Digitalfotografie, EXIF-Daten und Bildgestaltung

EXIF-Daten systematisch auswerten

EXIF-Daten: Fazit

  • Wer anderen Fotografen über die Schulter schauen möchte, kann dies tun: die EXIF-Daten verraten viel darüber, wie ein Bild entstanden ist.

  • Verknüpft man die EXIF-Analyse mit fotografischem Hintergrundwissen, kann man aus den Aufnahmedaten sehr viel lernen.

  • Die Belichtungsmessung ermittelt, welche Lichtmenge auf den Chip gelangen muss. Blende und Belichtungszeit regeln diese Lichtmenge.

  • Für Blende und Belichtungszeit gibt es stets mehrere Kombinationsmöglichkeiten, die zu unterschiedlichen Bildergebnissen führen.

  • Kleiner Blendenwert bedeutet große Blendenöffnung und gleichzeitig geringe Schärfentiefe, die Belichtungszeit verkürzt sich.

  • Großer Blendenwert bedeutet kleine Blendenöffnung bei hoher Schärfentiefe, die Belichtungszeit verlängert sich.

  • Kurze Belichtungszeit friert Bewegungen ein und sichert verwacklungsfreie Bilder.

  • Lange Belichtungszeit lässt Bewegungen verwischen, man braucht ein Stativ oder kann den Mitzieh-Effekt ausprobieren.

  • Der ISO-Wert ist wie ein Joker, mit dem man die gewünschten Einstellungen bei Blende und Belichtungszeit erreichen kann. Nachteil: Bildrauschen bei hohen ISO-Werten.

  • Eine Alternative zu hohen ISO-Einstellungen sind hochwertige, lichtstarke Objektive.

  • Blitzlicht führt zu einer völlig veränderten Lichtstimmung im Bild. Es gibt mehr als nur den Automatikblitz: Bei der Einstellung "Nachtporträt" wird mit verlängerter Belichtungszeit geblitzt.

  • Die Motivprogramme verändern ebenfalls Belichtungszeit, Blende und ISO-Wert anhand vorgegebener Parameter, die der Fotograf nicht beeinflussen kann. Die EXIF-Daten verraten, für welche Kombination sich die Kamera entschieden hat.

  • Die EXIF-Daten lassen sich unter Windows mit kostenlosen Tools wie Exifer, Exif Viewer oder Irfan View auslesen. In Photoshop, Photoshop Elements und iphoto (Mac) werden sie ebenfalls angezeigt.

  • Die EXIF-Daten können gezielt gelöscht werden, gehen aber auch bei bestimmten Bearbeitungsschritten verloren. Um auch in Zukunft auf die Infos zugreifen zu können, sollte man ein unbearbeitetes Original-JPG oder eine RAW-Datei separat sichern.

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Über die Autorin:

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Jacqueline Esen ist freiberufliche Fotografin und gibt ihr Wissen in Foto-Kursen, Online-Workshops und Fachbüchern weiter. Ihre Bücher "Der große Fotokurs" und "Digitale Fotografie" sind Bestseller ...

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