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Existenzgründung mit einem Online-Shop

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Stand: 22. März 2011

Unternehmensstart

Die meisten Unternehmensgründungen mit einem Online-Shop sind Neugründungen, bei denen der Gründer vollkommen eigenverantwortlich plant und agiert. Er ist von Anfang an zuständig für alle Aktivitäten, die eine erfolgreiche Umsetzung seiner eigenen Geschäftsidee gewährleisten. Das birgt jedoch das Risiko, dass wichtige Details möglicherweise übersehen werden. Problematisch ist dabei gerade der Neuaufbau der organisatorischen Abläufe bzw. der Aufbau eines neuen Kundenstamms und anderer Firmenkontakte. Trotzdem liegt gerade darin die Herausforderung.

Business-Plan

Warum brauche ich auch für einen Online-Shop den Business-Plan?

Um eine gute Geschäftsidee erfolgreich in die Tat umzusetzen, benötigen Sie einen Business-Plan, also eine schriftliche Ausarbeitung Ihres Unternehmenskonzepts. Ihre Geschäftsidee und die Ziele beschreiben Sie hier und erläutern die geplante Umsetzung so detailliert wie möglich (und nötig - wenn Sie einen Kredit aufnehmen müssen).

Stellen Sie dies sehr genau dar, damit Ihre Geschäftspartner besser Ihre Geschäftsidee verstehen. Gerade Banken oder andere Geldgeber machen sich anhand des Businessplanes ein Bild von Ihnen und ziehen ihn zur Beurteilung, ob Ihre Geschäftsidee erfolgreich umsetzbar sein könnte, heran. Sie benötigen dazu folgende Informationen, die Sie sauber in einem Business-Plan darstellen können: die Idee, Produkte/Dienstleistungen, Gründerperson, Chancen-/Risikobewertung, Marketingstrategie, Markt-/Konkurrenzanalyse sowie Ertrags- und Finanzplanung.

Damit Sie die Idee und das Konzept überhaupt in einen Plan umzusetzen können, brauchen Sie gute Marktkenntnisse und -informationen. Gleichzeitig dient der Businessplan Ihrer eigenen Sicherheit. Wissen Sie auf einige Punkte keine oder nur unzureichende Antworten, können Sie eher einschätzen, ob Ihre Idee bzw. Ihr Produkt wirklich tragbar ist.

Was einen guten Business-Plan - gerade für Sie als Shop-Betreiber - auszeichnet:

  • Wählen Sie die richtige Branche und Produkte/Dienstleistungen. Kein Mensch benötigt noch Bücher-, T-Shirt- oder Computershops - es sei denn, Sie haben sich spezialisiert.

  • Planen Sie den richtigen Marktplatz bzw. nutzen Sie das (für Ihre Bedürfnisse) "richtige" Online-Shop-System.

  • Bedenken Sie den Aufwand und die Kosten für Logistik, Lagerhaltung und Personalkosten (also für sich selbst).

  • Überdenken Sie, welche Voraussetzungen Sie zum Start noch erfüllen müssen.

  • Prüfen Sie Ihre technischen Voraussetzungen für den Online-Handel, insbesondere Ihr persönliches Wissen im Bereich Hard-/Software.

  • Benutzen Sie eine zuverlässige Basis-Plattform für den Online-Shop.

  • Nutzen Sie die Preistransparenz in Preisvergleichssuchmaschinen.

  • Wie viele Käufer benötigen Sie in Ihrem Shop (Online-Potenzial prüfen)?

Als Gründer eines Online-Shops sollten Sie bereits in Ihrem Businessplan deutlich machen, dass Sie sich mit den rechtlichen Vorgaben auskennen bzw. dabei helfen lassen.

Wir raten Ihnen, die geplanten Umsatzzahlen aus Ihrem Businessplan quartalsmäßig mit den tatsächlich realisierten Umsatzerlösen zu vergleichen; in den ersten Monaten nach der Gründung vielleicht sogar monatlich. Daher ist eine zeitnahe Buchhaltung besonders für den Start Ihres Unternehmens wichtig.

EU-weit?

