Erfolgsblockaden lösen

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Stand: 29. Oktober 2012

Selbstcoaching mit der bilateralen Hemisphärenstimulation

Wenn die beiden bereits vorgestellten Methoden bei Ihnen nicht anschlagen, ist das kein Grund schon aufzugeben. Moderne Coachingkonzepte haben uns Mittel und Wege an die Hand gegeben, auch tief sitzende Blockaden erfolgreich selbst zu bearbeiten.

An dieser Stelle möchte ich einschränkend anmerken, dass wir im Selbstcoaching natürlich nur mit Themen arbeiten können, die uns bereits bewusst geworden sind. Dummerweise sind manche Blockaden und unbewusste Annahmen so tief in uns vergraben, dass wir ohne professionelle Hilfe solche ungünstigen Gedankenmuster nicht erkennen oder gar bearbeiten können. Falls Sie also merken, dass Sie auch mit den hier vorgestellten Techniken nicht den gewünschten Erfolg erzielen, empfehle ich Ihnen, sich an einen erfahrenen Coach zu wenden. Beachten Sie dazu auch das letzte Kapitel.

"Bilaterale Hemisphärenstimulation" klingt viel komplizierter als es ist. Im Grunde geht es dabei lediglich darum, die beiden Gehirnhälften ("Hemisphären") durch gewisse Bewegungen zu motivieren, besser zusammenzuarbeiten. Ich stelle Ihnen hier die so genannte Butterfly-Technik vor, weil sie am leichtesten umzusetzen ist.

Dabei kreuzen Sie die Unterarme über dem Brustkorb, so dass Ihre Hände auf den Schultern zu liegen kommen. Sie können jetzt immer abwechselnd leicht auf jede Schulter klopfen und so den gewünschten Stimulationseffekt erreichen.

Gehen wir nun durch die einzelnen Schritte, um entweder eine Erfolgsblockade zu lösen oder innere Kraftquellen zu aktivieren:

  1. Suchen Sie zunächst nach einer positiven Erfahrung, die für Sie mit dem Thema verbunden ist. Wenn Sie also zum Beispiel Lampenfieber vor einer Präsentation haben, erinnern Sie sich an eine Situation, in der Sie sich trotzdem gut dargestellt haben. Vielleicht ist das schon lange her oder war in einem ganz anderen Kontext. Es könnte sein, dass Ihnen einfällt, dass Sie gut Witze erzählen können, oder dass Sie auf dem letzten Elternabend eloquent für die nächste Klassenfahrt geworben haben.

  2. Dann setzen Sie für diese positive Erfahrung einen Anker. Wackeln Sie beispielsweise mit einem großen Zeh, während Sie daran denken, wie gut Sie sich bei dieser Gelegenheit verkauft und wie wohl Sie sich dabei gefühlt haben.

  3. Suchen Sie jetzt nach einem positiven Ich-Satz in Bezug auf diese Situation und verknüpfen Sie ihn mit einer Emotion. Der könnte zum Beispiel lauten "Ich bin in meinem Element!", die Emotion wäre dann vielleicht "Souveränität", "Sicherheit" oder "Zufriedenheit".

  4. Nehmen Sie dann das Gefühl wahr, das jetzt in diesem Moment durch diese Erinnerung in Ihnen ausgelöst wird und wählen Sie auf einer Skala von 0 bis +10, wo Sie es ansiedeln würden.

  5. Fragen Sie sich dann, wo in Ihrem Körper Sie diese Erinnerung besonders intensiv spüren. Wenn Sie mir beibringen müssten, wie sich das anfühlt, wie würden Sie mir dieses Körpergefühl beschreiben? Vielleicht merken Sie ein gewisses Kribbeln im Bauch, oder Sie spüren eine Spannung in den Beinen und wippen ein bisschen auf und ab?

  6. Nun beginnen Sie damit, sich immer abwechselnd auf die Schultern zu klopfen. Denken Sie dabei weiter an die positive Situation und ihr Gefühl dabei. Machen Sie so lange damit weiter, bis Sie auf der Intensitäts-Skala eine Steigerung um mindestens zwei Punkte erreicht haben oder es sich nicht mehr weiter steigern lässt.

  7. Setzen Sie dann Ihren persönlichen "Erfolgs-Schalter" in Gang, also wackeln Sie z. B. mit Ihrem großen Zeh, und denken Sie an Ihren positiven Ich-Satz. Auf diese Weise ankern Sie Ihren gesamten positiven Zustand an die kleine Körperbewegung, die Sie jetzt jederzeit abrufen können.

  8. Erst jetzt denken Sie an den einschränkenden Satz oder die unangenehme Situation, die Sie loswerden möchten. Lösen Sie dabei gleichzeitig Ihren Anker aus. Ihr Unbewusstes ersetzt jetzt das unbehagliche Gefühl und die negative Emotion mit der neuen inneren Kraftquelle.

  9. Beim nächsten Mal, wenn Sie wieder Lampenfieber verspüren, lösen Sie einfach wieder Ihren Schalter aus.

  10. Sie können im Übrigen auch noch weitere positive Emotionen und Erfahrungen mit demselben Anker verknüpfen. So laden Sie ihn immer weiter auf und können ihn zu vielfältigen Gelegenheiten einsetzen.

Diese Selbstcoaching-Methode habe ich vor vielen Jahren während meiner Wingwave-Ausbildung gelernt und seitdem sowohl für mich selbst als auch für meine Klienten immer wieder erfolgreich eingesetzt. Wenn Sie mehr über diese Methode erfahren möchten, schauen Sie sich auf der offiziellen Wingwave-Website um.

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Über die Autorin:

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Heide Liebmann ist Expertin für Positionierungs-Coaching und Vordenkerin für authentisches Marketing. Mit ihrem Nasenfaktor-Konzept unterstützt sie Unternehmen und Freiberufler dabei, sich erfolgreic ...

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