Erfolgsblockaden lösen

5
(2)
Beitrag bewerten
Ersten Kommentar schreiben
Stand: 29. Oktober 2012

Mit Micky Maus gegen Erfolgsblockaden

Sie haben jetzt schon einige Ihrer persönlichen Blockaden aufgedeckt und identifiziert. Nun gebe ich Ihnen einige Übungen und Ideen an die Hand, mit deren Hilfe Sie diese Themen bearbeiten können. In manchen Fällen lassen sich damit sogar hinderliche Glaubenssätze komplett aus dem Weg räumen. Eine Garantie gibt es natürlich nicht, aber einen Versuch ist es Wert, finden Sie nicht?

Also, wie kann Micky Maus Ihnen helfen? In der ersten Übung geht es darum, das innere Erleben zu verändern bei bestimmten inneren Sätzen, Bildern oder auch Gefühlen. Denn wenn das gelingt, lösen sich manche Blockaden einfach auf. Probieren Sie es aus! Das kann sogar richtig Spaß machen ...

Ändern Sie Ihr Erleben!

Erforschung

Wie lautet der Satz, den Sie sich innerlich immer wieder sagen? Oder wie sieht das Bild aus, das vor Ihrem inneren Auge erscheint? Welches Körpergefühl stellt sich bei Ihnen ein? Schmecken oder riechen Sie etwas?

Beschreiben Sie das nun so konkret wie möglich:

  • Stimme: laut/leise, von wo aus spricht sie, wo im Raum oder in Ihrem Körper hören Sie sie, wie würden Sie den Tonfall beschreiben, erkennen Sie die Stimme, wem gehört sie, spricht sie schnell/langsam, deutlich/undeutlich, Tonlage tief/hoch oder brummend/schrill

  • Bild: schwarzweiß/bunt, wo befindet es sich, vor Ihnen oder wo im Raum, wie groß, bewegt (Film)/unbewegt, scharf/unscharf, transparent/undurchsichtig, kommen Sie selbst darin vor oder nicht, Rahmen/kein Rahmen, mit/ohne Tonspur

  • Körpergefühl: warm/kalt, in welchem Körperteil, Kloß, Jucken, Kribbeln, ...?, eng/weit, starr/beweglich, angespannt/locker, Atmung beschleunigt/verlangsamt, Puls regelmäßig/unregelmäßig

  • Geruch/Geschmack: süß/sauer, bitter, salzig, verbrannt, wonach riecht es?

Konzentrieren Sie sich auf den wichtigsten Sinn. Wenn Sie nichts sehen, fühlen oder riechen, sondern nur etwas hören, ist das völlig ok. Sie sehen lediglich ein Bild, aber haben kein messbares Körpergefühl? Dann arbeiten Sie damit.

Veränderung

Was sind die 3 Eigenschaften, die den Satz/das Bild/das Körpergefühl/den Geruch oder Geschmack am unangenehmsten machen? Was können Sie daran verändern?

Akustisch:

  • Lautstärke hoch- oder runterregeln

  • Schnelligkeit und/oder Rhythmus verändern (sprechen wie Micky Maus, langsame Schallplatte, Rap …)

  • Tonlage variieren: von brummig zu normal, von schrill zu angenehmem Säuseln, …

  • Richtung verändern: z. B. vom Hinterkopf nach vorne holen

Visuell:

  • Farbe einspielen oder herausnehmen

  • Bewegung ins Bild bringen oder einfrieren

  • Ort im Raum verändern

  • Größe verändern

  • Durchsichtigkeit verstärken/reduzieren

  • sich selbst herausnehmen/einfügen

  • Tonspur ergänzen/löschen

Körpergefühl:

  • Temperatur verändern

  • aus dem unangenehmen ein angenehmes Körpergefühl machen

  • anderen Körperteil wählen

  • Bewegung machen, die sich gut anfühlt

  • Atmung verlangsamen/beschleunigen

  • Geschmack/Geruch verändern

Check

Wie fühlen Sie sich jetzt, wenn Sie an den Ausgangssatz, das Bild oder das Gefühl denken?

Wenn noch immer ein leichtes Unwohlsein auftritt, verändern Sie noch weitere Faktoren und überprüfen Sie Ihr Gefühl erneut. Erst wenn Sie sich richtig erleichtert fühlen, hören Sie mit der Übung auf.

Beispiel:

Thorsten G. ist selbstständiger Texter. Er hörte oft eine innere Stimme, die ihm sagte "Schreiben ist eine brotlose Kunst, davon kannst du eh nicht leben!" Die Stimme meldete sich vor allem dann, wenn es finanziell mal wieder knapp war. Sie erinnerte ihn an seinen Großvater, der tatsächlich nie viel davon gehalten hatte, dass der Enkel gerne Texte verfasste. Thorsten hatte das Gefühl, dass die Stimme genau hinter dem linken Ohr saß, sie war brummig und ziemlich laut.

Nun veränderte Thorsten die Qualitäten der Stimme: Er verschob sie aus seinem Kopf heraus nach draußen, und zwar rechts in den Raum hinein, ca. 3 Meter von ihm entfernt. Außerdem stellte er sie leiser. Aber erst, als er die Sprechgeschwindigkeit erhöhte und die brummige Stimme sich plötzlich anhörte wie Micky Maus, entspannte sich sein Körper plötzlich und er musste lachen.

Beim Check mit dem Satz stellte er verblüfft fest, dass er nun darüber grinsen konnte. Der Satz hatte seine Macht über ihn verloren.

Ein weiteres Beispiel:

Cordula S. sah immer, wenn sie darüber nachdachte, die Stelle zu wechseln oder noch eine neue Ausbildung zu machen, den mahnenden Zeigefinger ihrer Mutter vor sich, der sich genau vor ihrer Nase hin und her bewegte. Sie sah den Zeigefinger aus der Kind-Perspektive, also von unten nach oben, und alles war in Sepiafarben, wie auf einer alten Fotografie.

Zunächst einmal veränderte sie ihre Größe und ließ sich wachsen. Schon dadurch schrumpfte der Zeigefinger auf eine wenig bedrohliche Größe. Sie malte ihm dann noch ein buntes, lachendes Gesicht auf – und plötzlich bekam sie das Gefühl, dass der eben noch drohende Finger sie nun eher lockte und anzog.

Beim Gedanken an einen Stellenwechsel oder eine neue Ausbildung waren die negativen Gefühle nun verschwunden. Sie fühlte sich stattdessen zuversichtlich und freute sich darauf.

Diese Technik ist wunderbar geeignet für die Arbeit mit lästigen inneren Stimmen, die Ihnen weismachen wollen, Sie könnten dieses oder jenes nicht. Auch innere Bilder oder als negativ empfundene Körpergefühle können so entkräftet und sogar umgemünzt werden.

Mitglied werden, Vorteile nutzen!

  • Sie können alles lesen und herunterladen: Beiträge, PDF-Dateien und Zusatzdateien (Checklisten, Vorlagen, Musterbriefe, Excel-Rechner u.v.a.m.)
  • Unsere Autoren beantworten Ihre Fragen

Downloads zu diesem Beitrag

Über die Autorin:

bild117513

Heide Liebmann ist Expertin für Positionierungs-Coaching und Vordenkerin für authentisches Marketing. Mit ihrem Nasenfaktor-Konzept unterstützt sie Unternehmen und Freiberufler dabei, sich erfolgreic ...

Newsletter abonnieren