Möchten Sie auch in der Europäischen Union Waren beschaffen? Dann benötigen Sie die so genannte Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr). Diese teilt Ihnen das Finanzamt auf Antrag mit, falls Sie dies gleich beim Ausfüllen des Fragebogens ankreuzen. Sobald Sie die benötigte Steuernummer vom Finanzamt erhalten haben, geht es richtig los.

Noch Fragen? Alles zum Thema "Steuern" finden Sie hier.

Gründungspaket des BMWi

Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) stellt Gründern und junge Unternehmen ein Softwarepaket zur Verfügung; darin finden Sie ein inhaltliches Muster des Gründungsplaners und andere hilfreiche kostenlose Tools: www.softwarepaket.de.

Weitere Tipps, Infopakete und Hinweise finden sich auch in den akademie.de Gründerlinx.

Ein passendes Webhosting-Paket für Ihren Shop

Als künftiger Betreiber eines Shops steht Ihnen eine Vielzahl an Angeboten zur Wahl. Im Preis enthalten sind mindestens eine Domain und mengenmäßig begrenzter Datentransfer. Ihren Webhoster sollten Sie anhand von Kriterien auswählen, die Sie vorher festgelegt haben. Je nachdem, welche Anforderungen Ihr Webauftritt und z.B. xt:Commerce stellen, treffen Sie Ihre Wahl.

Mögliche Kriterien:

  • Performance bei Webhosting-Paketen: Die Angebote der Provider unterscheiden sich sehr stark voneinander. Das fängt bereits bei der Anzahl von Domains ab, die im Preis enthalten sind (Inklusiv-Domains). Sie variiert von ein bis zehn Domains. Die Größe des Speicherplatzes (Webspace) reicht von etwa 100 MB bis 10 GB. Für Ihren ein- und ausgehenden E-Mail-Verkehr ist die Postfachgröße je Account relevant; sie schwankt zwischen 10 MB und 10 GB. Genauso unterschiedlich ist der angebotene Umfang des Datentransfers. Dieser so genannte Traffic beschreibt den Datenverkehr beim Provider, der während der Aufrufe Ihrer Webseite entsteht. Geboten wird alles von wenigen Gigabyte bis hin zu einer Flatrate mit unbegrenztem Datentransfer. Gerade bei sehr gut gehenden Shops gelangt man schnell an die Traffic-Grenze. Achten Sie deshalb auf die Zusatzkosten pro Megabyte.

  • Dynamische Webseiten: Erst durch den Einsatz von Datenbanken werden aus statischen HTML-Seiten dynamische PHP-Dokumente. Mit dem Shopsystem xt:Commerce kommen Sie daher um PHP kaum herum. Bei PHP handelt es sich um eine serverseitig interpretierte und in HTML eingebettete Skriptsprache. Damit greift die Webseite auf Datenbankinhalte zu. PHP wird nicht bei jedem Webhosting-Tarif des Providers angeboten, z. B. nicht in reinen Web-Visitenkarten.

  • Preis, Service und Support: Achten Sie auf den monatlichen Grundpreis, die einmalig fällige Einrichtungsgebühr und die Vertragslaufzeit. Die Servicebedingungen sind auch ein Kriterium, das Sie nicht vergessen sollten. Ein Blick auf die Servicekonditionen ist sehr ratsam. Ein guter Provider kassiert keine allzu hohen Kosten für Hotline und Support, mal abgesehen von den üblichen Telefonkosten. Im Optimalfall wird kostenloser E-Mail-Support und telefonischer 24h-Profi-Support an sieben Tagen die Woche angeboten.

Vergleichen Sie auf jeden Fall die folgenden Leistungen:

Inklusiv-Domains, Subdomains, Speicherplatzbedarf, Postfachgröße, Transfervolumen, Hotlinekosten, Grundpreis, Einrichtungsgebühr, Vertragslaufzeit, Datenbankanzahl, Betriebssystem, Server-Performance, RAID-System (Datenorganisation, Datensicherheit).

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Über die Autorin:

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Susanne Angeli ist seit 1998 mit dem Internet vertraut und erlebte den Start des eCommerce in Deutschland hautnah mit. Seit mehreren Jahren betreut sie ihren eigenen Online-Shop. Neueste Standbeine s ...

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