Marketing planbar machen
Schritt 5: Legen Sie die Instrumente des Marketing-Mix fest
Erfolgreiches Marketing beinhaltet nicht nur die Auswahl passender Strategien, sondern Sie müssen für Ihre Produkte und Dienstleistungen im nächsten Schritt einen sinnvollen Marketing-Mix entwickeln. Das heißt, bei Ihrer Planung sollten Sie alle Marketingmaßnahmen optimal aufeinander abstimmen. Ziel ist es, die bestmögliche Kombination von Maßnahmen und Entscheidungen zu finden - unter Berücksichtigung der jeweiligen Marktsituation. Dafür stehen Ihnen folgende marktpolitische Instrumente zur Verfügung:
Produktpolitik
Preispolitik
Kommunikationspolitik
Distributionspolitik
Beispiel: Einsatz der Marketinginstrumente
Für den dauerhaften Erfolg eines Ladengeschäfts für hochwertige Sport-Lifestyle-Mode müssen bestimmte Ausprägungen der Marketinginstrumente zum Einsatz kommen: hohe Beratungsqualität, innovative Serviceleistung (Verkauf beim Kunden zu Hause oder bei ihm in Büro), anspruchsvolle Werbung, gezielte Öffentlichkeitsarbeit in lokalen Szenemagazinen, exklusive Ladenausstattung, Kundenbindungsinstrumente (Kundenkarte). Eine einzige nicht passende Komponente im Marketing-Mix, z.B. fehlende Beratungskompetenz, würde dazu führen, dass die Akzeptanz des Geschäfts bei den Konsumenten deutlich geringer wäre.
Produktpolitik
In der Produktpolitik geht es darum, die angebotenen Leistungen festzulegen. Sie umfasst die Entwicklung von neuen Produkten oder Dienstleistungen sowie die Verbesserung vorhandener Leistungsangebote. Bestandteil dieses Komplexes sind darüber hinaus die Namengebung, das Design, die Verpackung sowie Fragen des Service.
Bei der Gestaltung Ihrer Produktpolitik stehen Sie nicht allein. Sie müssen vielmehr berücksichtigen, dass Ihre Konkurrenten auf den gleichen Märkten mit ähnlichen oder identischen Leistungsprogrammen aktiv sind.
Beispiel: Produktpolitische Entscheidungen: Textilgeschäft für Maßkonfektion; Produkt: Anzug/Sakko
Der Kunde kann vor Ort aus ca. 3000 Stoffen wählen und nach seinen Maßen innerhalb von drei bis vier Wochen seinen Anzug fertigen lassen. Ergänzend zu dem Kernsortiment bietet das Geschäft eine Reihe von komplementären Fertigprodukten: Hemden, Krawatten, rahmengenähte Schuhe, Gürtel sowie weitere Accessoires. Das Angebot steht und fällt mit der Qualität der Dienstleistung. Absolute Kundenorientierung ist die Maxime, an der sich die Mitarbeiter messen lassen. Um es Geschäftsleuten zeitlich zu vereinfachen, ist individuelle Terminvereinbarung möglich.
Produkte gestalten zum Nutzen des Kunden
Bei der Produktentwicklung sollten Sie vor allem die Bedürfnisse, Erwartungen und Wünsche Ihrer Kunden im Blick haben. Bei der Auswahl von Produkten interessieren den Kunden nämlich nicht nur Produkteigenschaften, sondern im Mittelpunkt stehen folgende Fragen:
Welchen Nutzen habe ich von dem Angebot?
Welche Probleme löse ich, wenn ich das Produkt kaufe?
Welche Ziele erreiche ich mit dem Erwerb des Produkts?
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