung ablaufen. Und weil das so ist, wirken sie einfach weiter, und unser Verstand begreift dann nicht, wieso uns manche Vorhaben einfach nicht gelingen wollen.

Deshalb lohnt es sich, den eigenen Blockaden mal hinterher zu spüren. Denn hat man diese erst einmal identifiziert, lassen sich auch Methoden und Techniken anwenden, um ihnen erfolgreich zu begegnen und ihnen ihre lähmende Kraft zu nehmen.

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Über die Autorin:

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Heide Liebmann ist Expertin für Positionierungs-Coaching und Vordenkerin für authentisches Marketing. Mit ihrem Nasenfaktor-Konzept unterstützt sie Unternehmen und Freiberufler dabei, sich erfolgreic ...

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