So finden Sie Ihr Thema
Finden Sie heraus, wer Ihre Leser sind
Es lohnt sich, die Leser dieser Zeitschriften, Bücher und Blogs genauer anzuschauen. Denn so erfahren Sie viel über Wissen, Interessen, Sprache und den Nutzen, den diese von Ihrem Artikel erwarten.
Meistens haben Sie für Ihre Themen schon eine Fachzeitschrift oder ein Online-Magazin im Hinterkopf. Blättern Sie durch das Magazin: Wer schreibt hier? Wer sind die Autoren? Aber auch: Welche Leserbriefe werden veröffentlicht?
Oft ergibt sich aus dem Medium die Zielgruppe Ihres Fachtextes. Schauen Sie z. B. in die Mediadaten; dort finden Sie in der Regel Angaben zu Zielgruppen und Auflage.
Beispiel: Mediadaten FinanzNachrichten.de
33,1 % verfügen über 4.000 Euro netto/Monat
41,5 % Akademiker
54,4 % haben diese Woche Wertpapiere gekauft/verkauft
56,3 % sind täglich mehr als 6 Stunden online
86,8 % Männer
88,2 % verwenden Online-Banking
FinanzNachrichten.de-Nutzer geben Geld im Internet aus:
50,6 % buchen häufig Flüge/Reisen online
73,0 % machen gelegentlich bis häufig mit bei Ebay-Versteigerungen
79,1 % haben bereits Bücher online gekauft
Quelle: finanznachrichten.de/service/mediadaten.asp
Der typische Leser der Finanznachrichten ist also männlich, wohlhabend, sehr internetaffin und kennt sich im Wertpapiergeschäft aus. Dem müssen Sie nicht mehr die Wertpapierbasics erklären und auch nicht, wie man im Web Aktienkurse findet.
Dieses Wissen über die Zielgruppe haben die Magazin-Macher aus Leserbefragungen und der klassischen Marktforschung. So erfahren wir beispielsweise einiges Wissenswertes über den typischen c't-Leser in der Markt-Media-Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach.
Recherchieren und prüfen Sie genau, wer Ihren Artikel später lesen wird:
Ein Geschäftsführer, der zwar keine Detailtiefe braucht, aber fundiertes Basiswissen, um seine Entscheidungen zu treffen?
Oder der Arbeitsrechtsexperte im Unternehmen, der fachlich auf Augenhöhe mit Ihnen steht?
Der interessierte Laie, der Tipps braucht, wie er Fallstricke vermeidet?
Oder ein Fachkollege, der es für seine Projekte ganz genau wissen muss?
C't oder Computerbild? Financial Times oder Focus? Daran misst sich nicht nur der inhaltliche Fokus Ihres Textes, sondern auch die Sprache. Denn wenn Sie die Frage nach den konkreten Adressaten Ihres Textes beantworten, wissen Sie, ob Sie Fachbegriffe verwenden können - oder besser nicht. Und Sie können eher beurteilen, wie sehr Sie ins Detail gehen dürfen und wo ein Überblick ausreichend ist.
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